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 [Ayli] Stadttor

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Juserus
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BeitragThema: [Ayli] Stadttor   Di 23 Jun 2015 - 18:56
Stadttor

Mitten in den massiven Wänden der Höhle findet man ein Steintor. Es ist nur durch einen alten Mechanismus zu öffnen und kann sogar stärkste Geschosse aufhalten. Es ist in typischer, kantiger und glatter Zwergenkunst gebaut und führt direkt in einen langen, dunklen Tunnel. Mehrere Soldaten halten hier ununterbrochen Wache.
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Korven
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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   Sa 27 Jun 2015 - 23:50

1. Lians 25491
Vormittag

Mit knirschenden Zähnen schlenderte Korven Frostherr durch die Straßen der Stadt. Es war dunkel. Es war immer dunkel in Ayli. Wie konnte man es auch anders erwarten, wenn man sich in einer unterirdischen Stadt befand? Weit und breit sah man nichts anderes als grauen Stein und schwarzen Stein. Kanten und raue Wände. Die Stadt bestand aus Stein und sie würde mitsamt ihres Steins untergehen.
Der Mann seufzte, als er an den Gebäuden vorbei zog. Sicherlich ein schöner Anblick, wenn man es aus einer anderen Perspektive betrachtete. Einer Perspektive, die nicht in diesem Moment schlecht gelaunt war.
Dabei hatte Korven keinen Grund, solch eine Stimmung zu haben. Er war befördert worden. Seit wenigen Tagen der Kopf der gesamten Stadt. Er sollte an der Oberfläche eine Siedlung errichten und Ayli noch weiter an die Spitze führen. Sie mussten mächtig werden, denn du so konnte er seiner Aufgabe als Utgard endlich nach kommen. Maesa war noch einfach einzunehmen. Aber wenn er daran dachte, dass Frostfall und Immerherbst nächste mögliche Ziele waren, grauste es ihm.
Der Utgard entdeckte zwischen einigen Häuserreihen endlich die Straße zum Stadttor. Es war lange nicht mehr geöffnet worden und eigentlich sollte das so bleiben, da ihnen eine ganze Welt oberhalb zur Verfügung stand. Aber wie es auch anders sein sollte, sprudelten die Gerüchte und Geschichten. Man behauptete seltsame Dinge von den Tunneln um die Stadt. Dinge, die den Bewohnern Angst machten. Und da niemand wagte, diesen Behauptungen auf den Grund zu gehen, tat es Korven – zusammen mit ein paar lebensmüden Freiwilligen. Es war in Wunder, dass jemand sich auf die Ausschreibung gemeldet hatte, aber scheinbar gab es tatsächlich Personen, die nicht an ihrem Leben hingen.
Der Utgard grinste. Mit solchen Personen konnte er arbeiten. Angst half bei diesem Unterfangen niemanden.
Und so näherte er sich dem hohen Steintor, vor dem ein paar nervöse Soldaten standen. Hier sollten sie sich treffen. Drei weitere Reisende erwartete er und er hatte keine Ahnung, wer diese Personen sein sollten. Nächstes Mal las er doch lieber die Akten.

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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   So 28 Jun 2015 - 0:17

Freyja sah auf die Uhr, die an der Wand hing. Es wurde langsam Zeit, dass sie sich auf den Weg machte. In der Anzeige, die neulich am Schwarzen Bett hing, war deutlich daraufhin gewiesen worden, unbedingt pünktlich zu sein. Also holte sie ihren dicken, braunen Mantel und das lange, breite Schwert aus dem Schrank. Sie schnallte sich das Schwert auf den Rücken und zog den Mantel darüber. Mit einem letzten Blick in den dunklen Raum, der Heilerin, verliess sie das Haus um zum Stadttor zu gelangen. Der schwarze Rabe Mór sass auf ihrer rechten Schulter, während der weisse Maith über ihr, neben den Dächern herflog. So ging sie durch die düsteren Strassen Aylis. Sie hatte sich noch nicht wirklich an die neue Stadt gewöhnt. Vielleicht lag es daran das sie es hier ständig dunkel war, vielleicht an der Tatsache, das Magie hier verboten war, aber es fühlte sich völlig anders an als in Nanka.Und sie vermisste die Oberfläche. Gab es hier wirklich nur Feiglinge, die zuviel Angst hatten die neue Welt zu erkunden. Wenigstens hatte man beschlossen die Tunnel zu erkunden, was endlich ein wenig Abwechslung in ihren Alltag brachte und ihr die Möglichkeit gab diese langweilige Stadt für kurze Zeit zu verlassen.
Mittlerweile war das Stadttor in Sicht gekommen. Schon von weitem konnte man die Soldaten sehen, alle recht ängstlich schienen. Na wunderbar! Gab es denn hier niemand Vernünftigen, an den sie sich wenden konnte? Unschlüssig blieb sie, wenige Meter vor der Soldatengruppe stehen.


