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 [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel

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Juserus
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BeitragThema: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   Di 23 Jun 2015 - 18:33
Wirtshaus - die violette Kuppel

Das Wirtshaus entstand schon vor vielen Jahrhunderten. Es ist aus Holz errichtet und wird durch Magie immer wieder gepflegt. Es hat einen typischen Charme mit seinen dunklem Holz, den Geruch nach Bier und der prall gefüllten Theke. Es gibt auch ein ersten Stock, in dem man Zimmer für die Nacht mieten kann.
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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   Do 13 Aug 2015 - 21:01
6. Lians

Die junge Elfe nahm Platz an einem leeren Tisch und war etwas erstaunt, dass um diese Zeit nichts los war. War das Wirtshaus nicht eigentlich besonders um die Mittagszeit herum so gut besucht, weil sie wirklich köstliches Essen und schmackhafte Tränke anbot? Sonst sah sie hier immer sehr viele Leute an der Theke sitzen, die von dem Geruch nach Bier angelockt wurden. Trotz der Tatsache, dass sie sich in Nanka befanden, wo man annahm, weniger primitives Volk zu finden, das sich an Sauforgien beteiligte. Nein, die Leute hier verhielten sich gesittet und tranken ihr Bier bei ruhigen, aber interessanten Diskussionen. Ab und an hatte die Priesterin den Gesprächen an der Theke und den anderen Tischen gelauscht und wusste so einiges mehr über den Ort als sie vermutlich wissen sollte. Insbesondere, weil hin und wieder Namen genannt wurden und sie auch schon mitbekam, wie sich jemand über die Götter und natürlich auch die Tempel und Priester unterhielt.

"Vielen lieben Dank.", meinte Finwe und sah die Wirtsfrau aus großen Augen an, ohne ihre Mimik dabei groß zu verändern. „Ich wünsche Euch einen guten Appetit, Priesterin.“, sprach jene zurück und sie nickte lediglich dankend, ehe sie das Mahl vor sich betrachtete. Ein herzhaft zubereiteter Salat aus Früchten. Anstatt sich direkt auf das Essen zu stürzen, legte sie ihren Kopf in ihre Hände, stützte sich mit den Armen auf dem Tisch ab und sah verträumt gegen die dunkle Holzdecke. "Zeflo", murmelte sie melodisch immer wieder vor sich hin und starrte weiterhin gen Decke. Sie erinnerte sich gerade an das Abenteuer vom ersten Lians zurück.
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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   Fr 14 Aug 2015 - 18:41
6. Lians

Shin betrat leichten Schrittes das Wirtshaus und blieb erstmal in der Tür stehen, wandte sich noch einmal um und ging dann achselzuckend auf einen alleinstehenden Tisch in einer Ecke des Wirtsraums zu. Der Ael hängte seine Tasche über den Stuhl und setzte sich. Was einem Beobachter sofort auffiel, war die Tatsache, dass der Mann seine Brille oder was es auch genau war nicht absetzte, obwohl es in der Taverne trotz der frühen Mittagsstunde nicht unbedingt hell war. Während er auf die Bedienung wartete sah sich Shin erneut im Saal um. Es waren insgesamt vier Tische besetzt. Am ersten saßen drei verhältnismäßig gut gekleidete Männer, wahrscheinlich Händler. An einem anderen saßen einige Männer aus der Arbeiterklasse und am letzten Tisch saß eine Frau, die zwar gute Kleidung trug, aber dennoch eindeutig als Dunkelelfe zu erkennen war. Soweit Shin es ausmachen konnte, schien die Frau während ihrer Mahlzeit etwas zu murmeln, da der Mann aber in den meisten Fällen versucht sich aus den Problemen anderer herauszuhalten, bestellte er eine einfache Mahlzeit bei der Bedienung. Als sein Essen auf den Tisch gestellt wurde, bemerkte der Ael, dass die Frau, die ihm das Essen brachte, leicht zitterte und schüchtern wirkte. Habe ich wirklich so einen schlechten Ruf in dieser Stadt? Ich komme doch erst seit etwa....Moment wie lange reise ich jetzt zwischen Ayli und Nanka hin und her? Ach ja es sind doch erst 200 Jahre. Sodass ältere Aufzeichnungen von mir sollten eigentlich nicht existieren. Die alte Händlergilde ist ja auch schon seit Ewigkeiten geschlossen und der Besitzer hier ist soweit ich weiß einer dieser Menschen.

