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 [Nanka][Elfe][Diebin] Rue Arvânel

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Rue
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BeitragThema: [Nanka][Elfe][Diebin] Rue Arvânel   Mi 12 Aug 2015 - 21:19


Allgemeines



NAME: Rue „Anae“ Arvânel [Ruh  | Ana-e]
In ihrer Tätigkeit vermeidet es die junge Elfe ihren wahren Namen an ihre Interessenten weiterzugeben, einerseits zum Schutz, andererseits sieht sie sich während der Arbeit als jemand völlig anderes. Außerdem verpflichtete sie der Besitzer des Bordells, für welches sie arbeitet, dazu sich stets mit ihrem Künstlernamen, wie er es umschreibt, zu nennen um ihm spätere Probleme zu ersparen.

RUFNAME: Rue | Anae
Diejenigen, die in den Genuss kommen ihr Vertrauen zu genießen und damit ihren wahren Namen in Erfahrung bringen, nennen sie für gewöhnlich bei diesem. Der Rest kennt sich nur unter Anae, wenngleich im Streit auch andere Namen wie Flittchen oder vulgärere fielen.

TITEL: Eisblume [Nuheta kraezu-rag]
Ruhig und eiskalt, wie sie erscheint, wurde ihr im zwielichtigen Kreis dieser Titel verliehen. Sie ist sich dessen bewusst, interessiert sich dafür jedoch keineswegs.

RASSE: Himmelselfe
Obwohl sie zu den Himmelselfen zählt, hat Rue nur wenig gemein mit diesen. Nichtzuletzt, weil sie ein Leben fern von diesen führten und auch ihre Familie die fliegende Städte getrieben durch Neugierde verließen - wenngleich sie es kurze Zeit später zu bereuen begannen.

BERUF: Diebin
Die Bezahlung Carêviens reichte kaum zum Überleben aus und da sie sich von ihm nicht lösen konnte, sah die Elfe nur noch eine Möglichkeit darin nicht hungern zu müssen: Sie musste andere bestehlen, wenn sie am Leben bleiben wollte. Die meist Zeit über ist sie jedoch eine Dirne unter Carêviens Diensten.
Das Haus Gorgon ist nicht unweit des Marktplatzes in Nanka, dabei tarnt es sich offiziell als Schmiede – der Eigentümer geht dabei tatsächlich der Schmiedekunst nach, jedoch darf man sich davon nicht täuschen lassen. Sie ist eher karg eingerichtet, über der schlichten Tür hängt ein einfaches Holzschild auf dem mit geschwungenen Lettern »Schmiede Gorgon« steht, während der Innenraum sich nicht von üblichen Schmieden unterscheidet.
Beim Eintritt wird der Kunde direkt von einer hochgewachsenen Dame mit feuerroten Haaren empfangen, die mit wenigen Anspielungen herausfindet, was er sucht. Erst wenn ersichtlich ist, weshalb er hier ist, öffnet sich an der hinteren eine kleine Tür die in verbogene Räume führt. Tatsächlich macht die gesamte Schmiede einen eher ungewöhnlich kleinen und fast schon kuscheligen Eindruck, während sich im hinteren durch einen geheimen Mechanismus, welchen das angebliche Ehepaar kennt, eine Tür geöffnet wird, die das wahre Geschäft offenbart. Ein langer breiter Flur führt nach hinten in welchem verschiedene Stühle sind auf denen junge Mädchen sitzen und den Anwesenden Freiern oder Freierinnen ein Lächeln schenken.
Doch niemand kennt die Geschichten der anwesenden Seelen, doch sie sind allesamt nicht freiwillig hier. Carêvien holt sich seine Ware, wie er sie nennt, durch Handel, weshalb es in dem Freudenhaus Frauen unterschiedlicher Rassen und Persönlichkeiten gibt. Die meisten Mädchen kommen bereits im Kindesalter hierher, die Jüngsten sind dabei zwölf bis dreizehn Jahre alt, jedoch werden sie nicht aktiv ins Geschäft eingebunden bis sie das sechzehnte Lebensjahr erreichen – sie sind mehr für die Verpflegung der restlichen Dirnen zuständig, bis sie selbst reif genug sind um selbst zu arbeiten. Dem langen Gang folgen zwei kleinere Räume rechts und links, während Stufen hinauf führen zu den Zimmern in denen die Mädchen arbeiten – sollten sie es überhaupt nach oben schaffen – gleichzeitig sind es die Schlafräume dieser, da sie in diesem Haus leben. Das Lächeln der Mädchen mag Idylle vorgaukeln, dabei sind sie das Eigentum Carêviens welcher jeder Frau sein Mal mit roter Tinte unter die Haut stechen lässt und im Notfall, sollten sie aufmüpfig werden, zu Gewalt greift um sie zur Räson zu rufen. Dabei wird er von der ältesten Dirne, die er von ihren Diensten freisprach, unterstützt, welche die Mädchen antreibt. Sie ist auch stets in Begleitung der Mädchen, welche Freigang genießen, jedoch auch nur um zu Arbeiten oder neue Kunden anzulocken. Doch nicht jede genießt diesen Luxus, sondern nur diejenigen die gut verdienen.