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Yarra
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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   So 28 Jun 2015 - 9:51

F I R S T  P O S T

Seit der Himmel wieder sichtbar war, hatte Yarra die unterirdische Stadt nicht mehr betreten. Sie hasste das Dunkel der Stadt, wenn sie doch als Vergleich an der Oberfläche eine ganz neue, wundervolle Welt entdecken konnte. Wahrscheinlich dauerte es deshalb etwas länger, bis sich die Gestaltwandlerin dazu durchrang, zum Stadttor zu kommen. Manch einer würde sagen, sie kam zu spät, sie hingegen betrachtete es als innerhalb der Toleranzgrenze. Schließlich waren ohnehin noch nicht alle da, dachte sie sich und betrachtete, als sie den geraden Weg hin zum Tor marschierte, die kleine Menschengruppe, die sich dort im Licht der Fackeln formte. Dieses Licht war ihr inzwischen auch nicht mehr lieb. Viel besser war doch die Sonne am blauen Himmel oder nicht? Ihre neu aufkommende Abscheu gegen diesen Ort sah man ihr nicht an, so hoffte sie jedenfalls, als sie die schnellen Schritte verlangsamte und am Tor zum Stehen kam. Keinen der hier stehenden Menschen hatte sie jemals zuvor gesehen. Jedenfalls hatte niemand einen bleibenen Eindruck hinterlassen, sodass sie sich daran erinnern würde. Ihr Blick blieb an einem Mann haften, der so aussah, als wäre er schlechter gelaunt, als man es für eine Suizidmission gebrauchen konnte. Natürlich war die Teilnahme an dieser Mission sinnlos und in gewisser Weise absolut leichtsinnig, wenn man sein Leben eigentlich doch zu schützen versuchte. Aber dennoch musste man doch nicht so aussehen, wie drei Tage Regenwetter, oder?
Weiter sah sie dort eine junge Frau stehen, die ihr aufgrund der Krähe ins Auge fiel. Die Utgard hätte gerne sofort mit einem gewaltigen Satz auf die Schulter der Frau den Vogel angegriffen, einfach weil es in ihrer Natur lag. Dennoch zügelte sie sich. Sie war nicht von ihren tierischen Instinkten unterjocht worden.
"Hallo zusammen." begrüßte sie die anderen Teilnehmer der Mission nun so, wie es die Höflichkeit forderte.