In seinen Gedanken versunken aß Shin langsam, schaute hin und wieder zum Eingang der Taverne oder vielleicht auch darüber hinaus. Einen anderen Moment kramte er kurz in seiner Tasche und holte ein recht altes, mit vielen Gebrauchspuren versehenes Buch heraus und begann darin zu lesen. Nebenbei trank er einen Kräutertee. Bei genauerem Hinsehen konnte man vereinzelt noch den Titel erkennen. Allerdings waren die Lettern in einem sehr alten Dialekt der antiken Sprache gehalten, wodurch es noch schwerer wurde den Inhalt des Buches zu bestimmen. Während der Ael in dem Buch las schien auf seinem Gesicht eine Spur von Nostalgie zu liegen. Als würde er sich an etwas erinnern, das schon sehr lange her ist und nicht unbedingt von erfreulichen Erinnerungen sprach. Jedoch ließ sich durch die Sonnenbrille nicht genau bestimmen, was der Mann beim Lesen fühlte und es wirkte so, als würden die beiden Bedienerinnen, solange Shin las, einen großen Bogen um seine Ecke machen. Aus irgendeinem Grund schienen die beiden ihn zu meiden und der Mann schien es nicht einmal zu bemerken.
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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   Sa 15 Aug 2015 - 11:40
Finwe bemerkte gar nicht, wie ein weiterer Mann den letzten Tisch besetzte und sich dort nieder ließ, etwas bestellte und dann in seinem Buche las. Sie dachte an die schöne Natur, an die Pflanzen, an die weite Wiese, die sie mit Arynah überquert hatte, den finsteren Wald, in dem sie auf den Tempel gestoßen waren und an Nathea, der hier in Nanka ein Edelbordell besitzen sollte. Auch Armas fand einen Platz in ihren Erinnerungen und Träumen. Erst als die eine Wirtsdame an ihrem Tisch zum anderen in der hintersten Ecke schritt, platzte quasi ihre Gedankenblase und sie schaute zu ihm rüber, musterte ihn neugierig und gab sich keinerlei Mühe, das unauffällig zu tun. Er sollte ruhig wissen, dass sie ihn unter die Lupe nahm.
Im Gegensatz zu ihr war seine Haut besonders hell, fast schon bleich wie eine Leiche, das schwarze Haar unterstrich diesen Eindruck, auch wenn er noch lange nicht so tot wirkte, wie man es oftmals bei so blassen Leuten erwartete. Es war nicht diese kränkliche Blässe, aber vermutlich spielte noch ein wenig die Beleuchtung in diesen Räumlichkeit mit ein, vielleicht war er ja gar nicht so blass oder genau im Gegenteil sogar kränklich bleich. Sie beobachtete genau und entdeckte auch das Buch in seinen Händen. Den Titel konnte sich allerdings nicht erkennen, aber eines fiel ihr dennoch auf. Er trug eine Brille mit abgedunkelten Gläsern und das in einem Raum, in welchem die Beleuchtung nicht besonders stechend war, Finwe störte sich zumindest absolut nicht daran und das, obwohl ihre kontrastreichen Augen eher lichtempfindlich waren.
Sie fasste einen Entschluss, nahm ihren Teller in beide Hände und erhob sich von ihrem Platz, um geradewegs auf den mysteriösen Mann zu zu schreiten und ihm gegenüber an selbigem Tisch Platz zu nehmen. "Marlais.", sie begrüßte den fremden Mann lediglich mit einem einfachen Hallo, ehe sie wieder schwieg und aus ihren großen, funkelnden Augen noch einmal eindringlicher zu mustern. Auch diesmal verbarg sie ihre Tätigkeit nicht, indem sie möglichst unauffällig schaute und wieder wegsah, nein. Die junge Rotschöpfige war eine ehrliche Elfe und auch in dieser Hinsicht war sie ehrlich genug, um sich nicht zu verbiegen. "Ihr macht einen eigenartigen Eindruck.", sagte sie auf einmal, sah dann zum Buch. "Die Leute hier machen einen Bogen um Euch." Dann legte sie den Kopf etwas schief, als ihre Augen etwas schmaler wurden. "Habt Ihr etwas verbrochen?"
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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   Sa 15 Aug 2015 - 16:05
Der Ael wollte gerade einen neuen Tee bestellen, als er von der Elfe gestört wurde. Er hatte zwar bemerkt, dass sie an seinem Tisch stand, hatte aber gehofft sie würde ihn in Ruhe lassen. Als Shin sind dann zum Sitzen auffordern wollte begann die junge Frau zu sprechen und fragte doch tatsächlich ob er ein Verbrecher sei. „Ich? Nur wenn die Unfähigkeit in den meisten Schulen der Magie ein Verbrechen ist. Aber das denke ich nicht. Von daher würde ich behaupten, dass man mich mit dem schwarzen Händler verwechselt, der vor etwa 100 Jahren zwischen Ayli und Nanka gehandelt hat. Die Gerüchte besagen er hätte mit allem gehandelt solange er dafür bezahlt wurde. Und da er immer komplett in schwarz gekleidet war und auch seine Haare und Augen absolut schwarz sein sollen wurde er der schwarze Händler genannt. Auch wenn es stimmt das ich ein Händler bin, habe ich meine Arbeit erst vor einigen Jahren aufgenommen und bin längst nicht so vielseitig wie dieser Händler. Aber setzt euch doch, der Teller dürfte langsam schwer werden und außerdem wird so euer Essen nur kalt.“ Shin hatte mit einer absolut ausdruckslosen und monotonen Stimme gesprochen hob nun seinen Becher kurz an und rief nach einem neuen Tee.
Der Ael legte einen Zettel in sein Buch, schloss es und legte es auf den Tisch bevor er wieder zu der Frau blickte. Dieses Mal musterte er die Frau genauer und neben ihrer auffälligen Haut fielen ihm ihre absolut schwarzen Augen mit den rötlichen Iris auf. „Nun normalerweise stellt sich die Jugend zuerst vor aber da ihr eine Frau seid denke ich kann man eine Ausnahme machen. Mein Name ist Shin, ich bin ein fahrender Händler und ich treibe im ganzen Land Handel. Und ihr? Frau mit den roten Augen?“ Der Ael wusste, dass er nicht unbedingt der höflichste Tischgeselle war, aber er sah auch keinen Grund darin höflich zu einer Person zu sein, die sich nicht vorstellt sondern erst nachfragt ob man ein Verbrecher sei. Nicht das es Shin etwas ausgemacht hätte, in den Augen vieler Ael war er ein Wesen das nicht existieren dürfe und somit konnte man schon sagen, dass er ein Verbrecher war. Dennoch gebot es die Höflichkeit normalerweise sich zuerst vorzustellen, so fand zumindest der Ael.
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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   Sa 15 Aug 2015 - 16:25
Finwe staunte nicht schlecht, als der Herr zu sprechen begann und ihr gleich eine kleine Geschichte erzählte. Vom schwarzen Händler hatte sie noch nie gehört, aber es gab in der Vergangenheit viele Leute, die etwas getan hatten und über die man Geschichten erzählte. Vielleicht waren die anderen hier im Raum eher mit dem Handeln vertraut und glaubten deswegen, sie würden den schwarzen Händler hier erkennen. Kurz darauf setzte sie sich und stellte den Teller ab, ohne darauf einzugehen, dass er ihre Stärke offensichtlich unterschätzte. Sie stützte ihre Ellenbogen auf dem Tisch ab und legte ihr Kinn in ihre Hände, was ihr einen neugierigen und verträumten Ausdruck verlieh, auch wenn sie nahezu immer neugierig und auch verträumt drein blickte. Die langen Haare fielen ihr über die Brust, eine Strähne landete auf der Tischplatte, die sie kurzerhand mit ihrem Ellenbogen herunter schob. Sie wartete noch einen Moment, bis er das Buch weglegte und sich ihr schließlich vorstellte. Offensichtlich ein Mann, der entweder höflich war oder es heuchelte, sie war sich nicht ganz sicher, wählte er doch Formulierungen, die in dieser Umgebung schon wieder aufdringlich schienen. Oder waren es einfach die Komplimente, die ihr nicht zusagten? Sie schmeichelten ihr nicht.
"Verzeiht mir meine Unhöflichkeit, Shin, Euer Antlitz hat mich so fasziniert." Sie log gewiss nicht und Heuchelei war nicht ihre Stärke, sie verabscheute Unehrlichkeit sogar. "Mein Name lautet Finwe und ich bin oberste Priesterin von Nanka." Ihre Augen funkelten einen Moment auf, übernahmen ein freches Grinsen, während ihre Züge so neutral blieben wie noch zuvor. "Aber sind rote Augen so selten?" Erneut legte sie den Kopf schief und blickte ihn aus riesigen Augen an. "Rote Iriden sind keine Seltenheit." Dann nahm sie eine kleine Frucht an ihre Hand, betrachtete sie schielend. "Ihr seid wohl noch nicht oft herum gekommen?" Und dann verschwand die kleine Frucht zwischen ihren vollen Lippen, wurde kurz gekaut und dann heruntergeschluckt.
"Vom schwarzen Händler habe ich noch nie gehört.", gab sie schließlich zu, um noch einmal auf das vorige Thema einzugehen. Als die Wirtsfrau dann mit dem neuen Tee für den jungen Mann ankam, hielt Finwe sie am Ärmel fest. "Warum meidet Ihr diesen Mann?" Die Dame war sichtlich verdutzt, dass die Priesterin sie danach fragte und schien auch nicht begeistert davon, dass sie sich überhaupt zu ihm gesetzt hatte. "Aber Priesterin ...", begann sie leise flüsternd. "Ich glaube nicht, dass Ihr-" "Könnt Ihr das beweisen?" Die Frau schüttelte mit dem Kopf, setzte ein falsches Lächeln auf und wünschte den beiden einen guten Appetit.
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Ilyrijan
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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   So 16 Aug 2015 - 23:55
Ilyrijan öffnete die Tür des Wirtshauses und ein angenehmer Geruch nach Bier und gebratenem Fleisch stieg ihm in die Nase. Er sah sich beim eintreten kurz um und setzte sich dann an die Theke. Seinen Spazierstock lehnte er neben sich an den Tresen.
Da es für Alkohol seiner Meinung nach, noch etwas früh am Tag war, bestellte er einen Kräutertee und etwas Brot bei der Wirtin. Dann sah er sich in der dunklen Stube um und musterte die anderen Gäste. Nur drei der Tische waren besetzt, was zu dieser Tageszeit eher ungewöhnlich war. Vor allem ein Tisch viel ihm auf, an dem ein ganz in schwarz gekleideter Mann und eine junge Elfe mit dunkler Haut. Ein wirklich merkwürdiges Paar. Er fragte sich was die beiden wohl hierher geführt hatten, dachte aber nicht weiter darüber nach. Es ging ihn ja auch nicht wirklich etwas an.
Er wandte sich von den beiden ab und widmete sich seinem Tee. Während er gemächlich die Tasse leerte, versank er in Gedanken. Dabei wanderte seine Hand unbewusst zu dem Stock, der neben ihm stand und strich über den abgenutzten Greifenkopf. In den letzten Wochen war so viel los gewesen... Er brauchte einfach wieder etwas Zeit für sich.

