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 [Das Flachland] Kantorwald

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Juserus
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BeitragThema: [Das Flachland] Kantorwald   Mo 6 Jul 2015 - 18:11
Kantorwald

Der Kantorwald ist ein uralter Forst, der schon vor der Zerstörung Teil des Landes war. Damals wie heute hausten hier unzählige Tiere, die in ihrer Vielfalt die Vorstellungen mancher Forscher übertrafen. Aber auch Geheimnisse birgt der Wald. Man munkelt, dass in seinem Zentrum, eine alte Ruine zu finden sei. Aber der Wald ist riesig und erstreckt sich über viele Kilometer.
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Arynah
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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Mi 8 Jul 2015 - 13:59
Cf: [Das Flachland] Die weiten Wiesen

Der Wind zog durch die Bäume und versetzte das Blättermeer in sanftes Rauschen. Ein stetes und wunderschönes Geräusch, das Arynah an alte Tage in Immerherbst erinnerte. Als sie durch das Land marschiert sind und ihren Krieg begonnen haben. Sie schluckte. Die schönsten ihrer Erinnerungen verband sie immer mit ihrem eigenen Rachefeldzug. Es war an der Zeit, dass sie sich neue schuf. Erinnerungen, die sie selbst bestimmte in einem Leben, das nur ihrem Willen folgen sollte. Die Zeiten waren vorbei, dass sie sich von niederen Gefühlen lenken ließ. Arynah wollte nicht nur ihre Sünden von sich weisen können, sie wollte auch mit den Göttern Frieden schließen.
Der Boden war mit einigen Blättern bedeckt, doch hauptsächlich bildete Moos den Untergrund, auf dem sie wandeln konnten. Er hatte eine tiefgrüne Farbe und erinnerte Arynah an Smaragde. Einige Käfer krochen über das Moos und suchten sich ihren Weg zum nächst gelegenen Baumstamm. Dort krabbelten sie die feste und dunkle Rinde hinauf und verschwanden wenige Momente später aus dem Sichtfeld der Frau.
Vögel sangen wunderschöne Hymnen, die Arynah fast dazu verleiteten, ebenfalls einzustimmen. Sie selbst sang gerne und hatte ihre Magie schon immer über ihre Stimme gewirkt, obwohl sie es nicht musste. Nekromantie war schon immer eine Gabe gewesen, für die man nicht sprechen musste, aber es strengte sie weniger an, wenn sie dabei sang. Eine traurige Vorstellung, wie sie einst Armeen von Untoten hervor gerufen hatte und dabei verzaubernde Lieder sang. Doch von ihrer einstigen Macht war nichts mehr übrig. Die Hölle hatte sie gebrochen.
"Es ist angenehm hier", meinte sie und durchbrach das Schweigen. Wahrscheinlich war Finwe genauso über diesen Wald erstaunt wie sie. "So ruhig und friedlich."
Eine Herde Rehe zog an ihnen vorbei. Sie rannten tiefer in den Wald und wurden von der nahenden Dunkelheit verschluckt. Aber es war keine Finsternis. Nein, es war nur dunkel, da die Baumkronen dicht aneinander standen und verhinderten, dass viel Licht zum Boden gelangen konnte. Arynah fürchtete sich aber nicht davor. "Arthensias", murmelte sie und eine kleine Lichtkugel entstand über ihren Köpfen. Sie sollte ihnen den Weg leuchten, falls es zu dunkel wurde. "Wohin sollen wir gehen, Finwe?", fragte sie schließlich. Vielleicht hatte die Elfe mit den sonderbaren Augen eine Idee, wie sie am besten vorgehen sollten.
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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Mi 8 Jul 2015 - 18:29
CF: [Flachland] Die weiten Wiesen

Als sie den Wald nun endlich erreichten, merkte Finwe sofort, wie sich der Grund unter ihren Füßen veränderte. Es war nicht länger Erde und Wiese, die sich unter ihren flachen Sohlen hart anfühlten, es war nun Moos und bei dem Gewicht, das die junge Elfe mit sich brachte, wirkte es, als würde sie auf Watte laufen. Nicht, dass sie glaubte zu schweben oder auf Wolken zu gehen, gewiss nicht, ihr Schritt federte nur und der Boden gab unter ihren zierlichen Füßen nach, was sie ab und an etwas wackelig laufen ließ. Sie war bei Weitem kein Tollpatsch, aber und ab und an gab sie bei all den bewundernswerten Dingen hier im Wald nicht Acht auf das, was vor ihren Füßen lag. Immerhin trat sie auf keinen Käfer, den sie damit unter ihren Sohlen begraben könnte. Sie trat noch nicht einmal auf ein Blümchen, lediglich das Moos und einige Grashalme wurden nicht verschont, bäumten sich aber gleich nach Ablass ihres Fußes wieder auf. Sicher nicht ganz unbeschadet, aber weitestgehend erholten sie sich wieder rasch.
Die Daelwon war sichtlich verzaubert von dieser Umgebung, ihre Augen glitzerten vor Begeisterung, ihre Hände wollten alles berührten, griffen jedoch nur in die Luft, wenn sie etwas in der Ferne sah und es spüren wollte. Es wirkte fast so, als würde sie etwas unsichtbares anfassen oder etwas sehen, was Arynah nicht sehen konnte. Das Licht- und Schattenspiel war beinahe genauso atemberaubend wie die Artenvielfalt, die ihr auf den ersten Blick auffiel. Viele verschiedene Pflanzen, die sie schon lange oder noch nie in ihrem Leben gesehen hatte. Dennoch spürte sie eine gewisse und starke Verbundenheit zu diesem Ort. Es war so viel Natur auf einmal, wie sie es gar nicht mehr gewohnt war. Sie fühlte sich unglaublich wohl, so dass sie stehen blieb und die Atmosphäre, die grüne Luft auf sich wirken ließ.
"Es ist wundervoll, einfach fantastisch.", hauchte der Rotschopf, während sie einen tiefen Atemzug nahm und kurz darauf ihre Augen wieder aufschlug und in den Wald hinein blinzelte. "Seht nur.", flüsterte sie wie verzaubert, als sie eine weiße Blume sah, die sich aus all den eher grünlich bis farbig gehaltenen Blumen hier abhob. Und kurz darauf liefen auch noch ein paar Rehe vorbei, Finwe war hin und weg.
Es war angenehm dunkel hier und sie erschrak, als Arynah plötzlich eine Lichtkugel erschuf und sie über ihre Köpfe schweben ließ. Das Licht, das von ihr ausging, war jedoch nicht weniger angenehm. Es brachte ihnen genug Licht, um im Dunkel etwas erkennen zu können, blendete jedoch die empfindlichen Augen der Daelwon keinesfalls. "Ins Dunkel. Dorthin.", meinte sie. Die Dunkelheit zog sie magisch an und es bereitete ihr eine wohlige Gänsehaut, wenn sie daran dachte, gleich, ebenso wie die Rehe, von der Dunkelheit verschluckt zu werden. Soweit sie das beurteilen konnte, führte sie diese Dunkelheit ins Zentrum und nicht am Waldesrand entlang.
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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Do 9 Jul 2015 - 13:40
Der Wald ist tief. Der Wald ist finster. Doch ihr seid nur von seiner Schönheit verzaubert. Eine atemberaubende, einnehmende Schönheit. Nur Elfen scheinen erkennen zu können, wie wunderbar die Natur und dieser Wald ist.

Die Dunkelheit schreckt euch scheinbar nicht ab. Ihr tretet in die hinein. Folgt einem unsichtbaren Pfad in das Zentrum des Waldes. Und dort steht euch ein Tempel gegenüber. Ein prächtiger, weißer Tempel. Er wirkt antik und schon seit Jahren verlassen.