Zuletzt von Yarra am Mo 29 Jun 2015 - 21:42 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   So 28 Jun 2015 - 10:16
Der Mann streckte sich. Hier unten verlor man sein Zeitgefühl. Damals in Tanseru wusste man manchmal nicht, wie spät es war, aber unter der Erde konnte er gar nichts mit der Zeit anfangen. Kein Wunder, dass die Zwerge sich hatten hier vertreiben lassen. Und ebenso wenig war es erstaunlich, dass das Volk in Tanseru ebenfalls nicht ihre Macht festigen konnten. Böse Zungen behaupteten, dass sie einen Gegenschlag planten und sich in ihren Bergstädten zusammenrotteten. Aber das waren nur Gerüchte. Gerüchte von einem Land, das nicht länger in seiner Reichweite lag.
Der Mann ballte seine Fäuste. Dabei gab das schwarze Metall kein Geräusch von sich. Er verstand bis heute nicht, wieso Lucian Karlim es ihm geschenkt hatte. Es war die Rüstung eines Generalmajoren und Korven selbst war nur Oberst gewesen. Dennoch schien der Berserker ihn ins Herz geschlossen zu haben. Warum sonst sollte er ihm einen so wertvollen Stahl überlassen?
Eine seltsame Erscheinung nahm eine Aufmerksamkeit ein. Er bemerkte aus dem Augenwinkel eine Frau, welche sich dem Tor näherte. Sie war mit zwei Krähen unterwegs. Der Utgard blickte zu der Fremden, welche sich ihm näherte, aber recht unschlüssig wirkte. Es ratterte in Korvens Kopf. Er hatte die Akten zwar nicht gelesen, aber es war irgendwas von einer seltsamen Frau mit Krähen erwähnt worden. War sie das?
Bevor er sich der Dame auch nur nähern konnte, betrat eine weitere Person die Szene. Ebenfalls eine Frau. Sie wirkte animalisch und hatte Tätowierungen im Gesicht. Die Frau hatte er schon mal gesehen, sie war eine Utgard. Sie war ihm bei der Sichtung der Personalakten aufgefallen, was nicht zuletzt an der roten Farbe in ihrem Gesicht lag. Sie ergriff auch gleich das Wort und begrüßte die beiden.
Korven nickte zunächst stumm, während er seine Aufmerksamkeit wieder auf die Dame mit den Krähen richtete. Sie wirkte nicht so, als käme sie ursprünglich aus Maesa. Viel mehr kam ihre Erscheinung ihm bekannt vor. Ob sie aus Krätau stammte? Vielleicht sogar Tanseru? Ein wohliges Gefühl von Heimat kam in ihm auf, bevor es sich mit den Erinnerungen vermischte, die er mit dem Land verband. In Tanseru war nicht immer alles gut gewesen.
"Tag", sagte er kurz angebunden. "Korven Frostherr, mein Name." Ob sie inzwischen gehört hatten, wer der neue oberste Utgard war? Wer nun über Ayli herrschte? "Seid ihr beide wegen der Erkundung hier?", fragte er nun plump. Wozu lange fackeln und ein Gespräch anfangen? Wenn die beiden Frauen Teilnehmer waren, dann müssten sie nur noch auf eine weitere Person warten. Das ging schneller als gedacht.
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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   So 28 Jun 2015 - 13:30
Ein Mann kam auf sie zu. Utgard, das wusste sie sofort. Er begrüsste sie knapp und stellte sich vor. Korven Frostherr, irgendwoher kannte sie diesen Namen... Hatte Boas ihr davon erzählt? Achja, dieser Mann war der neue Herrscher über Ayli! Boas hatte sich furchtbar über die Tatsache aufgeregt, dass ein so junger Mann, dazu noch ganz neu in Ayli, zum Herrscher ernannt worden war. Freyja musste lächeln, als sie an den alten Krieger dachte. Nun, dass würde ja ein interessanter Ausflug werden!
"Seid ihr beide wegen der Erkundung hier?", fragte Korven Frostherr nun. Erst da bemerkte Freyja die junge Frau, die neben sie getreten war. Ebenfalls eine Utgard. Allerdings sah sie eher südlich aus. Sie kam ganz bestimmt nicht aus Krätau. In ihr Gesicht hatte sie drei rote Dreiecke tätowiert... War sie eine Gestaltenwandlerin? Freyja war sich nicht sicher, aber die Frau hatte so etwas an sich. In so grossen Städten wie Ayli traf man diese Art nicht oft. Genau wie Freyja, mochten auch die meisten anderen ihrer Artgenossen weder die engen Strassen, noch die vielen Menschen.
Sie sah wieder zum neuen Herrscher. "Ja genau deswegen. Sind wir nur zu dritt, oder kommen noch mehr?"


Zuletzt von Freyja am Mo 29 Jun 2015 - 20:11 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   So 28 Jun 2015 - 14:46

Die Begrüßung der Utgard blieb nicht unerwidert, sodass Yarras Blick schnell von den beiden sonderbaren Gestalten angezogen wurde, die sich nun als Missionsgefährten herausstellten. Sie lauschte den Worten des Mannes und sah ihm dabei in das mürrisch wirkende Gesicht. Er hatte sich als Korven Frostherr vorgestellt, eigenartiger Name. Aber ein Name, der ihr eher bekannt vorkam, als das Gesicht, welches sich dahinter verbarg. Vor drei Tagen hatte sie ihre Schwester getroffen und da diese noch immer in Ayli lebte, hatte sie ihre Schwester Yarra ein wenig auf den neuesten Stand gebracht. Ein gewisser Korven Frostherr war zum Herrscher ernannt worden. Zum obersten Utgard. In gewisser Weise also der direkte und oberste Vorgesetzt der Gestaltwandlerin. Sie tat sich schwer, den Mann als solchen zu akzeptieren, er wirkte nicht unbedingt wie ein Vorbild oder Leitbild, welchem sie folgen wollte. Das behielt sie aber vorerst für sich. Es wäre untaktisch, vor einer Suizidmission eine Meinungsverschiedenheit wie diese zu provozieren.
"Yarra Nanhra, freut mich." ihr angefügtes freut mich galt eher der Höflichkeit, welche man sie gelehrt hatte. Wer genauer hin hörte, bemerkte schnell, dass sie nicht allzu begeistert davon war, dass ihr Team nicht aus ausgebildeten Kriegern bestand, die dies auch ausstrahlten.
"Sicherlich nicht, wegen der schönen Aussicht hier ..." entgegnete sie, wobei ihre Wortwahl abfälliger war, als ihre Tonlage.
"Lassen wir uns mal überraschen, was wir in den Tunneln schönes finden. ..."