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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   Mo 17 Aug 2015 - 14:41
Also war die Frau nicht nur eine Elfe sondern auch noch eine sehr gläubige Frau, die es bis zur obersten Priesterin geschafft hatte. Nun Shin wusste ja auch das es die Götter gab. Er hatte auch genug bei dem Krieg vor 12 Jahrtausenden gesehen, allerdings war er nicht unbedingt ein Fan von ihnen. Nun der Mann würde es der Priesterin bestimmt nicht auf die Nase binden, dass er nicht unbedingt gut auf die Götter zu sprechen war. Aus diesem Grund wandte er sich ihrer Frage zu und musste bei dem Versuch der Frau, auf den Grund seiner Unbeliebtheit zu kommen, leicht lächeln. Es war ein freudloses, resignierendes Lächeln, wie von jemanden der genug Trauer und Schmerz erlebt hatte um nicht mehr wirklich Freude fühlen zu können. „Nun ihr habt recht das Wesen mit roten Iriden nicht unbedingt eine Seltenheit sind, allerdings ist die Kombination schwarze Augen mit roten Iriden zumindest selten genug, dass ihr die dritte Person seid der ich mit diesen Augen begegne.“ Shin begann nun die Frau etwas genauer zu mustern. Ein wenig Missbilligung erschien in der Aura der Frau, nachdem sie mit der Bedienung gesprochen hatte, aber das schien im Charakter der Elfe zu liegen. Deshalb griff Shin das alte Thema wieder auf: „Zu eurer ersten Frage, ich habe bereits die gesamte bekannte Welt bereist und muss zugeben, dass Schifffahrten nicht unbedingt zu meinen Stärken zählen wenn man gerade durch einen Sturm segelt. Und wegen dem schwarzen Händler. Nun sagen wir das Gerücht er habe mit allem gehandelt das einen Preis besitzt stimmt nicht ganz. Es gibt einen Bereich, den dieser Mann vehement verabscheut hatte. Und sollte er noch leben wahrscheinlich immer noch hast. Es ist der Sklavenhandel. Ich weiß nicht warum und als ich ihn traf hatte ich wichtigeres zu tun als ihn zu fragen. Ach ja ärgert euch nicht zu sehr über die Behandlung meinerseits in dieser Taverne. Ich bin es gewohnt und es stört mich nicht. Auf diese Weise habe ich immerhin die meiste Zeit genügend Ruhe um in Erinnerungen zu schwelgen oder meine nächsten Handelsabkommen zu prüfen.“ Der Ael nahm einen neuen Schluck, während er bei der Erwähnung von Erinnerungen kurz auf das Buch gedeutet hatte. Es schien ein wirklich altes Buch zu sein. Der Einband bestand aus so abgegriffenem Leder, dass es ein Wunder war wie es noch zusammenhielt. Die Seiten waren stellenweise vergilbt und bereits so dünn, dass man darüber nachdenken sollte den Inhalt neu abzuschreiben. Obwohl nun bei genauerem Hinsehen auffällig wurde, dass dieses Buch nicht besonders dick war. Bestimmt hatte es weniger als 200 Seiten, wenn überhaupt so viele. Jedoch schien Shin nicht geneigt irgendetwas über sich preiszugeben, solange keine explizite Frage dazu gestellt wurde. Anscheinend war dies auch der Grund, aus dem der Mann die Eröffnung der jungen Elfe bisher ignoriert hatte.
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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   Mo 17 Aug 2015 - 15:22
Eine weitere Person betrat das Wirtshaus, doch die junge Elfe nahm lediglich die Tür und die Schritte wahr, sehen konnte sie den neuen Gast nicht, da sie mit dem Rücken zu ihm saß und momentan viel mehr mit dem neu gewonnen Gesprächspartner vor sich war. Shin erzählte sehr viel, das musste sie zugeben, obgleich sie selbst gerne mal viel erzählte, aber dennoch wohl die Informationen knapp herüberbrachte – es waren meist einfach so viele Informationen, die sie preisgeben wollte.
"Da möget Ihr recht haben. Mir ist keine zweite Person bekannt, deren Augäpfel schwarz sind.", gab sie zu und verstand nun, was der Händler vor ihr nun sagen wollte. Sie war im Gegensatz zu ihm noch nicht weit herumgekommen, durfte allerdings an den ersten Entdeckungen und Erkundungen außerhalb Nankas teilnehmen. Sie fragte sich, ob es Armas mittlerweile wieder gut ging und ob er seine Familie wieder besuchen konnte, sofern er dann eine besaß. Was sie über ihn in Erfahrung hatte bringen können, hatte sie natürlich in einer großen und mittlerweile sehr dichten Mappe niedergeschrieben. Wenn es sich mehr und mehr füllte, würde sie es vielleicht binden und verlegen lassen, damit auch andere ein solches Exemplar in ihrem Bücherregal haben konnten. Ein Glitzern machte sich in ihren neugierigen Augen bemerkbar, als sie dem Mann wieder Gehör schenkte.
"Dann gibt es schlimmere Händler als ihn.", merkte sie an und nickte dabei. Ihre Stimme klang in diesem Moment eher traurig, aber nicht weniger gespenstig wie sonst auch. "Ob man ihn wohl hier treffen wird?", fragte sie mehr sich selbst als Shin. Im Laufe des Gesprächs über diesen dubiosen Händler kamen ihr immer mehr Fragen auf, die sie diesem Mann am liebsten stellen würde. Sie würde noch heute in die Bibliothek gehen und schauen, ob sie dort Informationen und Geschichten nachlesen konnte und zuletzt würde sie ihre Großmutter besuchen und sie nach dem schwarzen Händler fragen. Wenn jemand viel Zeit besaß, viel las und vieles mitbekam, dann war es Großmutter Daelwon.
"Ich ärgere mich nicht, ich bin neugierig.", sagte sie. Ihr Ton war nach wie vor eher interessiert und weniger spitz oder gar aufgeregt. Und in ihrer Stimme lag immer wieder ein Hauch von Geisterhaftigkeit, womöglich, weil sie so flüsternd und langsam sprach, ohne dabei wirklich leise zu sein oder jemandes Geduld herauszufordern. Es war schwierig, ihre Stimme zu beschreiben, wenn man sie nicht selbst vernahm. Wenn man sich vorstellte, sie mitten in der Nacht auf einem Friedhof anzutreffen und sie dann – sie konnte sagen, was sie wollte, auch nettes – sprechen hörte, würde man vermutlich auf der Stelle das Weite suchen.
"Ist das eine Art Notizbuch?", wollte die Rotschöpfige wissen und deutete mit dem Zeigefinger auf das Buch, das beinahe auseinander zu fallen schien.
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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   Do 20 Aug 2015 - 10:47
„Stimmt es gibt um einiges schlimmere Händler als ihn und sollte er noch leben gibt es eine kleine Chance ihn hier in Nanka zu treffen. Wenn ich mich recht erinnere bleibt er aber nie lange an einem Ort“, sagte Shin mit ruhiger Stimme, nahm einen Schluck von seinem Tee und sah Finwe kurz beim Essen zu bevor sein Blick wieder zu einem Fenster wanderte und er nach draußen schaute, bis die Priesterin wieder das Wort ergriff. „Nun wenn ihr das sagt wird es wohl stimmen. Auch wenn Neugierde im falschen Moment gefährlich sein kann. Ihr solltet genau überlegen wann ihr euch eurer Neugier hingebt und wann nicht. Ihr könntet auf Informationen stoßen, die nicht bekannt werden sollen. Aber keine Sorge das ist keine Drohung es ist eher ein Rat den ich als der Ältere von uns beiden euch gebe. Es ist meine eigene Erfahrung und ich hoffe ihr nehmt den Rat ernst. Es erspart viel Kummer.“ – „Das Buch? Nein, mein Notizbuch befindet sich in einem weitaus besseren Zustand, dies ist eine einfache Sammlung von Kindergeschichten aus der Zeit vor ‚Heronagatorpsin‘. Dies hier ist mein Notizbuch. Ich habe da vornehmlich meine Erkundungen von Ruinen und Handelspartner aufgeführt.“ Der Ael kramte kurz in seiner Tasche und holte dann zwei einfache Bücher heraus. Das erste war ein Buch mit Holzeinband, das etwa doppelt so dick war wie die Geschichtssammlung und das zweite war ein Lederbuch mit etwa der gleichen Dicke wie das Kinderbuch. „Da fällt mir ein, wenn ich schon einmal die Chance habe mit einer so wichtigen Person wie euch zu reden. Worin bestehen eigentlich die Aufgaben einer obersten Priesterin von Nanka? Mit eurem Rang steht ihr ja allen Tempeln vor und nicht nur dem der Gottheit, der ihr euch verschrieben habt oder?“ Shin sah bei dieser Frage, die eher wie eine Feststellung klang erneut nach draußen. Vielleicht machte der Mann sich Sorgen, er würde die Elfe von irgendwelchen wichtigen Aufgaben abhalten oder er beabsichtigte damit das Thema von der Geschichtensammlung und dem schwarzen Händler abzuwenden. Es gab viele Möglichkeiten diesen Themenwechsel zu interpretieren und Shin wartete mit neutraler Miene, jedoch einer inneren Unruhe aus Neugier, auf die Antwort.
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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   Do 20 Aug 2015 - 18:16
"Stellt Ihr meine Weisheit in Frage?", wollte sie von dem Fremden wissen und sie blickte ihn direkt an, darauf hoffend, dass er den Blickkontakt wieder aufnahm. Nicht, dass sie wütend war oder gar wütend klang, aber sie war doch sehr verdutzt, insbesondere, weil er hier mit einer Priesterin sprach. Der Ton ihrer Stimme war ernst, aber nicht so ernst, dass man glauben musste, sie wäre gar entsetzt, nein. Das Sanfte in ihrer Stimme war nach wie vor da. "Neugier ist etwas wunderbares. Gefährlich, aber wunderbar. Allein durch sie erlangt man vieles an Kenntnissen, die man durch Zurückhaltung niemals erlangen würde." Sie legte den Kopf wieder etwas schief und ließ wieder eine Traube zwischen ihren Lippen verschwinden, lutschte ein wenig darauf herum, was ein leichtes Schmatzen verlauten ließ. Als sie es bei der kurzen Träumerei merkte, schluckte sie die ausgelutschte Traube sofort herunter und richtete ihre Aufmerksamkeit erneut auf den jungen Mann. "Wie kommt Ihr auf die Idee, Ihr wärt älter?" Die großen Augen glänzten wieder vor Neugier.
"Ihr mögt Kindergeschichten?" Ihr linker Mundwinkel zuckte leicht, als wolle sie lächeln, doch das tat sie nicht. Stattdessen richtete sie ihren Blick auf die Bücher und Hefte, die der Händler ihr zeigte und sie staunte nicht schlecht. Im Gegensatz zu der Bibliothek, die sie besaß, war das alles jedoch nichts, nicht einmal ein Hauch. Aber sie reiste auch nicht umher und konnte so eine ganze Ansammlung an Büchern in einem großen Raum unterbringen.