FRAKTION: Nanka
Rue glaubt nicht an das friedliche Leben von dem so viele in Nanka sprechen - dafür hat sie zu viel erlebt und gesehen, doch da sie dort lebt zählt sie wohl oder übel zu diesen, obwohl sie sich nicht gehörig zu ihnen fühlt.

GEBURTS-& WOHNORT: Nanka
Dort geboren und durch den Brethil und dessen Geschäfte gebunden, fristet sie ihr Leben in Nanka..

GEBURTSTAG & ALTER: 14. Krah, 520 Jahre
Körperlich erweckt Rue den Eindruck gute 24 Menschenjahre alt zu sein, dabei ist ihr Geist weit aus älter.

GESCHLECHT: Weiblich
Obwohl sie unverkennbar weiblich ist, ist darauf kein Verlass, denn um ihre Ziele zu erreichen ist es ein Leichtes für die Elfe ihre eigentliches Geschlecht zu verbergen.


Physiologische Ebene




AUSSEHEN: Rue ist von kleiner und zierlicher Statur. Mit ihren ein Meter achtundsechzig überragt sie nur die wenigsten und geht gerne in der Menge unter, vorausgesetzt sie verbirgt ihre auffällige Mähne. Das hellblonde fast schon weiße Haar umrahmt ihr im spitzzulaufenden Kinn endende Gesicht, wie ein wallender Wasserfall und reicht ihr offen gar bis zum Steißbein.
Sie trägt es oft nur offen, so dass es ihr über die Schultern fällt, denn Carêvien meint es wäre gut für das Geschäft – hat sie selten etwas Zeit für sich – wird es gebändigt und zu einem strengen Zopf gebunden, damit es ihr nicht immer wieder ins Gesicht fällt, aber auch hier verirren sich einzelne Strähnen. Wird ihre Haut genauer gemustert, sind feine, kaum erkennbare, Narben zu erkennen, welche sich über ihren ganzen Körper erstrecken, lediglich ihre Gesichtszüge blieben davon verschont – sie zeigen und erzählen die vergangenen Taten des Brethil. Lediglich eine einzige, tiefe Narbe prangt wie ein Mahnmal auf ihrer Unterlippe und erinnert mit jedem Blick in den Spiegel an jene Nacht in der sie das erste Mal versuchte seinen Klauen zu entkommen. Rue erscheint jung, doch sobald sie sich herrichtet, bevor die Freier kommen, die blauen Augen mit dunklen Kohlestrichen betont, wirkt sie älter und durch den fast leblosen Blick am Ende ihrer Kräfte. Die Augenringe sind Überbleibsel schlafloser Nächte in denen sie kaum Ruhe fand, weil stets jemand nach ihr verlangte oder Alpträume sie schweißgebadet aus dem kurzen Schlaf rissen. Die junge Frau ist keine Schönheit, denn ihr Körper ist trotz vorhandener weiblicher Kurven eher flach und kaum ansprechend – würde sie die Haare gänzlich verbergen, könnte sie jemand für einen jungen Knaben halten.
Bei Kleidung ist sie nicht wählerisch, denn um sich die edlen Stoffe und Kleider, deren ihre Dresse nachempfunden sind, kaufen zu können besitzt sie nicht das nötige Geld. Obwohl Rue es gewohnt ist Tag ein, Tag aus lange Kleider und hohe Schuhe, die an den Füßen nur Schmerzen, zu tragen, bevorzugt sie alles enganliegende, damit es ihr die nötige Beinfreiheit gibt. Seit ihrer Abreise aus der Heimat blieb ihr lediglich eine zerrissenes Stück Stoff, welches sie notbedürftig hinter ihrem Rücken zusammen gebunden hat, damit es zumindest alles notwendige verdeckt, während sie ihren Unterleib in eine dunkle Leinenhose, die an diversen Stellen kleine Löcher aufweist und nur bei warmen Temperaturen etwas Schutz bietet, hüllt. Ihre ganze Kleidung erscheint nicht nur sehr dünn, sondern ist es und ist alles andere als robust, lediglich ihre Füße stecken in dunklen Stiefeln. Ihre langen spitzen Ohren werden an mehreren