Zuletzt von Yarra am Mo 29 Jun 2015 - 21:42 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Korven
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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   So 28 Jun 2015 - 15:34
Zwei Frauen, das konnte heiter werden. Korven vertrat den Ansatz über Frauen, den man in Tanseru pflegte. Frauen hatten sich die Städte zu verlassen und sich in Gefahr zu begeben. Sie waren auch oft schlechte Krieger, da sie sich zu sehr von ihren Emotionen trugen lassen. Das hatte er bei Aenna Chara schon durch. Obwohl sie sich mühe gegeben hatte, keine Emotionen zu zeigen, war sie launisch und furchtbar anstrengend gewesen. Der Utgard schmunzelte. Oberst Chara hatte getan, was sie konnte, um kein Mensch zu sein. Er verstand bis heute nicht, warum.
Einige Steinchen knirschten unter dem Stiefel des Mannes, als er einen Schritt näher auf die Frauen trat. Was sie zu besprechen hatten, musste nicht jeder wissen. Seine blauen Augen betrachteten die beiden weiterhin durch die getönten Gläser seiner Brille. Yarra hieß die Tätowierte also. Es dämmerte ihm irgendwo, aber anfangen konnte er mit diesem Namen nicht wirklich etwas. Wahrscheinlich war sie zu unwichtig in den Dienstgraden.
Die andere Frau hatte sich nicht vorgestellt. Demnach sah Korven nun zu ihr und nickte kurz. "Dein Name?", fragte er unhöflich. Es hatte selten jemanden gegeben, der über ihm gestanden hatte. In Tanseru war er Teil des Militärs gewesen. Als Oberst standen nur der Generalmajor und der Generalfeldmarschall über ihm. Und der König, aber das war ein kleiner Knirps, der ohnehin nichts zu melden hatte. Die Utgard selbst waren in Tanseru nie direkt mit ihm in Verbindung getreten, nachdem man ihn verändert hatte. Und hier hatte er ebenfalls nur den alten Obersten gehabt. Nun war es Korven, der die Stadt führte. Ein seltsamer Gedanke und er hatte die Schreibtischarbeit deutlich unterschätzt.
"Wir warten noch auf jemanden", sagte er und erwähnte nicht, mit wem sie zu rechnen hatten. "Und Schönes haben wir in den Tunneln nicht zu erwarten. Ich bezweifle, dass es überhaupt etwas in der näheren Umgebung gibt", fügte er an. Wäre irgendwas in der Nähe, hätte man schon vor langer Zeit davon erfahren. Warum sollte ausgerechnet jetzt etwas auftauchen? Natürlich konnte man mit den Unwesen rechnen, die schon seit der Katastrophe dort hausten, aber etwas Neues sollte ihnen nicht begegnen.

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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   So 28 Jun 2015 - 16:03
"Warum so negativ?" fragte Freyja, "Wird bestimmt interessant."
Die beiden waren ja die schlechte Laune in Person. Aber sie war ja auch nicht hergekommen um Freundschaften zu schliessen. Sie wollte nur aus dieser verdammten Stadt raus. Sie sollte sich wirklich langsam um eine Wohnung in der neuen Siedlung kümmern. Was sie eigentlich schon längst getan hätte, wenn sie als Medizinerin nicht in der Nähe ihrer Patienten leben müsste. Oben waren einfach noch zu wenig Menschen.
Der Utgard hatte sie nach ihrem Namen gefragt: "Ich bin Freyja. Und ihr braucht keine Angst zu haben, ich kann euch wieder zusammenflicken, falls in den Tunneln irgendetwas gefährliches lauert.", meinte sie mit einem spöttischen lächeln.