Finwe nickte kurz. "Ihr wirkt abwesend, wollt Ihr das wirklich wissen oder wartet Ihr darauf, dass ich wieder verschwinde?", meinte sie, anstatt seine Fragen zu beantworten. Sie wusste selbst, dass sie oft abwesend und sehr verträumt wirkte, aber wenn sie wirklich etwas interessierte, schenkte sie ihrem Gesprächspartner all ihre Aufmerksamkeit. Alles andere verstand sie als Unhöflichkeit und das, obwohl sie selbst nicht die höflichste aller Wesen hier war.
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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   Fr 21 Aug 2015 - 13:56
„Ich wollte euch nicht beleidigen. Ich bin mir sicher, dass zu ihrer Position ein gewisses Maß an Weisheit von Nöten ist. Es ist lediglich ein Rat gewesen und wenn ihr die Gefahr von ungebändigter Neugier kennt ist es in Ordnung.“ Shin sprach langsam, fast schon bedächtig und wandte kurz seinen Blick wieder auf Finwe. Der Ael schaute der jungen Frau zu, wie sie die Traube aß und bei ihrer Frage konnte sich der Mann ein leichtes, freudloses Lächeln nicht verkneifen. Er lehnte sich etwas vor und sagte mit leiser Stimme, so dass nur Finwe ihn hören konnte: „Olhur aliyon i heronagatorpsin sheubzemosanera-as“, im gleichen Augenblick hob er seine Brille ein Stück an und zeigte der Elfe zwei absolut schwarze Augen in denen sich kein Licht oder sonst etwas spiegelte. Einen kurzen Augenblick verharrte Shin, dann richtete er sich wieder auf und verdeckte seine Augen wieder.
Bei der Frage nach den Kindergeschichten schüttelte Shin knapp den Kopf und sagte wieder in normalem Ton: „Nein, dieses Buch wurde mir vor sehr langer Zeit von meiner Schwester gegeben und es dient als ein Mittel mich an die Zeit zu erinnern.“ Der Mann blickte kurz auf die Bücher vor ihm und räumte dann alle drei sehr sorgfältig in seine Tasche. Anschließend blickte er erneut für einen kurzen Augenblick hinaus und trank einen weiteren Schluck seines Tees. Das Getränk war bereits ein ganzes Stück abgekühlt und konnte nur noch bedingt als lauwarm bezeichnet werden. Bei der nächste Frage der Elfe blickte Shin ihr direkt in die Augen und sagte im fast schon freundlichen Tonfall: „Ich will euch keineswegs vertreiben und ich will auch nicht unhöflich erscheinen. Ich interessiere mich wirklich für die Arbeit der Priester. Allerdings blicke ich regelmäßig nach draußen, damit ich die Tageszeit zumindest ein wenig im Auge behalte. Ich habe später noch ein Handelsgespräch für eine Lieferung in die Nähe von Ayli. Sollte ich euch also beleidigt haben so tut es mir leid.“
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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   So 23 Aug 2015 - 13:49
Sie konnte nicht genau sagen, woran es lag, aber Finwe nahm diesen Mann nicht unbedingt als sympathische Gesellschaft wahr. Es lag etwas in seinen Worten, das die junge Elfe störte, das sie gewiss nicht als angenehm empfand. Doch genau definieren konnte sie diese innere Abneigung nicht weiter, aber sie wollte ihn deshalb nicht unhöflicher behandeln oder gar abweisen. Vielleicht täuschte sie ihr Eindruck auch einfach und sie hatten einen schlechten Start gehabt, war sie doch so unfreundlich an ihn herangetreten, auch wenn sie ihre Frage nicht als unfreundlich empfunden hatte. Vermutlich war es genau das.
Als er die Worte in Fanbay sprach und seine Brille anhob, betrachtete sie seine pechschwarzen Augen, in denen sich absolut nichts spiegelte, ganz genau. Ihrem Wissen nach war er wohl ein Ael, also ein sehr mächtiges Wesen, das unendlich viele Jahre auf dem Buckel haben konnte. Offenbar war er wirklich älter, zumal er die Heronagatorpsin auch miterlebt hatte, wovon Finwe nur Geschichten gelesen hatte. Sie war aufgrund ihres Volkes nicht einmal in der Lage, auch nur annähernd so alt zu werden, dass sie es miterlebt haben könnte. Eigentlich schade, aber allgemein würde sie noch ein sehr langes Leben vor sich haben. Anstatt etwas zu sagen, starrte sie ihn einfach nur an. Tausend Fragen sprudelten auf einmal in ihrem Kopf herum, sie wollte so vieles wissen, er könnte so vieles beantworten und doch war ihr dieser Mann so fremd, dass sie nicht wusste, ob sie ihm überhaupt glauben durfte und ob sie ihm überhaupt all die Fragen stellen konnte, ohne ihn zu beleidigen.