Stellen von Ringen geziert, welche sie sich damals als Kind widerwillig von Carêvien stechen ließ, dabei ist dies nicht ihr einziger Schmuck, an ihrem Hals hängt an einem schlichten Lederband ein blauer Stein, um dem sich etwas Silber rankt – das einzige, was ihre Mutter ihr hinterließ. Außerdem ist ein fliederfarbenes Schleifenband um ihren Hals, welchem sich niemand nur ein Stück nähern darf. Egal wer es nur wagt seine Hand in die Richtung des augenscheinlichen harmlosen Bandes zu strecken, zurückgestoßen wird. Das auffälligste, kommt jemand außer ihrer Kunden in den Genuss Rue unbekleidet zu sehen, ist die rote Tätowierung die sich über ihren gesamten Rücken erstreckt und sie als Mädchen, des Hauses Brethil zeichnet. Etliche antike Inschriften dienen dabei als Zierde, deren Bedeutung nicht einmal Carêvien kannte, diese dennoch zu Zierzwecken missbrauchte.
Betritt sie einen Raum, so wird es für gewöhnlich unverzüglich still. Die Blicke sind auf sie gerichtet, wobei sie keinen einzigen davon wahrnimmt. Eine unglaublich schmerzhafte Kälte scheint den von ihr betretenen Raum zu erfüllen; doch liegt dies einzig und allein in der Fantasie des Betrachters. In ihrer Nähe wird einem gleich ganz kalt ums Herz. Das einzige an Rue, das wirklich geborgene Wärme ausstrahlt, ist lediglich das falsche Lächeln auf ihren Lippen. Mehr nicht. Nicht einmal im Spiegel ihrer Seele - ihren Augen - gibt es Anzeichen von ernst gemeinter Freundlichkeit oder anderen positiven Emotionen. Aus diesem Grund behandelt man sie anfangs auch sehr vorsichtig; viele trauen sich schon gar nicht, sie anzusprechen oder anders mit ihr in Kontakt zu kommen. Sollte man sich aber dennoch in einer Konversation wiederfinden, ist es meist so, dass nur über banale und geschäftliche Dinge geredet wird. Niemand wagt es oder traut sich, der Frau persönliche oder gar intime Fragen zu stellen, aus Angst, sie könnten auf der Stelle zu Eis erstarren. Diese Unnahbarkeit, die von ihr ausgeht, kann aber auch ihre Reize haben. Zum Beispiel wird Rue gleich in die Kategorie 'Mysteriös und Geheimnisvoll' hineingeworfen, was zusätzlich die Neugier der Leute und besonders die ihrer Freier weckt. Ist sie wirklich so kalt und unnahbar, wie sie sich gibt? Oder steckt da doch vielleicht doch ein weicher Kern in ihr? Geht jemand nach diesem Schema vor, so befindet er sich wohl bald näher an ihr, als ihm lieb ist. Diese Informationen muss man sich nämlich verdienen, ansonsten läuft man dauerhaft auf dem Holzweg.

BESONDERHEITEN:

  • Sie besitzt für ihr Volk die typischen spitzen Ohren.
  • Auf Rues Rücken prangt eine rote Tätowierung.
  • Ihr Körper ist von schwach erkennbaren Narben bedeckt, bis auf ihr Gesicht.
  • Sie trägt ein Band um ihren Hals, das niemand berühren darf.
    Dabei handelt es sich um das magische Bändchen Ivanas, welches den Mädchen verbietet über ihre Arbeit zu reden oder die Personen im Haus. Des Weiteren ermöglicht es damit Carêvien oder Irana die Mädchen schnell zu beseitigen, denn zieht man an dem Schleifchen und löst es, wird der Hals mit Magie durchtrennt, was folglich zum Tode führt.
  • Um ihren Hals hängt ein Lederband mit einem blauen Stein.
  • Wird sie auf ihre Tätigkeit als Dirne angesprochen, kann sie nicht darüber reden. Lediglich der Satz  »Mo famma-unr ionera-nan-dekoariragera.« »Diese Lippen sind versiegelt.« vermag sie auszusprechen.