Wenn ihr näher tretet, seht ihr, dass der Eingang verschüttet ist. Man kommt nicht hinein, ohne die Steine aus dem Weg zu räumen. Aber müsst ihr das überhaupt? Eure Aufgabe war nur Erkundung. Und ihr habt erkundet und gefunden. Solltet ihr nicht einfach gehen? Zurück nach Nanka? Es ist doch eure Pflicht.
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Arynah
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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Do 9 Jul 2015 - 14:18
Finwe antwortete schnell und deutete direkt in die Finsternis, auf die sie schon vorher zugehalten hatten. Arynah lächelte milde und nickte. Wenn sie etwas entdecken wollten, dann sollten sie sich weiter hinein wagen. Vielleicht fanden sie wirklich etwas Interessantes. Es ließ Arynah etwas unruhig werden, wenn sie daran dachte, welche Geheimnisse Maesa barg. Welche Wunder es offenbaren konnte und wie wunderschön die anderen Gebiete waren. Sie hoffte, dass sie vieles davon sehen konnte und dass sie sich vielleicht dabei an ihre Vergangenheit erinnern könnte.
”Schön”, sagte sie freundlich mit einem leichten Singsang in ihrer Stimme. Die Damen setzten sich in Bewegung.
Es schien immer dunkler zu werden, aber das Licht, das Arynahs Kugel von sich gab, war hilfreich, so dass sie ihren Weg finden konnten. Es gab immer wieder Wurzeln, die aus der Erde ragten und ihnen ein Hindernis sein könnten, wäre es noch dunkel gewesen. Arynah lächelte, als sie über eine der Wurzeln stieg. Die Natur wirkte so, als wäre sie nie verschwunden gewesen. Sie sah aus, als regierte sie schon tausende von Jahren hier und niemand konnte sie bezwingen. Dass sie erst seit wenigen Wochen wieder existent war, fiele hier gar nicht auf.
Ein Vogel flog dicht über ihrem Kopf entlang und sang eine Hymne, die der Frau für einige Momente noch im Ohr blieb. Ein schönes Lied.
Dann verharrte sie. Die Dunkelheit vor ihnen war gebrochen und Licht fiel auf eine Lichtung. Sie war hell und schien stark beleuchtet zu sein. Vorsichtig trat Arynah aus dem Wald heraus und vor ihnen baute sich ein Tempel auf. Er war hoch und aus weißem Marmor. Säulen rahmten ihn ein und ein schweres Dach schützte das Innere vor Regen und Schnee. Einen Eingang sah Arynah nicht, dafür aber einen Berg Geröll, der wohl den Zugang blockierte. ”Das ist unglaublich”, murmelte sie und war wie gebannt von dem Anblick. Pollen wurden in den Sonnenstrahlen sichtbar und gaben der Atmosphäre etwas friedliches und heiliges. Einen Moment fühlte sich die Myrani fehl am Platz. Durfte sie überhaupt hier sein?
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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Do 9 Jul 2015 - 16:50
"Das muss er sein. Der Wald", hauchte Nathea. Vor ihm offenbarte sich ein Meer aus raschelnden Blättern, die sanft im Wind tanzten. Der Geruch von Moos und Erde stieg ihm in die Nase und er wagte einen tiefen Atemzug. Noch nie zuvor hatte er einen Fuß außerhalb der Stadt gesetzt, doch jetzt wo sich die Wolken verzogen hatten, sehnte er sich nach Freiheit und Abenteuern. Es gab so vieles dort draußen, das es zu entdecken galt und das würde ihn garantiert nicht langweilen.
Gekonnt schwang er sich vom Rücken seines Pferdes. Nathea hatte erst heute von dem Auftrag erfahren. Eines seiner Mädchen hatte ihm von einem ihrer Freier berichtet. Offenbar hatte er sie damit beeindrucken wollen, dass er sich als heldenhafter und mutiger Kundschafter Nanka's ausgab, bereit alle Risiken auf sich zu nehmen um das Land zu erforschen. Nur wenig später hatte Nathea ihm wegen unschicklichem Verhaltens unter Alkoholeinfluss Hausverbot erteilt aber nicht bevor er ihm die Auftragsausschreibung abgenommen hatte. Voller Neugier war er darüber hergefallen. Ein Wald? Er kannte Bücher und all die Malereien von Wäldern in unterschiedlichsten Formen aber noch nie hatte er einen mit eigenen Augen gesehen. Vielleicht gab es dort Feen? Greife oder sogar Erddrachen?
Er war gerade noch rechtzeitig gekommen um den Informanten abzufangen, bevor dieser sich davonstehlen konnte. Auf ihn hatte er einen sehr nervösen Eindruck gemacht und an seinen zerkauten Lippen hatte etwas Blut geklebt. Hastig, ja fast ängstlich war er vorgetreten und hatte unter Nathea's abschätzendem Blick von zwei Elfen berichtet, die sich bereits auf den Weg dorthin gemacht hatten. Nathea war sofort losgaloppiert. Nur hin und wieder hatte er das Tempo verlangsamt um nach ihren Spuren zu sehen. Innerlich verfluchte er die Elfen für ihre grazilen und geschmeidigen Bewegungen. Ihren Spuren zu folgen war verdammt noch mal nicht einfach gewesen!
Nathea tätschelte die weiße Stute und ließ sie zum Grasen zurück, während er sich in den Wald wagte. Die vielen neuen Eindrücke erschlugen ihn beinahe und er hatte Mühe sich auf eines davon zu konzentrieren. Käfer, in bunten schillernden Farben krochen durch das Moos und einmal wirbelte er sogar einen Schwarm von hunderten von Schmetterlingen auf, als er sich ihnen näherte. Fasziniert sah er zu wie sie hinter den Bäumen verschwanden. Der Boden war weich und saftig und er spürte wie er unter seinen Füßen etwas nachgab.
Je weiter er in den Wald hineindrang, desto finsterer wurde es um ihn herum und er hatte Mühe sich zurechtzufinden. Eine Zeit lang hatte er geglaubt sich verirrt zu haben - doch was war das? Er hielt augenblicklich inne und lauschte. Stimmen! Die zwei Elfen konnten nicht mehr weit sein.
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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Do 9 Jul 2015 - 17:28
Sie gelangten tiefer und tiefer in den bisweilen unerforschten Welt, den die nun zu erkunden hatten. Das Licht Arynahs leitete sie bis zum Zentrum, wo sie schließlich auf einen verlassenen und blockierten Tempel, der innerhalb einer Waldlichtung stand. Während Arynah vorsichtig aus der Dunkelheit trat, hielt Finwe gar nicht erst an. Sie fürchtete in diesem Moment nichts und niemanden und ihr Bauchgefühl sagte ihr, dass dieser Ort sicher sei. Sie vertraute einfach der Natur und dem Schutz der Göttlichen. "In der Tat.", murmelte die Daelwon für sich und gab der anderen Elfe recht. Dieser Ort war wirklich unglaublich. Einerseits sah es hier so wunderbar aus, wie sie es sich nicht vorgestellt hat, obgleich ihre Fantasie enorm war, andererseits befand sich hier ein Tempel, den sie sich nicht so vorgestellt hatte, wie sie ihn nur vorfanden. Weißer Marmor, der Epoche der Antike zuzuordnen, verlassen aber bei Weitem nicht zerstört. Finwes Augen nahmen diesen Tempel kurz unter die Lupe, als sie im Hintergrund einen Ast zerbrechen hörte. Sie glaubte und zumindest und wie man nun schon wusste, war ihr Glaube stark genug, es einfach anzunehmen und nicht zu hinterfragen. Dennoch drehte sie ihren Kopf nicht hastig, nein, sie blieb ganz ruhig und drehte ihren Schopf recht langsam zur Seite, um einen Blick hinter sich werfen zu können. Nichts als Dunkel. Schon wieder!, rief es in ihrem Köpfchen und sie fragte sich, ob Arynahs Ohren wohl ebenso empfindlich waren wie ihre, zumal die der anderen Elfe frei lagen.
"Habt Ihr das auch gehört? Es klang wie das Brechen eines Astes.", sprach sie in die Richtung der anderen. Und in der nächsten Sekunde machte sich auch gleich der Übeltäter sichtbar, als er aus dem Dunkel hervortrat, seine feuchte Nase in ihre Richtung streckte und den fremden Duft witterte, der von den beiden Elfen ausgehen musste. Das Tier war ebenso neugierig wie Finwe, denn auch sie wäre in die Richtung gegangen, aus der fremde Geräusche drangen oder von der ein unbekannter Geruch ausging. Schließlich musste es etwas neues sein und sie wäre nicht sie, würde sie nicht ihrer Neugier bedingungslos nachgeben. Finwes strahlende Augen konzentrierten sich auf das Tier, das mit ähnlich glänzenden Augen in ihre Richtung blickte, dann zu der Silberhaarigen blickte, dann wieder den Rotschopf anblinzelte und offenbar nicht sicher war, ob es fliehen oder bleiben sollte. Es entschied sich für eine Weile zu bleiben und sich dem versperrten Tempel zu nähern, in welchem es dann durch eine kleine Nische verschwand und von dort aus, im Schutz der marmornen Säulen, den Eindruck noch einmal vertiefen konnte. Es war gewiss nicht scheu, aber durchaus misstrauisch. Ein bisschen wie Finwe, auch wenn sie ihr Leben dann doch aufs Spiel setzte, selbst wenn die Gefahr noch so groß war.