"Nun gut.", meinte sie lediglich, schaute kurz aus dem Fenster, um ebenfalls einen Eindruck von der Zeit gewinnen zu können, ehe sie ihn wieder anblinzelte und dann von ihrem Priestertum sprach. "Ihr habt recht, dass ich allen Tempeln vorstehe, dennoch halte ich mich nur in meinem eigenen Tempel auf, gebe anderen Priestern jedoch Rat, wenn sie zu mir kommen." Ihre Augen leuchteten, als sie daran dachte, dass sie noch etwas vorhatte und sich bereits jetzt schon sehr darüber freute. "Vielleicht wisst Ihr, dass Priester hier in Nanka hochangesehen werden. Der Herrscher holt sich Rat bei mir, viele holen sich Rat bei uns im Tempel, selbst wenn sie nicht einen so großen Glauben haben." Sie nickte. "In unserem Tempel dienen wir den Göttern des zweiten Kreises, jedoch habe ich mich keinem Gott oder bestimmten Göttern verschrieben." Nun schüttelte sie ihren Kopf. "Ich diene all meinen Göttern."
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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   Fr 28 Aug 2015 - 12:56
Es dauerte einige Zeit, bis die Elfe sich wieder zu Wort meldete. Vielleicht hätte der Mann ihr nicht sein Wesen offenbaren sollen. Beim letzten Mal musste er so unglaublich viele Fragen beantworten, dass er geflohen ist und erst einige hundert Jahre später zurückkehrte.
Als Finwe dann doch anfing zu sprechen wandte Shin seine gesamte Aufmerksamkeit ihr zu. Was der Ael verstand war, dass sie zwar allen Tempeln vorstand, sich jedoch eigentlich nur in ihrem eigenen aufhielt. Außerdem beratet sie andere Priester in Glaubensfragen und den Herrscher der Stadt in politischen Dingen. Shin dachte einige Augenblicke lang schwiegen beide dann sagte der Mann: „Wenn ich Sie richtig verstehe haben Sie also eine beratende Funktion im geistlichen und weltlichen Sinne richtig? Was ich aber noch nicht verstehe ist folgendes. Meines Wissens nach wird ein Priester doch bei seiner Ernennung einer bestimmten Gottheit geweiht oder hat sich diese Sitte in den letzten Jahren geändert?“
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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   Sa 29 Aug 2015 - 15:03
"Ich berate jeden und als Priester heilen wir auch Leute, die zu uns kommen und sich weder magisch noch medikamentös behandeln lassen wollen.", fügte sie noch hinzu und nickte kurz, bis sie weiter auf seine Frage einging. "Diese Sitte gab es im Polytheismus noch nie." Ihre Augen funkelten auf, als sie fortfuhr. "Viele Tempel sind nur einem einzigen Gott gewidmet, aber geweiht werden wir allen Göttern unseres Glaubens und im Tempel selbst kann man sich mehreren Göttern zuwenden." Dann hob sie die Hand. "In unserem Tempel widmen wir uns ja den Göttern des zweiten Kreises, symbolisch dafür steht Shai ein, wir befinden uns also im Tempel von Shai." Jetzt fasste sie mit dem Zeigefinger ihrer anderen Hand an die Spitze ihres Daumens. "Ausgebildet wird ein Priester im Namen aller Götter, denn die Arbeit im Tempel von Shai unterscheidet sich nicht von der Arbeit im Tempel Juserus'." Dann tippte sie gegen den Zeigefinger. "Nach Abschluss der Ausbildung wird man allen Göttern, in meinem Fall allen Göttern des Julay geweiht." Sie tippte gegen den Mittelfinger. "Daraufhin wird man einem Tempel zugeteilt, in welchem man vorrangig den Göttern eines bestimmten Kreises dient und in Fragen zur Verfügung steht, wovon einer dieses Kreises symbolisch einsteht, in meinem Fall sind es die Götter des zweiten Kreises und die Göttin Shai." Finwe berührte den Ringfinger. "Die Atmosphäre im Tempel unterscheidet sich jedoch enorm von der in anderen Tempeln." Nun nahm sie ihre Hand wieder herunter und legte sie in einer lockeren Faust auf den Tisch, die andere auf ihren Schoß. "In unserem Tempel finden sich sehr viele an, denn vermutlich wisst Ihr von der Diskussion um Shai."
"Glaubt Ihr?", sollte die schließlich wissen und sah ihn besonders interessiert an.
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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   Mo 7 Sep 2015 - 2:39
„Meine Schwester wurde einst Juserus geweiht während ihre Freundin sich Shai widmete daher meine Frage. Aber vielleicht ist dies eine Sitte die auf diesem Kontinent praktiziert wird und Andernorts anders gehandhabt wird. Und wie heilt ihr eure Patienten, wenn nicht mit magischen oder medikamentösen Mitteln?“, fragte Shin und rieb sich geistesabwesend den linken Handrücken. Als der Ael erneut kurz nach draußen blickte stellte der Mann fest, dass es bereits die vierzehnte Stunde sein musste. „Mit der Diskussion um Shai meint ihr die Frage warum sie nicht im ersten Kreis ist, sondern erst im zweiten? Nun ich kenne Die Diskussion und ich denke auch den Grund für die Einteilung in den zweiten Kreis. Aber um die wichtige Frage zu beantworten. Nein ich glaube nicht. Ich weiß wer die Götter sind und habe einige vor sehr langer Zeit kennengelernt. Und wer weiß kann nur schwer glauben. Diese Begebenheit zu erörtern würde allerdings zu philosophisch werden und zumindest meinen Zeitplan aber bestimmt auch euren sprengen.“