Soziale Ebene



FAMILIE: Ethan Arvânel, Vater, 2800 Jahre
War zu den Zeiten, als er noch gesund war, ein groß gewachsener und dünner Mann mit erdbeerblondem schütterem Haar. Durch seine Brille auf der kleinen knolligen Nase wirkte er wie ein gelehrter, trotzdem war es klar, dass das Leben ihn zeichnete: Er war verbittert. Seine zynische Art und sein Sarkasmus, gepaart mit subtilen Beleidigungen (in denen er es jedoch vermied Juserus zu erwähnen) und Wortspielen hoben dies hervor. Dennoch schenkte er seiner einzigen Tochter die Zuneigung, die sie verdiente und zog diese gemeinsam mit seiner Mutter groß. Einst wurde er Opfer eins Raubüberfalls dessen Verletzungen ihn schließlich lähmten und bettlägerig machten. Damit musste seine Mutter gleichzeitig sich um ihren Sohn und ihre Enkelin kümmern, während letztere sich dazu entschloss die Familie zu unterstützen und sich in ein Milieu stürzte aus dem es keine Ausflucht mehr gab.

Louna Arvânel, Oma, 2000 Jahre
Sie ist eine einfache Bäuerin, die es bevorzugt zur Entspannung zu wandern. Nachdem ihr einziger Sohn ans Verletzt und damit bewegungsunfähig wurde, nahm sie sich seiner an und pflegt ihm seit jeher. Sie versucht sich dabei mit dem Anbau und Verkauf von Gemüse über Wasser zu halten, dabei reicht es nicht für alle. Ihre Enkelin zog sie gleichzeitig groß und bemühte ihr sich ein angenehmes Leben zu ermöglichen.

BEKANNTE:
Carêvien Brethil, 1500 Jahre
Ihm gehört das Haus in dem all die Mädchen arbeiten und leben. Unter diesen ist er gefürchtet für seine Gewalt und Skrupellosigkeit, denn gehorcht ein Mädchen ist es kein Problem für ihn sich dieser zu entledigen. Mit Menschen zu handeln ist sein Geschäft wird er dabei erwischt und muss mit Konsequenzen rechnen, ist er bereit ordentlich dafür zu zahlen, um alle Widersacher auf seine Seite zu ziehen. Den Frauen gegenüber zeigt er wenig Respekt und sieht diese nur als Ware, die für ihn verdienen – ihre Leben sind nichts wert.

Irana, 1100 Jahre
Sie ist die einzige Dirne, die von Carêvien freigesprochen wurde von ihrer Arbeit, jedoch nicht, weil er sie auf irgendeine skurrile Art und Weise mag, sondern ihr die Aufgabe zusprach ein Auge auf die restlichen Mädchen zu haben. Dementsprechend umschwirrt sie diese unermüdlich, hat ein Aufgabe auf diese, wenn sie außerhalb des Hauses unterwegs sind, und tut es Carêvien gleich: Hören sie nicht, werden sie mit Gewalt gezüchtigt. Eigentlich erwarteten alle Mädchen Verständnis seitens Irana, ihren wahren Namen kennt niemand, da sie schließlich dasselbe Schicksal wie diese teilte, doch stattdessen entpuppte sie sich als falsche Schlange.

Biographie



ECKDATEN:
0 - Geburt
12 Jahre - Geriet an Carêvien | Das Halsband wird angelegt
50 Jahre - Erlernt langsam das Lesen
250 Jahre - Tastet sich durch Bücher an magische Fähigkeiten heran
251 Jahre bis dato - Erste Anfänge in der Magie | Arbeitet weiterhin unter Carêvien