"Wir sollten uns diesen Tempel genauer ansehen.", meinte sie freudig. Sie hatten den Auftrag, diesen Wald unter die Lupe zu nehmen und offensichtlich war auch dieser Tempel Teil des Waldes, immerhin befand er sich in dessen Zentrum. Vielleicht lag dort etwas verborgen und das Wissen könnte den Einwohnern von Nanka etwas Gutes tun. Vielleicht handelte es sich hierbei auch um einen intakten Tempel, der lediglich freigelegt und entstaubt werden musste? Die Daelwon war voller Euphorie und preschte auch sofort auf den Trümmerhaufen zu, um über einen Stein, der bereits mit Efeu und Moos bewachsen war, zu berühren und über die Blätter zu streichen.
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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Fr 10 Jul 2015 - 19:26
Finwes Anmerkung machte Arynah etwas nervös. Sie schaute sich so ruhig um, wie es ging, war aber bereit sich zu wehren. Sie konnte zwar keine direkte, hilfreiche Nekromantie mehr wirken, aber ihr fiele sicherlich schon etwas ein. Sie war nicht umsonst einst so weit gekommen.
Aber die Situation entschärfte sich. Ein Tier trat aus den Büschen hervor. Arynah atmete hörbar auf. Sie mochte es nicht, schwach zu sein. Ein Gedanke, mit dem sie sich erst abfinden musste.
Das Tier lief auf den Tempel zu, dessen Anblick Arynah nach wie vor verzauberte. Es verschwand in einer kleinen Öffnung, die eindeutig zu klein für die beiden Elfinnen war. Sie mussten damit Vorlieb nehmen, den Eingang irgendwie frei zu räumen.
”Sollten wir nicht nur erkunden?”, fragte Arynah dann vorsichtig. Sie war keineswegs feige. Aber sie hatte auf bittere Art gelernt, dass man sich nicht gegen Regeln und Gesetze stellte. Sie verband dies mit mehr Schmerz, als sich eine Elfe vorstellen konnte. ”Ich hätte zwar nichts dagegen, aber wir wissen nicht, was uns dort drinnen erwartet”, fügte sie an und beobachtete, wie Finwes zarte Hand über das Moos glitt, als wäre es etwas Besonderes. Arynah lächelte milde und trat ebenfalls an das Geröll heran. Es war feste Materie. Im Grunde könnte sie...
Ein Ast knackte. Man hätte es für ein weiteres Tier halten können, aber Arynah glaubte nicht an solche Zufälle. Sie wandte sich schlagartig um und versuchte im dunklen Wald etwas zu erkennen, aber ihre Augen waren nicht gut genug, um etwas auszumachen. Dennoch wollte sie nicht ihre Deckung fallen lassen. Dort stimmte etwas nicht. Sie blinzelte, als sie für einen Moment etwas Weißes sah, ehe es wieder aus ihrer Sicht verschwand.
”Hallo?”, fragte sie mit lieblicher, fast singender Stimme. ”Ihr könnt heraus kommen. Wir sind keine Feinde”, fügte sie an, obwohl sie gar nicht wusste, ob das zu traf. Was, wenn sie auf Wegelagerer trafen oder Händler, die schon seit Monaten keine Frau mehr gesehen geschweige denn angefasst hatten. Dennoch wollte Arynah sich offen zeigen. In der Not konnte sicher Finwe ihnen den Hals retten, oder?
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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Fr 10 Jul 2015 - 22:40
Durch das dichte Dickicht drang eine melodische Stimme zu ihm hervor und er hoffte inständig, dass es sich hierbei um die zwei Elfinnen handeln mochte. Mit der Hand schob er einen Zweig aus seinem Blickfeld. Ein großer Schritt und er hatte die Dunkelheit hinter sich gelassen. Das plötzliche grelle Licht brannte in seinen Augen und er musste erneut die Hand heben, um ihnen etwas Schatten zu spenden. Es dauerte einen kurzen Moment ehe sich seine Augen an das neue Umfeld gewohnt hatten aber dann sah er sie. Zwei außerordentlich hübsche Elfinnen inmitten einer strahlenden Lichtung. Es war ein sonderbares Bild. Nathea lächelte und trat einen Schritt vor. "Hallo, meine Damen. Ich schätze, ihr seid die zwei Elfinnen die dem Informanten den Verstand geraubt haben." Elegant senkte er das Haupt zu einem Gruß. Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Nathea Valyn und komme im Auftrag den Wald zu erkunden. Nun, ihr scheint mir etwas vorraus zu sein." Sein Blick fiel auf den Tempel hinter ihnen. Der weiße Marmor strahlte im Licht der späten Mittagssonne. Es sah beeindruckend aus. Er konnte es kaum erwarten sein Innerstes zu erkunden.
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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Sa 11 Jul 2015 - 18:56
Finwe nickte hastig. Selbstverständlich sollten sie hier nur erkunden, aber was täten sie denn sonst, wenn sie diesen Tempel betraten? Sie erkundeten ihn. Nicht mehr und nicht weniger. "Wir erkunden ihn.", sagte sie dann ganz ruhig und streichelte erneut über das etwas feuchte Moos auf einem Stein. Dann schaute sie wieder auf und blinzelte Arynah etwas verdutzt an. "Wir wussten auch nicht, was uns in diesem Wald erwartet.", gab sie zu bedenken und lächelte leicht. Sie liebte Abenteuer, sie liebte das Neue und in diesem Moment konnte sie nichts und niemand dazu bewegen, umzudrehen und diesen verlassenen Tempel einfach verlassenen Tempel sein zu lassen. Sie war zu neugierig, als dass man sie jetzt noch umstimmen konnte. "Wir erkunden den Wald und dieser Tempel ist offensichtlich Teil des Waldes. Was, wenn wir den Bewohnern sagen, hier sei alles in Ordnung und in diesem Tempel erwartet sie dann Schreckliches?" Ihre Stimme wurde zum Ende hin nur noch ein Flüstern und sie schaute die andere Elfe mit großen Augen an. "Das kann ich nicht verantworten.", meinte sie dann ganz leise und etwas traurig klingend. Sie war zwar optimistisch genug zu glauben, dass sie im Tempel ganz und gar nichts Schreckliches erwartete, aber sicher war sie sich wiederum nicht und solange das niemand mit Sicherheit bestätigen konnte, wollte sie wirklich nicht verantworten, wenn hier neugierige Bewohner herkamen, den Eingang freilegten und auf ein großes Übel stießen.