Shin hatte Finwe während sie sprach im Auge behalten und vor allem ihre Handbewegungen verfolgt. Er selbst hielt seine Hände die ganze Zeit auf dem Tisch und nur hin und wieder schien der Mann unwissentlich den Rücken seiner linken Hand zu reiben. Shin fragte sich, ob Finwe ihn noch auf die Zeit des großen Krieges ansprechen würde, obwohl er hoffte, dass die Elfe sich auf die Gegenwart und allgemeine Fragen des Glaubens beschränken würde. Der Ael hasste es über den Krieg zu reden und war froh, dass sich Nanka und Ayli, trotz ihrer Meinungsverschiedenheiten bisher nicht im eigentlichen Sinne bekriegt haben sondern immerhin die Existenz des jeweils anderen duldet.
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Nathea
Dieb.Nanka
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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   Fr 16 Okt 2015 - 9:23
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Das Wirtshaus hatten sie schnell erreicht. Als Nathea die Tür sanft aufstieß, stieg ihm sofort der Geruch von Bier in die Nase. Er hielt sie für Ilyrijan geöffnet und ließ währendessen den Blick durch das gut besuchte Wirtshaus schweifen. "Anscheinend sind wir passend zum Abendessen erschienen." Überall saßen gut gekleidete Leute, die sich über ein Glas Bier und einem Teller köstlich gebratenen Fleisches angeregt miteinander unterhielten. Nahe der Theke fand Nathea einen freien Tisch für sie beide und steuerte darauf zu, nachdem auch Ilyrijan das Wirtshaus betreten hatte. Hier war es angenehm warm und so streifte Nathea seinen Mantel elegant von den Schultern und plätzierte diesen fein säuberlich neben sich. Darunter trug er ein auf seine Figur zugeschneidertes Hemd, das allen Anschein nach einen stolzen Preis gehabt haben musste. Mit seinem Edelbordell ließ sich gut Geld verdienen und er mochte es sich angemessen zu kleiden. Dennoch war er kein Draufgänger, auch wenn einige, die ihn nicht kannten ihn möglicherweise für einen halten mochten. Seine Mädchen behandelte er stet's gut und er war bemüht ihnen ihre Wünsche zu erfüllen. Als er die Wirtin heraneilen sah, bestellte er für sie beide einen guten Rotwein und etwas des köstlich duftenen Fleisches, das ihn von überall ins Auge sprang. "Der Abend geht auf mich", verkündete er. "Als Dank für die gute Zusammenarbeit."