BIOGRAPHIE: Schweigend lag ihr Blick auf Carêvien und dem Freier, der sich angeregt mit ihm unterhielt. Sie lachten, ließen es sich trotzdem nicht nehmen verstohlene Blicke auf Anae zu werfen. Selbstverständlich war sie sich im Klaren über was die Beiden sich unterhielten – sollte sie es wagen irgendeine Dummheit anzustellen, so sollte er nur an dem Bändchen um ihrem Hals ziehen damit sie für immer schwieg. Es stieß ihr Sauer auf, Wut bahnte sich seinen Weg aus ihrem Bauch hinauf nach oben, denn am liebsten hätte die Elfe die Fassung verloren, doch stattdessen wahrte sie das Lächeln auf den geschwungenen Lippen verharrte in Position darauf wartend, dass er sie mitnahm. Zugebener Maßen glaubte die Dirne in einem schlechten Traum gefangen zu sein, schließlich kamen nur wenige Mädchen in den Genuss Freigang zu haben und dann durften sie nur neue Kundschaft anlocken, doch dieses Mal sollte sie den für seine Größe zu dick geratenen Herren auf seiner Reise begleiten. Die Kleidung an seinem Leib verriet bereits, dass er aus gutem Hause kam – zumindest besaßen sie Geld, denn die Stoffe, die sich um seinen gut genährten Körper schmiegten, waren edel. Einige Male kreuzte sich das dunkle Augenpaar des Brethil mit ihren eisblauen, bevor sie ihn zu einer Kutsche begleitete, welches sie mit nehmen würde. Etwas mulmig war ihr schon dabei, schließlich war sie noch nie besonders weit gekommen, geschweige denn hatte etwas anderes als das Bordlel und den Marktplatz kennengelernt. Kaum setzte sie ihren ersten Fuß in die Kutsche, wand sie ihren Kopf zur Seite um nach draußen zu blicken, bevor das flüchtige Gefühl der Freiheit durch die erstaunlich hohe Stimme des pummeligen Interessenten gedämpft wurde – er erklärte Anae Regeln, denen sie Folge leisten musste. Er verlangte, dass sie seine junge Gattin spielte und als Schmuckstück an seiner Seite diente, wie er es formulierte. Solange er nicht mit dem Gedanken spielte sie zu berühren, würde sie ein Spiel mitspielen. Einen Wimpernschlag später setzte sich die Kutsche endlich in Bewegung und ihre Gedanken schienen sich zum ersten Mal von den Sorgen zu lösen..

Rue erinnerte sich noch gut an die Nacht in jener ihr Vater nicht zur gewohnten Zeit zurückkehrte und obwohl ihre Oma ihr immer wieder sagte, dass es keinen Grund zur Sorge gab, dennoch fand sie keine Ruhe. Letztendlich war es ein Alptraum, welcher das Kind aus seinem tiefen Schlaf riss und veranlasste Louna zu wecken, welche selbst einsah, dass etwas nicht stimmen konnte. Ihr sonst so pünktlicher Sohn schien wie vom Erdboden verschluckt, weshalb sie sich dazu entschloss nach ihm zu sehen und obwohl sie ihrer Enkelin ausdrücklich verbat ihr zu folgen, dachte diese nicht einmal daran auf sie zu hören. Im Gegenteil voller Enthusiasmus und Sorge stürmte sie hinaus und folgte ihrer Oma an deren Seite sie nur wenig Später ihren Vater fand. Er lag nicht unweit ihres Hauses blutend am Boden, völlig entkräftet und nicht in der Lage sich überhaupt zu rühren oder einen Ton von sich zu geben. Jene Nacht veränderte ihr Leben auf einen Schlag, dass sie es zunächst erneut für einen Alptraum hielt, doch spätestens am nächsten Morgen, welchen sie mit dunklen Augenringen dank einer schlaflosen Nacht begrüßte, wurde ihr klar, dass es sich dabei um keinen Alptraum handeln konnte. Das Lächeln ihrer Oma verschwand und auch ihr Vater schien wie ausgewechselt zu sein, dass auffälligste dabei war, dass er den ganzen Tag nur im Bett lag und es plötzlich Louna war, die Geld verdiente um Nahrung zu kaufen.
Rue merkte dabei selbstverständlich, dass es Louna immer schwerer fiel sich zu bewegen oder überhaupt irgendwelche Tätigkeiten, die vorher ihr Sohn tat, selbst zu erledigen, weshalb das Mädchen den Entschluss fasste ihrer Oma zu helfen und damit das Betteln auf der Straße anfing. Anders wusste sich die Arvanêl nicht zu helfen, doch lange brauchte sie nicht auf den Knien zu sitzen und nach ein Geld zu fragen, wider all ihrer Erwarten wurde sie von einem fremden Mann angesprochen, der sich für sie interessierte. Naiv wie sie war, erzählte sie ihm alles, woraufhin dieser ihr lukrative Arbeit versprach sie müsste nur mitkommen. Sie war nicht dumm und erinnerte sich an die mahnenden Worte ihres Vaters, dass sie niemals mit Fremden mitgehen sollte, ganz gleich was diese ihr versprachen – doch in diesem Fall machte sie eine Ausnahme, gab es eine Möglichkeit ihrer Oma und ihrem Vater zu helfen, würde sie alles dafür tun. Er führte das junge Mädchen zu einer Schmiede und durch eine weitere Tür zu durch einen Flur mit mehreren Frauen, welche sie mit einer Mischung aus Neugier und Mitleid betrachteten. Während sie ihm in hastigen Schritten folgte, um mithalten zu können, erklärte er der Herr, welcher sich zwischendrin als Carêvien vorstellte, dass ihre Aufgaben darin lag den anderen Frauen zu helfen, wenn sie darum verlangten – dafür würde er ihrer Oma genügend Geld zu kommen lassen, damit sie nicht mehr arbeiten müsse. Rue konnte ihr Glück kaum fassen und willigte ohne nur einen Augenblick lang darüber nachzudenken ein, bevor er seine letzte Bedingung dafür nannte: Sie würde ihre Familie zu deren Schutz jedoch nicht wieder sehen, jedoch war es ihr gestattet sich zu verabschieden. Das Mädchen kannte seine Hintergedanken nicht und akzeptiere das Schicksal, solange es ihrem Vater dadurch gut gehen würde, doch noch bevor sie sich am selben Abend verabschieden konnte, schenkte Carêvien ihr als Willkommensgeschenk, wie er es nannte, ein Fliederfarbenes Band mit einer Schleife, welches er ihr in einer flinken Bewegung um den Halsband, ehe sie hastig nach Hause lief.
Doch als sie ihrer Oma und ihrem Vater davon erzählte, dass sie sich nie wieder sehen würden, weil sie nun Arbeit besaß, waren diese alles andere Begeistert davon – dabei rechnete Rue mit einer völlig anderen Reaktion. Sie war noch jung, keine zehn Jahre alt aus diesem Grund durfte sie nicht gehen, versuchte Louna ihre Enkelin zur Besinnung zu Rufen. „Womit möchtest du Geld verdienen?“, hakte ihr Vater ein und wollte zunächst mehr über die Hintergründe erfahren, wodurch sich Rue noch Verständnis erhoffte, doch kaum öffnete sie ihre Lippen und wollte darüber reden, formten diese ganz von selbst Floskeln, an die sie nicht einmal dachte. Immer wieder versuchte sie es, doch es waren immer nur die selben Worte, die ihr über die Lippen kamen, bevor sie überwältigt von der Wut der eigenen Oma, ihren kleinen Beutel mit ihrem Hab und Gut – ihrer Kleidung und einer Kette ihrer Mutter – schnappte und zurücklief. Sie verstand die Reaktionen nicht, aber umso weniger konnte sie verstehen, warum sie etwas sagte, was sie nicht einmal wollte.