Erneut zerbrach ein Ast und die junge Rothaarige schien ähnliches zu denken wie Arynah. Noch ein Tier? Oder nicht doch eher ein anderes Geschöpf? Finwe blieb in der Hocke und stützte sich an dem Trümmer vor dem Tempel ab, sah dabei in die Richtung, in die Arynah rief und aus der plötzlich ein junger Mann trat. Finwe Rehaugen nahmen den Fremden ganz besonders unter die Lupe und sie machte keinen Hehl daraus, sich nach außen hin zurückzuhalten. Er durfte ruhig wissen, dass sie ihn von oben bis unten musterte und sich die Details seiner äußeren Erscheinung einprägte. Nun erhob sich der Rotschopf, als der Fremde die beiden begrüßte und hinzufügte, sie hätten den Informanten in Verlegenheit gebracht – was sie ja auch getan hatten. Sie verschränkte ihre Arme vor der Brust und lauschte seinen Worten, die in ihren Ohren etwas seltsam klangen. "Seid gegrüßt, Nathea." Sie senkte den Kopf leicht, schloss dabei ihre Augen, um sie dann beim Heben ihrer Nase wieder weit aufzuschlagen. "Mein Name lautet Finwe Daelwon. Seid Ihr von schlupfkriechenden Schäumlingen aufgehalten worden?" Ihre Augen wurden groß vor Neugier, als sie sich ausmalte, was er vor ihr entdeckt haben konnte.
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Arynah
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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   So 12 Jul 2015 - 15:27
Finwe hatte gute Argumente. Arynah kam nicht drum herum, als ihr zuzustimmen. Die Elfe war eine gute Person und Arynah wollte ihre Prinzipien nicht angreifen. Manchmal musste man wohl Strafe und Nutzen abwägen. Welch Ironie. Arynah hatte auch damals abgewogen, ob sie sich den Feinden der Götter anschließen sollte oder nicht. Sie hatte schon damals gewusst, dass ihre Bemühungen am Ende nichtig wären. Dass sie sich selbst richten müsste und ihr Leben wegwerfe, um zu vernichten, was sie erreicht hatte. Und doch hatte sie gekämpft. Die Götter sollten sehen, dass sie ihr Spiel zu weit getrieben hatten. Dass sie Arynah nicht länger als Instrument nutzen sollten. Sie war eine Elfe. Sie lebte ebenso wie jeder andere. Sie war frei. Lebendig. Und doch musste sie leiden. Dies verstanden die Heiligen nicht. Sie verstanden es wohl bis heute nicht.

Der Fremde stellte sich vor. Sein Namen war Nathea. Ebenso wie Finwe klang auch dieser Name melodisch und schön. Arynah traf heute nur Personen mit wunderschönen Namen. Sie lächelte den Mann milde an und musterte ihn. Er hatte weißes Haar, was Arynah an sich selbst erinnerte, obwohl ihr Haar silber war wie das der Abunage - aber sie war eine Elfe und kein Mensch, was ihr viele seltsame Situationen zum Glück erspart hatte.
Bevor Arynah etwas sagen konnte, hatte Finwe das Wort schon ergriffen und stellte sich vor. Ebenso sprach sie wieder von einer Art, die Arynah nicht geläufig war. Langsam beschlich sie das Gefühl, dass es diese Wesen gar nicht gab und Finwe recht abergläubisch war. Doch diesen Gedanken behielt sie zunächst für sich.
“Guten Morgen. Ich heiße Arynah Myrani.” Zum ersten Mal fiel ihr auf, dass sie sich vielleicht nicht so offen vorstellen sollte. Sie wusste nicht, wie detailliert die Geschichtsbücher waren. Ob ihr Name in ihnen stand? Arynah Myrani - die Frau, die gegen die Götter kämpfte. Sie hatte damals viele Verluste für die Unsterblichen gesorgt, welche Sterbliche in ihren Diensten hatten. Damals, als sie noch mächtig war. Die Zeiten waren vorbei, dass man sie fürchtete. Aber Ary vermisste sie auch nicht. Es war friedlicher. Sie genoss ihr neues Leben. Vielleicht hatte sie doch genug gesündigt und nun ließ man sie ein friedliches Leben leben.
Dann wandte sie sich von den beiden ab und betrachtete die Steine. Sie waren nicht sehr besonders. Eigentlich könnte sie mittels Magie einen Durchgang schaffen. Aber vielleicht hatten die beiden anderen auch eine bessere Idee.
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Nathea
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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Mo 13 Jul 2015 - 10:10
Nathea kam nicht umhin den kritischen Blick der rotschöpfigen Elfe zu bemerken. Die sonderbare Frau musterte ihn von oben bis unten und hatte offenbar auch nicht vor ihre Herangehensweise zu ändern. Er ließ sie schauen und strich sich beiläufig ein Blatt von seiner Schulter, das sich dorthin verirrt hatte. Die Haltung der Elfe veränderte sich als er zu sprechen begonnen hatte und er war sich nicht sicher, ob ihr gefiel was sie sah. Möglicherweise traute sie ihm nicht viel zu.
Ihr Name war Finwe. In Nathea's Ohren klang dieser ungewöhnlich und fremd zugleich. Zugegeben, war er noch nicht vielen Elfen in seinem Leben begegnet und vermutlich würde ihm der Klang jedes einzelnen elfischen Namens fremd vorkommen. Er stutzte einen Moment, als sie sich nach schlupfkriechenden Schäumlingen erkundete. Auch hiervon hatte er noch nie etwas gehört und vor seinem inneren Auge entstanden in sekundenschnelle Bilder von kleinen, schwarzen Kreaturen, die sich schmatzend über seine Stiefel schleimten. Instinktiv senkte er für einen bruchteil einer Sekunde den Blick und stellte mit großer Erleichterung fest, dass sich dort keine schwarzen, schleimigen Viecher befanden. An Finwe gewandt sagte er: "Ich denke, ich bin ihnen nicht begegnet."
Jetzt wandte er sich der zweiten Elfe zu. Sie war größer als Finwe und in ihren Augen lag etwas, das ihr eine gewisse Melancholie verlieh. Ihr Haar erinnerte ihn an sich selbst, nur war ihres weitaus silbriger und zeigte wunderschöne Reflexe wannimmer sie sich in dem grellen Licht rührte. Arynah war ihr Name und erneut stolperte Nathea über den fremdartigen Klang in seinen Ohren. Nur zu gern würde er ihnen bei einem Gespräch in einer elfischen Sprache lauschen. Es musste wie ein Lied für menschliche Ohren klingen.
Nathea folgte Arynah's Blick zu dem Geröll und zuckte verärgert mit dem Mundwinkel. Ein Durchkommen würde ohne magische Hilfe Stunden, wenn nicht sogar Tage dauern. Unglücklicherweise beherrschte er keine arkanische Magie. Als er vor ein paar Jahren aufgrund einer magischen Explosion nur haarscharf dem Tod entkommen war, war seine Neugier und das Verlangen nach eben dieser Magie dahin. Er würde auch ohne zurecht kommen. Das war er bisher auch. Nathea ließ denBlick umher schweifen. "Möglicherweise gibt es einen anderen Zugang."
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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Mo 13 Jul 2015 - 16:01
Finwe beobachtete genau das Verhalten des anderen, als sie von schlupfkriechenden Schäumlingen sprach. Offenbar war er ihnen nicht begegnet und das machte sie nicht nur an seinen Worten fest, sondern auch an seinem Verhalten. Er schien sich etwas ganz anderes unter ihnen vorzustellen, als die junge Elfe es tat. Während er wohl dachte, es handele sich um etwas, das von unten angreifen würde, wusste die Daelwon, dass sie aus der Luft angriffen. Schäumlinge waren eine Art, die an Pilze erinnerte und sich in den Zwischenräumen in Baumrinden aufhielt. Sie krochen in ein Schlupfloch, um so Deckung vor Feinden oder auch vor Beute zu finden. Wenn sie angriffen, sprangen sie aus ihrer Deckung empor und befielen ihre Opfer, hielten sich in ihren Haaren fest und um besseren Halt zu finden, begannen sie zu schäumen. Für Außenstehende wirkte dies eher, als hätten die Opfer Seifenschaum im Haar und würden sich diese gerade waschen. Dass es sich um eine brennende Substanz handelte, wussten nur die Opfer selbst. Aber all das waren Geschichten, die Finwe einst gelesen oder von ihrer Großmutter erzählt bekommen hatte. Selbst war sie ihnen noch nicht begegnet, aber sie fürchtete sie und sie ahnte, dass sie sich hier in den Bäumen aufhielten und nur darauf warteten, dass man ihnen nahe genug kam.
"Meint Ihr?", fragte Finwe etwas skeptisch, als sie den Worten Natheas Gehör schenkte. Sie war sich nicht sicher, ob sie die Größe dieses Tempels aus dieser Perspektive überhaupt erfassen oder einschätzen konnte. Vermutlich befand sich irgendwo noch ein anderer Zugang, aber irgendetwas in ihr sagte, dass sie durch diese Trümmer sollten, dass sie den Haupteingang nehmen sollten. "Mit Magie lässt sich das ganz leicht beheben." Sie nickte entschlossen und richtete sich zentral vor dem Trümmerhaufen aus, visierte ihn an und wartete auf eine Zustimmung seitens Arynah und Nathea. "Tempel sollten immer durch den Haupteingang betreten werden.", erzählte sie, während sie das Geröll betrachtete und abschätzen musste, wie viele Pflanzen sich wohl darunter befanden. "Vielleicht ist es kein gewöhnlicher Tempel und wenn wir einen anderen Zugang nehmen, als den, der dafür vorgesehen ist, könnten wir den Zorn eines Gottes auf uns ziehen." Sie nickte erneut bestimmt und begann zu flüstern: "Wenn sich dort Kreaturen aufhalten, die nur darauf lauern, dass wir einen anderen Eingang nutzen?" Sie ließ ihren Blick einmal zu Arynah und dann zu Nathea schweifen. "Wenn sie wissen, dass wir diese Trümmer mit Hilfe von Magie wegräumen können, fürchten sie uns möglicherweise." Abermals nickte sie.