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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   So 18 Okt 2015 - 2:23
Ilyrijan betrat das Wirtshaus nach Nathea und folgte ihm zu einem freien Tisch. Der Raum war zu dieser Stunde gefüllt mit Menschen und es war warm und stickig. Ilyrijan folgte dem Beispiel seines Begleiter und zog seinen Mantel aus. Das Hemd darunter war wie der Rest seiner Kleidung schwarz. Seine Katanas und den Spazierstock stellte er neben seinem Stuhl ab. Dann setzte er sich hin und betrachtete die anderen Gäste.
Als Nathea für sie beide bestellte, schenkte er ihm ein dankbares Lächeln: "Vielen Dank, dass ist sehr freundlich von euch, aber nicht nötig, wirklich." Die Formen der Höflichkeit verlangten von ihm, der Einladung zu widersprechen, schliesslich kannte er Nathea eigentlich nicht.
Während sie auf ihr Essen warteten, betrachtete Ilyrijan seinen Gegenüber. Der junge Mann trug teure Kleidung, dass erkannte man sofort. Auch sein gutes Benehmen und seine ausführlichen Kenntnisse über Wein liessen auf ein Leben in Wohlstand schliessen.
"Darf ich fragen was ihr von Beruf seid?", fragte er, ohne allzu neugierig zu klingen.
Die Wirtin balancierte zwei dampfende Teller und zwei Gläser samt Flasche an ihren Tisch und stellte sie vor ihnen ab. Nachdem sie eingeschenkt und hektisch wieder hinter der Theke verschwunden war, erhob Ilyrijan sein Glas und sah Nathea an: "Zu Wohl. Auf die gelungene Zusammenarbeit."