Erst Jahre später mit dem Älter werden wurde Rue, welche seit ihrem ersten Tag den Namen Anae erhielt, klar in welches Milieu sie dabei geraten war und welchen Zweck das Band an ihrem Hals erfüllte. Schließlich machte Carêvien, dessen gutmütiges Wesen, kaum dass sie das sechzehnte Lebensjahr erreichte, schlagartig änderte – genauso wie ihre Aufgaben gebiete – kein Geheimnis daraus. Nein, er warnte die Mädchen und drohte ihnen damit, es zu lösen und ihrem erbärmlichen Leben damit ein schnelles Ende zu bereiten. Ein Zurück gab es nicht mehr und gegen Carêvien wehren wollte sie sich nicht mehr, zumindest die nächste Zeit nicht, denn die langen Diskussionen, die nur darin endeten, dass sie einstecken musste, raubten ihr die Kraft. Ihr Körper war noch geschwächt und schmerzte vom letzten Mal, als er seine Hand gegen sie erhob. Sie empfand ich als jämmerlich, er war nicht mehr als ein lästiges Insekt auf dem Antlitz Nankas, doch sie konnte sich nicht gegen wehren, solange sie das lästige Band trug, weshalb sie sich dafür entschied Ruhe zu bewahren – irgendwann würde der Tag kommen an dem sie ihre Freiheit zurückgewinnen könnte.