TBC: [Flachland][Kantorwald] Tempel des Scelus


Zuletzt von Finwe am Di 14 Jul 2015 - 18:09 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Arynah
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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Mo 13 Jul 2015 - 17:31
Finwes Ansichten zum Eingang des Tempels waren ausschweifend und bildlich. Jedoch war Ary sich scher, dass die Frau als Priesterin wissen musste, wovon sie sprach. Auch in der Silberhaarigen wuchs sie Furcht, dass sie etwas falsch machen könnten und dadurch Mächte beschworen, mit denen sie sich nicht einlassen wollten. Magische Schutzvorrichtungen mussten bei diesem Tempel zu finden sein und so war es das Beste, wenn sie den angestammten Weg nahmen.
"Ich könnte die Trümmer beiseiteschaffen", schlug die Myrani dann vor. Sie war zierlich und man sah ihr deutlich an, dass sie nicht über die körperliche Stärke verfügte, solche Trümmer zu verschieben. Aber die anderen beiden waren ebenfalls nicht in der Lage. Wie also sollte sie es vollbringen können?
Mit einer der mächstigsten Künsten der arkanen Magie. Der Alchemie. Während viele Laien diese Schule mit den Brauen von Zaubertränken verwechselten, wusste Arynah genau, dass es darum ging, Elementen eine andere Form oder sogar einen anderen Sinn zu geben.
Sie überbrückte mit einem Schritt das Gestein und legte ihre Hand darauf. Kurz suchte sie nach den richtigen Worten, bevor sie ihre Augen schloss und sich konzentrierte. So eine große Menge Gestein zu verformen war etwas anderes als aus einem kleinen Brocken eine Figur zu erschaffen. Aber hier musste sie nur grob vorgehen und keine große Kunstfertigkeit aufweisen.
„Sugre defeldesera-ka", murmelte sie. Unter ihren Händen bebte das Gestein und ihrem Willen folgend formte sich ein niedriger Tunnel. Er schien sich ohne irgendwelche Kräfte durch die Felsen zu fressen, indem das Material sich nach außen drückte und die Zwischenräume füllte. Auf diese Weise wurde der Durchgang stabilisiert.
Der Tunnel war groß genug, dass die beiden Elfinnen geduckt hindurchgehen konnten. Finwe war etwas größer als Arynah, aber dies auch nur eine Fingerbreite. Nathea hatte die durchschnittliche Größe eines Mannes und war demnach deutlich größer als die beiden Frauen. Für ihn sollte es schwieriger werden.
„Ich glaube, das sollte reichen", meinte sie und lächelte müde. Es hatte sie mehr angestrengt, als sie dachte. Dennoch stand ihnen nun der Weg offen. Ihr Abenteuer konnte beginnen.
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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Di 14 Jul 2015 - 9:37
Nathea war anderer Meinung; glaubte er eher daran, dass der Eingang nicht umsonst verschüttet war und das ein zweiter, möglicherweise kleinerer Eingang eventuell die bessere Entscheidung war. Er konnte sich nicht vorstellen, dass ihn ein Gott bestrafen würde nur weil er einen anderen Zugang gewählt hatte als den, der vom Gott auserwählt worden war. Er glaubte auch nicht, falls sich tatsächlich Kreaturen im Inneren aufhielten, dass sie sie mit etwas Hokuspokus verjagen könnten. Nathea scheute vor keinen Überraschungen zurück und war gespannt auf alles was ihnen begegnen würde. Seine Neugier brannte stärker als jede andere Emotion in ihm. Jedenfalls dachte er das.
Als Finwe erwähnte, der verschüttete Eingang ließe sich ganz leicht mit Magie beheben, versteinerte er innerlich und auf seinem ganzen Körper breitete sich eine Gänsehaut aus. Es war nicht so als hätte er Angst davor - zumindest solange er sicher gehen konnte, dass der Anwender auch wirklich wusste was er tat - jedoch bereitete ihm allein das Wort Magie Unbehagen. Wenn es irgendwie möglich war, dann verzichtete er auf jegliche Form der Magie.
Noch bevor er Einspruch einlegen konnte, hatte sich Arynah bereit erklärt die Trümmer für sie aus dem Weg zu räumen. Nathea wusste, dass sie damit wohl sicherlich keine alleinige Aufräumaktion meinte und als sie an das Gestein herangetreten war und ihre Hand darauf gelegt hatte, überschlugen sich seine Emotionen. Instinktiv und ohne es wirklich selbst zu merken legte er die Hand an den Bogen, bereit im nächsten Moment zu handeln, falls dies von Nöten war. Er veharrte jedoch und sah mit einer Mischung aus Unbehagen und Faszination zu wie die Steine unter Arynah's Händen zu beben begannen und sich ein kleiner Tunnel aus ihnen formte.
Als sie fertig war schenkte sie ihnen ein müdes Lächeln und Nathea nahm möglichst unauffällig die Hand vom Bogen. Es war besser, wenn sie davon nichts wussten; wollte er sie beide auf keinen Fall beunruhigen oder gegen sich aufbringen. Offenbar wusste Arynah was sie da tat und das beruhigte ihn ein wenig.
Neugierig trat nun auch er heran und begutachtete die Bauweise ihres Tunnels. Er machte einen stabilen Eindruck, war nur etwas klein geraten. Schließlich nickte er. "Gut. Los geht's."
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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Fr 18 Sep 2015 - 15:56
Cf: [Das Flachland][Kantorwald] Tempel des Scelus