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Nathea
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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   Mi 21 Okt 2015 - 19:48
Seinen Bogen und Köcher hatte Nathea sorgfältig neben sich platziert. Immer in Greifweite, falls es zu irgendwelchen Unannehmlichkeiten kommen sollte. Nathea griff nicht gern zu harten Bandagen aber wenn es die Umstände erforderten, dann scheute er auch davor nicht zurück.
Als die Wirtin ihnen den Wein und die dampfenden Teller brachte, bedankte er sich bei ihr. Kurz rieb er sich die Schläfen. Jetzt wo sie langsam zu Ruhe kamen, spürte er die Erschöpfung. Die letzten Tage waren furchtbar kräftezehrend gewesen und er hatte nur wenig zu sich genommen. Der Duft des gebratenen Fleisches ließ ihm das Wasser im Mund zusammenlaufen. Es wäre besser seinen Magen erst mit einer guten Ladung des köstlich duftenden Fleisches zu füllen, bevor er sich über den Wein hermachte. Anderenfalls wäre er vermutlich sofort sturzbetrunken und in Ilyrijan's Gegenwart zierte sich das nicht.
Er blickte seinem Gegenüber in die Augen, als dieser sich nach seinem Beruf erkundigte. Er war gespannt auf Ilyrijan's Reaktion. Für gewöhnlich reagierten Männer positiv auf darauf. "Ich besitze ein Edelbordell ganz in der Nähe des Marktplatzes." Das sollte für's Erste genügen. Er würde ihm jegliche Frage zu seinem Etablissement in aller Ruhe beantworten aber zuerst wartete er auf dessen Reaktion.
Er folgte Ilyrijan's Beispiel und hob sein Glas. "Zum Wohl!"

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BeitragThema: Re: [Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel   Sa 24 Okt 2015 - 17:14
Ilyrijan musterte Nathea. Die feine Kleidung, die guten Waffen, das teure Essen. Das bezahlte er also in dem er die Körper von Frauen verkaufte. Er hatte generell nichts gegen dieses Geschäft. Es war ihm auch egal aus welchen Gründen Frauen zu diesem Beruf kamen. Doch Bordelle zogen seiner Erfahrung nach Kriminalität an, wie das Licht die Motten. Nathea sah nicht aus wie ein gefährlicher Krimineller, doch der Schein konnte trügen. "Ich hoffe da geht alles mit rechten Dingen zu?", meinte er in beiläufigem Ton. Einen überblick über die Kriminalität in der Stadt zu behalten, gehörte auch zu seinen Aufgaben. "Solche Geschäfte können schliesslich schnell gefährlich werden."
Selbst hatte Il keinerlei Interesse an solchen Angeboten. Er war nicht einer dieser Verklemmten, die schon beim Anblick einer grossen Oberweite rot anliefen, ihm waren Frauen allgemein egal. Für ihn zählte nur eine, hatte nur eine gezählt. Doch Brianna war tot. Natürlich war er lange keine Jungfrau mehr gewesen, als er ihr begegnet war und auch danach nicht Enthaltsam gewesen, doch anders als die meisten anderen Männer drehten sich seine Gedanken nur selten um dieses Thema und er würde sicherlich nicht dafür bezahlen. Und seine Meinung von Männern die das taten war nicht sehr hoch. Wirklich nicht.
Il kostete das Fleisch, das zwar nicht mit dem Essen in guten Restaurants zu Vergleichen war, aber auf leeren Magen ausserordentlich köstlich schmeckte. "Das Essen hier ist sehr gut", bemerkte er, nachdem er noch einen Schluck vom Wein genommen hatte. Dieser war ebenfalls von guter Qualität, wenn auch nicht so exquisit wie weitaus teurere seiner Art.




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[Nanka] Wirtshaus - die violette Kuppel

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