… die kühle Luft peitschte der jungen Frau ins Gesicht, ließ sie leicht frösteln schmälerte dabei jedoch kein bisschen ihre Begeisterung für die Reise. Die Fahrt würde einige Zeit beanspruchen, sagte man ihr – doch in binnen weniger Stunden erreichten sie ihr Ziel und ihr wurde ein eigenes Zimmer zugewiesen. Tatsächlich erstaunte es sie, dass sie das erste Mal etwas Zeit alleine genießen konnte, doch ihre Einsamkeit im eigenen Zimmer währte nicht lange. Offenbar waren es lediglich einige Geschäfte gewesen, die den korpulenten Kunden von ihr zumindest für ein paar Stunden fernhielten doch kaum war er wieder im Hause suchte er ihre Nähe- Ganz ungeniert legte er beide Hände auf ihre Schultern und schob sein Gesicht an ihr Ohr heran, um lüsterne Worte in dieses zu flüstern – einfache Floskeln, die sie seit Jahren hörte und dennoch jagten sie ihr diesmal einen eisigen Schauer den Rücken hinab. Seufzend setzte sich Anae ein Lächeln auf, drehte sich zu dem Fettwanz um und drückte ihn aufs Bett, bevor sie nach unten glitt. Sie konnte sein entspanntes Ausatmen hören, vermutlich erwartete er nun, dass sie das tat wofür er Carêvien bezahlte, doch stattdessen griff die Dirne in ihren Stiefel und zog ein kleines Messer hervor, welches sie ohne zu Zögern in die Kehle des Mannes stieß. Sie dachte nicht großartig nach, jedoch war die Chance endlich frei zu sein zum Greifen nah, dass sie handeln musste. Ohne Skrupel blickte sie ihm in die blauen Augen, zog die Klinge aus seiner Kehle, während er nach Luft japste konnte sie spüren welcher Hass in ihm aufkeimen musste, dennoch säuberte sie die blutverschmierte Klinge an seiner teuren Robe, bevor sie ihren Weg zurück in den Stiefel fand und sie aus dem Haus ging. Obwohl sie glaubte endlich frei zu sein, endlich nie wieder Carêvien sehen zu müssen machte er sie in binnen weniger Tage ausfindig und schleppte sie wieder ins Bordell – ohne einen Ausblick darauf je wieder eine weite Reise antreten zu können. Lediglich die immer wiederholte Frage nach der Schleife, welche das einzig Interessante Gespräch zwischen den Freiern und ihr darstellte, so wie die sich stets wiederholende Antwort versprach Aufregung.

„Meine Lippen sind versiegelt.“


Psychologische Ebene



CHARAKTERZÜGE: Rues Persönlichkeit ist besonders stark durch Carêvien geprägt geworden, so dass gar ihrer Oma, die sie von klein auf kennt, schwer fällt zu sagen, wie sie wirklich ist. Diejenigen, die versuchten diese in Worte zu fassen, scheiterten allesamt.
Durch Carêviens Gewalt wurde ihr heiteres und quicklebendiges Wesen mit der Zeit immer ruhiger, wodurch sie selbst eher introvertierter und kühl wurde. Sie spricht selten, insbesondere wenn es um sie als Person geht, verzichtet sie darauf ins Detail zu gehen. Gesichtszüge wechselt die junge Frau mit Leichtigkeit, als wären sie nicht mehr als lästige Masken, dadurch fällt es anderen jedoch schwer einzuschätzen woran sie gerade bei ihr ist. Auch wenn dadurch viele in die Irre geführt werden, sieht es die Elfe als wichtige Eigenschaft an, um bei ihrer Arbeit nicht vollkommen in Selbsthass und Selbstmitleid zu versinken. Dadurch erweist sie sich als besonders Skrupellos, denn das Leben zeigte ihr, dass sie auf sich selbst zu achten hat, bevor andere wichtig für sie werden. Aus diesem Grund scheut sie es nicht alle ihr gegebenen Möglichkeiten einzusetzen um an ihre eigenen Ziele zu kommen, sei es mit Gewalt – falls ein Freier nicht bezahlen will – oder etwas anderem. Ihrem eigenen Leben wird kaum Wert zugeschrieben, weshalb andere für sie auch nichts anderes als Mittel zum Zweck sind, so dass sie über Leichen gehen würde.
Nichtsdestotrotz tritt sie mit einem starken Selbstbewusstsein auf und ist in der Lage alles zu spielen, was sich ihre Interessenten wünschen, aber auch ihren restlichen Mitmenschen zeigt sie sich stark, besonders ihre Mundwerk zeugt von einer flinken Zunge. Auf Beleidigungen zeigt sie kaum Reaktion, denn sie hörte schon allerlei Flüche und niedere Bezeichnungen für den Weg, welchen sie wählte, weshalb es ihr nur ein müdes Schulterzucken entlockt. Außerdem zeigt sie sich mit einem feurigen Temperament und wird dadurch sehr unangenehm, wenn sie gestresst oder genervt wird. Sie besitzt bei ihrem Kreis von Freiern notwendige stark ausgeprägte Toleranzgrenze, dennoch gibt es vieles, was sie nicht so hinnimmt – besonders wenn diese gewalttätig werden, ist sie die erste die ihn daran hindert. Dadurch geraten Carêvien und Rue ständig aneinander und hierbei erweist sie sich ihm gegenüber besonders als Sturkopf, was er jedoch mit weiterer Gewalt quittiert. Obwohl sie auf scheinbar keine Probleme hat auf Freier zu zugehen, ist es für sie eine Schwierigkeit zu jemandem aufzuschließen, als auch Vertrauen aufzubauen. Gelingt es trotzdem jemanden zu ihr durchzudringen, wird er schnell merken, dass ihr sanftes Gemüt von einem herrschendem Beschützerinstinkt und lähmender Eifersucht beherrscht wird, wodurch sie zur gefährlichen Gesellschaft wird, falls jemand die unsichtbaren Grenzen übertritt. Damit gewinnen auch einfache Versprechen zwischen Freunden für sie so stark an Gewichtung, dass sie diese als Pakt einsieht – werden diese nicht eingehalten fühlt sie sich tief verletzt. Zu Freunden und insbesondere den restlichen Mädchen im Bordell pflegt sie eine ganz besondere Beziehung, so dass sie diesen friedfertig und freundlich begegnet. Für ihre Probleme da ist und jeder ein offenes Ohr bietet, wodurch sie viele wie einen Ruhepol, einen Fels in der Brandung, wahrnehmen.
Liebe und Sex tritt Rue sehr nüchtern gegenüber – ersteres gibt es für sie nicht, letzteres ist für sie nur noch zu einem emotionslosen Handel geworden, obwohl sie es früher als etwas besonders ansah, gleichzeitig sich schwor nur mit ihrem Ehemann das Bett zu teilen, sieht sie es mittlerweile als lukratives Geschäft. Obwohl und besonders weil sie viele andere Frauen daran zu Grunde gehen sehen hat, bringt sie ihrer Arbeit doch ein gewisses Maß an Respekt entgegen.