Der Wald wirkte weniger düster als zuvor. Arynah wusste nicht, woran es lag. Die Bäume waren nach wie vor riesig und sie bildeten den einzigen Himmel, den sie sehen konnten. Die Elfe fühlte sich aber nicht unwohl in diesem Umgebung. Das, was ihr Unbehagen bereitete, war in Nathea. Der Schatten schien eine Präsenz auszuströmen, die Arynah förmlich auf ihrer bleichen Haut spürte. Sie war einnehmend und schwer. Nichts, was die Frau gerne fühlte, wenn sie ehrlich war.
Dennoch kamen sie gut voran. Der Guhl lief zusammen mit Finwe voraus, während Arynah und Nathea hinter ihnen waren. Der Mensch saß auf seinem Ross, das sich tapfer schlug. Sie liefen schneller als normales Schritttempo, aber verausgabten sich nicht. Auf jeden Fall wären sie rasch aus dem Wald und könnten dann den Weg begehen. Die Frau sehnte sich nach der strahlenden Sonne auf ihrer Haut.
Einige Minuten überlegte Arynah, was sie Nathea erzählen könnte. So wie es bisher geklungen hatte, war ihr Leben wunderbar gewesen, aber dem war nicht so. Sie hatte in Gefangenschaft oder in Hass gelebt. Ihre letzten Jahre waren ein Krieg gewesen. Heute wusste sie es besser, aber damals hatte sie viele Fehler gemacht. Nur weniges in ihrem Geiste waren gute Erinnerungen.
"Ich arbeite an der Akademie", begann sie nun und versuchte, etwas Schönes aus ihrem jetzigen Leben zu finden. In Leben in Reue. "Die ersten Tage waren recht schwer für mich, da jeder andere Erfahrungen als ich hatte. Ich kannte die Welt vor ihrer Zerstörung, aber ihr alle wurdet in der Dunkelheit geboren, die ich nie gesehen habe. Ich helfe einigen Historikern dabei, die Geschichte vor der Heronagatorpsin wieder aufzurollen. Das mach ich gerne, aber noch lieber verbringe ich meine Nachmittage draußen, wenn die jungen Magier praktische Übungen machen." Sie schaute zu dem Mann auf und lächelte milde. "Es sind viele Kinder dabei, die sich an kleinen Zaubern der arkanen Schule versuchen. Ihr Lachen ist wunderbar. Ich höre es so gerne. Ich hätte nie geglaubt, dass nach all den Jahren mir das Lachen eines Kindes so viel bedeuten könnte. Aber es drückt so viel aus. Wo Kinder sich freuen können, kann nur das Glück vergraben liegen", meinte sie und richtete ihren Blick wieder auf die Straße vor sich. "Ich wünsche mir, dass Nanka immer so ein friedlicher Ort bleibt. Eine Stadt, in der Kinder lachen können und sich vor nichts fürchten müssen. Wenn es sein muss, werde ich dafür persönlich sorgen." Oft hatte sie sich gefragt, warum sie gerade in Nanka – einem Paradies – war. Warum sie dort und nicht im düsteren Ayli. Manchmal glaubte sie, dass die Götter wollten, dass Arynah dort verharrte und ihre Pflicht erfüllte. Dass sie der auf ihr lastende Fluch griff. Was ihr vor ihrem Tod wie eine Qual vorgekommen war, kümmerte sie heute nicht mehr. Sie würde gerne sterben, wenn sie nur dieses wunderbare Lachen bewahren konnte.

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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Mo 21 Sep 2015 - 10:36
CF: [Das Flachland] [Kantorwald] Tempel des Scelus

Es war mühselig sich auf dem Rücken seiner Stute zu halten und nicht seitlich hinabzurutschen. Nathea fühlte ihre Anspannung unter seinen Beinen aber sie schlug sich gut. Sie war ein tapferes Ross. Vermutlich wäre sie am liebsten losgaloppiert aber bisher behielt sie den zügigen Gang bei, sodass die beiden Elfen sowie der Ghul noch gut mithalten konnten ohne gleich völlig außer Atem zu sein. Auch sie schlugen sich gut. Sie setzten so viel auf's Spiel und dennoch blieben sie stets an seiner Seite.
Dankbar über Arynah's Bemühen lauschte er ihr erneut. Sie arbeitete also an der Akademie. Nathea hatte diese bisweilen noch nie aufgesucht. Dort gab es für seinen Geschmack zu viele Magier oder schlimmer noch: zu viele Magier, die mit der Materie noch nicht ganz vertraut waren. Nie würde er auch nur einen Fuß hinein setzen. Andererseits... er trug einen Schatten in sich. Was konnten ihm da irgendwelche magischen Experimente anhaben? Wenn er dies überlebte, dann würde er auch das bisschen Magie in der Akademie überleben. Vielleicht sollte er seine Angst überwinden und sich an der arakanischen Schule versuchen. Im Kampf könnte dies sicher von Vorteil sein, ebenso auf seinen Diebeszügen. Vielleicht könnte er Arynah bitten, ihn zu begleiten und-!
Ein plötzlicher Schrei in seinem Inneren ließ seinen Kopf beinahe explodieren. Der Schmerz vernebelte ihm die Sicht. Schwindel überkam ihn und brachte ihn in eine bedrohliche Schieflage, die ihn beinahe vom Pferd fallen ließ. Er wollte die Arme heben und die Hände an den Kopf pressen aber der Steinring hielt ihn davon ab. Sein Kopf fühlte sich an, als würde sich etwas darin ausbreiten und ihn wie einen Luftballon immer weiter aufblasen, bis der Widerstand zu groß wurde. In ihm hallten die Schreie des Schattens, die ihn lähmten und quälten. Nathea kämpfte und tobte, während der Schatten ihm Bilder zeigte um seinen Hass zu schüren. Immer und immer wieder zerfetzte er diese und drängte das Wesen wieder weit zurück, so weit es ihm möglich war. Die Schreie wurden leiser und ebbten schließlich ab. Der Schatten war vorerst wieder unter Kontrolle aber er hatte große Wunden in seinem Innersten hinterlassen. Wunden, die ihn blutend und geschwächt in völliger Stille zurückließen.

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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Mi 23 Sep 2015 - 19:04
Arynah zuckte zusammen, als sie bemerkte, dass Nathea vom Pferd zu kippen drohte. Sie biss sich auf die Unterlippe und versuchte irgendeinen Weg zu finden, um dem Mann zu helfen, aber ihr fiel nichts sein. Nichts, was sie in ihrem langen Leben gesehen hatte, schien sich zu eignen. Und dann kam ihr ein Gedanke. Einer, der sie erschaudern ließ, aber so nahe an der Realität und dieser Situation war, wie sie es sich niemals hätte vorstellen können.
"Wisst Ihr, warum man auf der dritten Ebene nicht getötet wird?", fragte sie plötzlich als sie der Meinung war, dass Nathea wieder lauschen konnte. Sie sprach nun ein Thema an, das ein zweischneidiges Schwert sein könnte. Entweder sie half dem Mann oder stieß ihn noch tiefer in den Abgrund. "Eine Seele verhält sich auf unterschiedliche Weisen. Wenn man eine Seele immer wieder den Tod erfahren lässt wie man es auf der zweiten Ebene tut, so gibt sie irgendwann auf und ihre Persönlichkeit löst ist. Auf diese Weise verliert der Geist seine Boshaftigkeit. Aber auf der dritten Ebene bekämpft man die sieben Todsünden." Sie machte eine Pause und schluckte. "Man will eine Eigenschaft aus der Seele lösen. Nur eine. Und dafür muss man sie leiden lassen. Immer und immer wieder. Der Tod wäre nur die Erlösung. Der Tod setzt alles wieder zurück und verhindert die Einsicht, die man in der dritten Ebene erreichen will." Sie wollte sich ihr Leid damals nicht vorstellen. Nicht mehr. Ein Leid, das sie verdient hatte. "Aber am Ende, wenn man endlich gereinigt ist, geht man gestärkt hervor. Als ich verstanden habe, welchen Sinn mein Leid hatte, wusste ich, dass die Qualen etwas Gutes waren. Sie haben mich geläutert." Sie sah zu ihm auf. "Eure Qualen sind etwas ähnliches. Ihr tut etwas Selbstloses Nathea. Etwas, aus dem Ihr gestärkt hervor geht. Füllt Eure Brust mit Stolz, denn es ist ein Gefühl und eine Empfindung, die ihr verspüren dürft."
Sie atmete tief ein und richtete ihren Blick wieder nach vorne. Die Bäume waren nach wie vor dicht und doch schien sich Arynah einzubilden, einen Schimmer Licht zu sehen.