LEIDENSCHAFT & TRAUM: Rue sehnt sich nach nichts mehr als ihrer Freiheit und endlich selbst entscheiden zu können, worüber sie sprechen kann und was nicht, weshalb sie nicht ruhen wird ehe sie diese wieder erlangt hat - obgleich sie noch nicht weiß wie.

ÄNGSTE: Resultierend aus ihrem Traum ist ihre größte Angst, dass sie ihre eigene Freiheit nicht mehr erlangen wird. Andererseits fürchtet sich die Elfe vor Dunkelheit, da sie oftmals zur Strafe in dunklen Räumen eingesperrt und mit Gewalt gezüchtigt wurde, bis sie Carêvien gehörig wurde. Dadurch resultieren auch die immer wieder kehrenden Alpträume, die oftmals ihre Angst vor Finsternis mit Ketten an der Wand paart.



Fähigkeiten & Fertigkeiten



GRUNDFERTIGKEITEN:
• Geschwindigkeit: 1 + 2 + 2 + 2 = 7
• Ausdauer: 1 + 1 +  2 = 4
• Geschick: 1 + 2 + 1 = 4


HAUPTFERTIGKEITEN:
• Diebstahl: 1 + 2 + 1 = 4
• Schlossknacken: 1 + 2 = 3
• Schauspiel/Lügen: 1 + 1 + 2 = 4
• Schleichen: 1 + 1 = 2
• Gesang: 1 + 2 = 3
• Antike Sprache: 1 + 2 = 3
• Arkan - Illusion: 1 + 2 + 2 = 5



BESONDERHEITEN: Schleife am Hals
Hierbei handelt es sich weniger um eine Besonderheit, die für sie nützlich ist, sondern mehr um eine die ihr eigenes Leben gefährdet. Durch dieses magische Bändchen verhindert Carêvien dass seine Dirne über ihn und seine Geschäfte sprechen, selbst wenn sie es möchten bleiben ihre Lippen versiegelt. Wer glaubt die Mädchen könnten sich davon befreien indem sie die Schleife lösen irrt sich, denn wird diese gelöst tritt die wahre Wirkung in Kraft: Kopf und Körper werden getrennt, lediglich diejenige die es ihnen anlegte, kann sie von diesem verfluchten Ding befreien.


Externes



AVATARPERSON: Elven Nature - RezwanaDimech
WOHER?: Topliste
ERSTACCOUNT: Ja
INAKTIVITÄT: Schreibt mir eine E-Mail, kontaktiert mich bei Skype.. im schlimmsten Fall archivieren.




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BeitragThema: Re: [Nanka][Elfe][Diebin] Rue Arvânel   Mi 12 Aug 2015 - 21:19


Stufe 1



Name: Arthensias [Licht]
Rang: 1
Art: magische Fähigkeit
Beschreibung: Keine Illusion in dem Sinne. Man erschafft tatsächlich eine Lichtkugel, mit der man einen Bereich beleuchten kann.
Voraussetzung: Arkan - Illusion 2
Erholungskosten: 2

Stufe 2



...

Stufe 3



...

Stufe 4



...

Stufe 5



...





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