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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Do 24 Sep 2015 - 11:31
Nathea's Sicht klärte sich ein weiteres mal. Er hatte die Kontrolle zurückerlangt. Er versuchte sich zu orientieren und fand sich noch immer auf dem Rücken seiner Stute sitzend wieder. Sie war unruhig und Nathea hatte Mühe sich wieder zurück in den Sattel zu schieben. Es gelang ihm erst beim dritten Anlauf. Sein Atem ging schwer und die Luft um ihn fühlte sich mit einem mal so drückend an. Das ist sie nicht, sprach er zu sich selbst. Der Schatten spielt dir Streiche. Er ermahnte sich ruhig zu bleiben und gleichmäßig zu atmen. Es gelang ihm mit etwas Konzentration aber es gab so vieles auf das er sich gerade konzentrieren musste.
Langsam hob er den Kopf und blickte nach vorn. Noch immer waren sie umzingelt von Bäumen und Moos. Nathea versuchte sich an all die Dinge zu erinnern, die ihn auf dem Hinweg so fasziniert hatten. Die Pflanzen, die Tiere, die Geräusche - ja, der Wald selbst hatte ihn beeindruckt. Noch nie zuvor hatte er einen betreten, doch heute war er gleich in's Herzstück des Waldes vorgedrungen und hatte so viele neue Dinge gesehen. Sein eigenes Herz klopfte so stark, dass er glaubte es würde ihm gleich aus der Brust springen. Er war sich nicht sicher, ob die freudigen Erinnerungen dies verursachten oder es unter all dem Schmerz und der Überanstrengung einfach stärker arbeiten musste.
Arynah's Stimme riss ihn aus den Gedanken. Mühsam dreht er den Kopf zur Seite. Er wollte sie sehen und wissen ob es ihr gut ging. Es durfte auch für die Elfe nicht einfach sein sich seinetwegen mit all ihren Erinnerungen auseinandersetzen zu müssen. Nathea wusste, dass sie nicht gern über ihre Vergangenheit sprach und doch tat sie es. Sie offenbarte einen Teil von sich selbst, der ihr schwer fallen musste. Da war Nathea sich sicher. Er hatte sie nie darum gebeten mehr von sich preiszugeben aber er war ihr dafür sehr dankbar. Es half ihm sich zumindest zeitweise gegen den Schatten zu behaupten. Arynah's Vergangenheit war bei ihm sicher. Er würde nichts davon preisgeben, es sei denn sie würde ihn darum beten. Es mochte ironisch klingen wenn diese Gedanken von einem Dieb stammten, dessen halbes Leben auf Lügen beruhte aber auch einem Dieb durfte man Vertrauen schenken. Zumindest wenn man die Sache richtig anging und wusste mit wem man es zu tun hatte. Arynah und Finwe kannten ihn besser als jeder andere Mensch es je tat. Selbst seinen Mädchen hatte er einiges verschwiegen. Einzig und allein sein Freund Ren kannte ihn besser als die beiden Elfinnen, doch der war nicht hier.
Nathea lauschte ihren Worten über die dritte Ebene, während er sie schweigend beobachtete wie sie neben seinem Ross voran schritt. Es fiel ihr nicht einfach darüber zu sprechen, das sah er ihr an. Am liebsten hätte er ihr befohlen zu schweigen, um ihr den Kummer zu ersparen aber er brachte keine Worte über die Lippen. Am Ende sprach sie ihm Mut zu und ermahnte ihn stolz auf sich und seine selbstlosen Taten zu sein. Immer und immer wieder hallten ihre Worte in seinem Kopf nach. Sie hatte recht. Er durfte nicht aufgeben. Vielmehr war dies eine Prüfung, aus der er gestärkt hervor gehen würde.

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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Fr 25 Sep 2015 - 2:44
cf: [Nanka] Stadttor

"Ich habe schon realtive oft Jagt gemacht. antwortete Zuko mit einem leichten Schulter zucken auf die Frage seines Begleiters Ich jage häufig mein Essen selbst, da war auch schonmal ein Bär dabei, aber ich muss gestehen oft bin ich diesen Tieren noch nicht begegnet. fügte Zuko in einem neutralen Ton hinzu. Er hatte keine Angst vor diesen Riesen, sie waren nicht halb so gefährlich wie andere Dinge die er schon bekämpft und besiegt hatte. Hab ihr den schon viel Erfahrung im Jagen? fragte er dann um sich zu vergewissern wie viel Arbeit auf ihn zukommen würde. Er hoffte darauf das sein Begleiter nicht nur so aussah als hätte er schon viel erlebt sondern es auch wirklich hatte, da er nichts mit jemandem anfangen konnte der ihm keinen Vorteil verschaffte, dann hätte er den Auftrag auch allein erledigen können.
Endlich sah er die ersten der großen Bäume die den Waldrand säumten. Er starrte in den Wand hinein, die Bäume standen dicht an dicht und er hatte schon von vielen gehört die sich in diesem Teil von Nanka verlaufen hatte und nie wieder zurück nach Hause gefunden hatten, gut das er ein guter Spurenleser war und sich noch nie verlaufen hatte. Da würde er auch bei diesem Wald keine Ausnahme machen. Er sah wieder zu seinem Begleiter Ich hoffe ihr habt einen guten Orientierungssinn. er grinste und ging ein Stück in den Wald hinein. Er betrachtete die Bäume und hielt ausschau nach Spuren eines Bären.
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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Fr 25 Sep 2015 - 16:12
[Nanka] Stadttor

Das war schonmal was Gutes. Zuko schien tatsächlich bereits Erfahrung mit dem Jagen zu haben. So schwer konnte es also nicht werden, einen Bären zu erlegen. Auf die Frage seines Begleiters nickte Ilyrijan lediglich knapp und meinte: "Ich hab schon so einige Erfahrung im Jagen, macht euch da mal keine sorge." Er musste ja nicht erwähnen, dass es sich dabei nicht um Tiere gehandelt hatte. Wobei... nein, die Monster die er gejagt hatte, waren widerwärtiger gewesen, als auch das erbärmlichste Tier.
Ilyrijan betrat den Wald und schaute sich um. Die hohen Bäume über ihm bildeten mit ihren Ästen ein dichtes Dach, doch es waren noch viele Stellen kahl, vom zurückliegenden Winter und so erreichte genügend Sonnenlicht den Waldboden, um sich nach Spuren umzusehen. "Ich werd mich schon nicht verlaufen", meinte er zu Zuko, "Ich glaube nicht das Bären so nahe an den Waldrand kommen. Wir sollten tiefer hineingehen."
Er machte einige Schritte weiter, den Blick immer auf den Boden gerichtet. Es würde vielleicht nicht schwer sein, den Bär zu erlegen, aber erstmal mussten sie einen finden. Man musste natürlich auch unbedingt Bäreneintopf machen. Irgendein anderes Tier war auf keinen Fall gut genug! Manchmal waren Menschen wirklich nervend. Wenigstens kam er so aus der Stadt raus. Der Engel blieb stehen und schaute zum Himmel, der bis auf einige weisse Flecken strahlend blau war. Er schloss die Augen und atmete tief ein. Der Morgen war seine liebste Zeit. Wenn der Tag noch jung und frisch war. Vor allem wenn man eine Nacht durchgearbeitet hatte, die Kerzen langsam niederbrannten und der Raum stickig und düster war. Wenn dann die ersten Sonnenstrahlen durch die Vorhänge schienen und man die Fenster öffnete, fühlte man sich gleich etwas erfrischter.

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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Fr 25 Sep 2015 - 23:54
Ilyrijan war also schon ein erfahrender Jäger, das würde ihren Auftrag um einiges erleichtern. Zuko nahm seine Aussage mit einer kühlen Geste entgegen und denn etwas sagte ihm das Ilyrijan nicht alles erzählte, aber er hatte auch kein Bedürfnis nachzufragen und ihn im Zweifel damit zu belästigen, denn ein Streit konnte die Jagt erschweren oder gar unmöglich machen. Der Halbgott verkniff sich also eine Bemerkung zu diesem Thema und lauscht den weiteren Worten seines Begleiters.
Zuko hatte seinerseits auch keine Hoffnungen das sich ein Bär an den Waldrand verirren würde, man konnte es ja auch nicht einmal einfach haben. Naja, wie auch immer der Bär musste gefangen werden und das möglichst bald, damit der Auftragsgeber nicht ungnädig wurde. "Ja da stimme ich dir zu lass uns in den Wald hinein gehen!"
Ilyrijan ging ein paar Schritte in den Wald hinein und sah erst auf den Boden, dann jedoch wanderte sein Blick in den Himmel. "Ich glaube nicht das du da oben einen Bären finden wirst!" meinte Zuko, die Worte hatten schneller seinen Mund verlassen als er darüber nachdenken konnte, aber was sollte es Wahrheiten mussten ausgesprochen werden und wenn Ilyrijan die ganze Jagt über in den Himmel starren würde, konnte die Jagt doch länger dauern. Aber zum Glück würde das dichte Blätterwerk der Bäume die Sicht versperren.
Zuko ging Ilyrijan hinterher und an ihm vorbei tiefer in den Wald hinein, dabei suchte er mit den Augen die Umgebung nach Zeichen eines Bären ab.
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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   So 27 Sep 2015 - 12:13
Langsam gingen Arynah wirklich die Themen aus. Ernüchternd stellte sie fest, was für ein Leben sie hatte. Wie finster es eigentlich war im Vergleich zu dem anderer. Sie wünschte sich, noch ein Mal von vorne anfangen zu können. Als sie weder sich den falschen angeschlossen hatte noch ihr Elternhaus verließ. Heute wusste sie, dass sie sie zu ihrem Besten eingesperrt hatten. Aber damals war es etwas ganz anderes gewesen.
"Dort vorne", sagte sie plötzlich, als sie das Ende des Waldes sah. Licht drang zwischen den Bäumen hervor. Sie lächelte sanft und schaute wieder zu Nathea hinauf. "Sobald wir den Wald verlassen haben, ist es nur noch ein kurzer Weg. In Nanka werden wir sofort einen Tempel aufsuchen. Dann seid Ihr bald befreit", erklärte sie ruhig und verbarg ihre eigene Aufregung und Untersicherheit. Sie musste weiterhin stark sein, denn ihre Stärke sollte auf Nathea übergehen.
Und dann kam ihr eine neue Idee. Ein neuer Gedanke. Eine wenigen Geschichte. "Nanka ist ein wunderbarerer Ort. Ich schätze es sehr, dort leben zu dürfen", begann sie. "Wie Ihr wisst, habe ich ein Teil meines Gedächtnisses verloren. Ich bin vor einigen Wochen einfach mitten in der Stadt aufgewacht. Die Akademie hat mich freundlicherweise aufgenommen." Sie schmunzelte. "Einer der Professoren ist ein ganz verrückter Vogel. Ständig hat er zerzaustes Haar und startet seltsame Experimente, die gar nichts mit Magie zu tun haben. Er sagt, es sei die nicht magische Form der Alchemie, die er praktiziert. Letztens erst hat er ein paar Flüssigkeiten zusammengemischt und sie begangen wunderschön zu leuchten. Und das ganz ohne Magie. Er sagte, die Schönheit der Welt liegt nicht nur in unseren eigenen Händen. Wir sollen hinausgehen und erkennen, was sie uns zu bieten hat." Kaum hatte sie das gesagt, brachen sie aus dem Wald hervor. Vor ihnen lag der Weg, den Finwe und Arynah schon auf ihrer Anreise genutzt hatten. In der Ferne bildete sich Arynah ein, Nanka zu sehen.

Tbc: [Das Flachland] Die weiten Wiesen

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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Mo 28 Sep 2015 - 11:58
Ilyrijan öffnete die Augen und unterdrückte einen Seufzer. Weshalb hatten die Leute heutzutage keinerlei Manieren mehr? Solche unangebrachten Unhöfflichkeiten waren doch wirklich nicht nötig und verdarben lediglich jedem die Laune ohne in irgendeiner Form konstruktiv zu sein. Die Entspannntheit des Augenblicks war jedenfalls vergangen und Ärger machte sich in Ilyrijan breit. Waren sie etwa so in Eile, dass er nicht einmal mehr kurz die Schönheit des Morgens geniessen durfte? Deshalb war er schliesslich eigentlich hier. Ausserdem hatten sie den ganzen Tag Zeit und mussten ihre Beute erst am Abend abliefern. Der Engel richtete seinen Blick wieder auf den Waldboden. Seine ungewöhnlich gute Laune war verflogen. Doch er liess sich nichts anmerken. Lächelnd wandte er sich zu Zuko und meinte in fröhlichem Tonfall: "Ich geniesse nur die frische Luft. Findet ihr nicht das es ein aussergewöhnlich schöner Morgen ist?" Er folgte seinem Begleiter. "Dann lasst uns mal auf die Suche gehen."
Je weiter sie in den Wald kamen, desto verwilderte wurde die Gegend. Äste und Laub lagen auf dem Boden und versperrten oft den Weg. Sie waren schon eine Weile unterwegs als sie schliesslich an einen kleinen Tümpel kamen. Die Erde unter ihnen war aufgeweicht und matschug . Sogleich ebtdeckte Ilyrijan Abdrücke in dem Schlamm. Er hockte dich daneben und unersuchte die Spur genauer: "Die sind definitiv von einem Bären und ich denke sie sind noch recht frisch. Vielleicht finden wir noch eine Spur", meinte er zu Zuko und gab ihm ein Zeichen näher zu kommen.

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BeitragThema: Re: [Das Flachland] Kantorwald   Di 29 Sep 2015 - 22:23
Ilyrijan riss sich endlich von seinen schönen Wolken los und kam wieder ins hier und jetzt zurück. Na endlich es hatte ohnehin schon viel zu viel Zeit geraubt. Zuko bekam ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht. Der Blick seines Begleiters war freundlich wie immer. Zuko fragte sich wirklich wie man immer so freundlich sein konnte. Als er den Halbgott fragte ob er nicht fände das es ein schöner Tag wäre, sah Zuko ihn ein wenig ungläubig an, dieser Mann war ihm wirklich ein Rätsel. Ich denke nicht das es einer der besten Tage meines Lebens wird, aber er ist ganz passabel. meinte Zuko mit einer neutralen Stimme Schließlich kann man nicht jeden Tag einen Bären erlegen Wenn Zuko ehrlich zu sich war freute er sich sogar auf den Kampf mit dem Bären, es war zwar nicht so das er lange nicht mehr gekämpft hatte aber man sollte keine Chance vergehen lassen seine Kampffähigkeiten auf die Probe zu stellen, auch wenn es nur ein Bär war. Manchmal erinnerten ihn diese einfachen Kämpfe daran das er noch mehr an seine Grundfähigkeiten trainieren musste.
Ilyrijan riss ihn aus seinen Gedanken als er behauptete eine Spur gefunden zu haben. Zuko kniete sich neben seinen Begleiter und begutachtete die Spuren die er gefunden hatte. Sie stammten eindeutig von einem Bären. Zuko sah sich um und entdeckte einen umgeknickten Zweig eines Busches. Er ging auf den Zweig zu. Ich denke er ist in diese Richtung gegangen. Der Halbgott schaute zu seinem Begleiter und forderte ihm damit auf sich diese neue Entdeckung anzuschauen. Zuko war sich zwar ziemlich sicher das sie von dem Bären stammen musste aber manchmal sah er auch nicht alles und da war eine zweite Meinung häufig hilfreich auch wenn er dies nie zugeben würde.
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