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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   So 28 Jun 2015 - 19:27

So langsam kam ein Gespräch ins Rollen und Yarra begann damit, sich die Mission als gar nicht so schlimm vorzustellen, wie sie es anfangs befürchtet hatte. Freyja - so stellte die Krähenlady sich vor - schien eine ganz nette Person zu sein und machte auch direkt darauf aufmerksam, dass sie im Notfall auch gerne ihre Teamkameraden wieder zusammenflicken würde. Ein geringer Trost, wenn die Utgard daran dachte, was sie denn überhaupt erst auseinander reißen könnte, aber dennoch ein Trost. Sie lächelte die nordisch wirkende Frau dankbar an.
"Und ich dachte schon, ich wäre die Letzte, Glück gehabt. Habt ihr eine Ahnung, wer uns noch begleiten wird, Oberst?" Yarra erinnerte sich, dass Karyn ihre Schwester den neuen Herrscher als einen Oberst betitelt hatte. Wahrscheinlich eine streng militärische Laufbahn, sodass dieser Titel ihr am ehesten passend vorkam. Sollte der Chef jedoch eine andere Bezeichnung vorziehen, wäre die Gestaltwandlerin natürlich bereit, die Anrede anzupassen. Eventuell.
"Ich bin nicht negativ, bloß realistisch. Man hat einige Geschichten erzählt von dunklen, bedrückenden Schwingungen und Auren, die wahrgenommen wurden. Da blüht die Fantasie." sie zuckte mit den Schultern und dachte daran, dass sie selbst eher in der Lage war, Magie wahrzunehmen. Ob es überhaupt Wesen gab, die so etwas wie böse Auren spüren konnten, vermochte sie nicht zu bestimmen. Aber das waren auch nur Geschichten gewesen, schließlich hatte sie bis zum Aufbrechen der Wolken ihr gesamtes Leben in den dunklen Straßen und Gassen der Stadt verbracht. Da hörte man hin und wieder einiges, was die Leute so tratschten.
"Zusammenflicken klingt gut, hoffentlich kommt es nur nicht so weit." entgegnete sie schließlich der Blonden, die sie kurz danach etwas fragend musterte. "Darf ich fragen, was es mit den Krähen auf sich hat? Hier unten habe ich selten welche gesehen."


Zuletzt von Yarra am Mo 29 Jun 2015 - 21:43 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   So 28 Jun 2015 - 20:29

Korven wusste nicht, was er von den beiden Frauen halten sollte. Freyja, wie sie sich vorstellte und immer mehr in das Bild eines Weibes aus Kräutau passte, war optimistischer als es der Mann für gut heißen konnte. In manchen Fällen half Angst immer etwas besser, als Optimismus oder Zuversicht. Aber Korven ließ sich nicht beirren und ließ zunächst Yarra sprechen. Sie wusste, dass er einst Oberst war, was davon zeugte, dass sie gut informiert war. Aber konnte er auch eine solche Person gebrauchen? Blinder, dummer Gehorsam war ihm in diesem Moment lieber. Korven brauchte niemanden, der selbst mitdachte. Am Ende war es sicher Yarra, die ihm widerspräche und andere Wege vorschlug. Das wusste der Mann jetzt schon.
„Ein Mann“, sagte er kurz angebunden. Wieso fragte sie ihn, auf wen sie noch warteten? Sie sähe es ohnehin bald und er selbst hatte keine Ahnung. Lieber sollte sie ihn für stumpf und kurz angebunden halten als für einen Mann, der sich nicht richtig informierte. In den letzten Tagen waren einfach zu viele Aufgaben auf den Utgard zugekommen. Eigentlich konnte er sich diese Mission nicht leisten, aber was sollte er sonst tun? Dumme Untergebene sterben lassen und nie erfahren, was sich in der Umgebung abspielte? Von den Anwesenden hatte er wahrscheinlich die höchste Überlebenschance.
Während die Frauen sich scheinbar prächtig unterhielten, zog er ein altes Tuch heraus und nahm seine Brille ab. Hier unten war es staubiger als sonst, was sicherlich an den Arbeiten an der Oberfläche lag. Die Männer trugen einiges an Dreck herunter, der den Utgard hier belästigte. Und so wischte er den Staub von den dunklen Gläsern, während er mit seinen ozeanblauen Augen weiter die beiden Frauen beobachtete. Sollten sie nur reden.

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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   So 28 Jun 2015 - 21:07
Das Mädchen schien eigentlich recht freundlich und anscheinend ziemlich geschwätzig. Nur gegenüber Korven schien sie leicht verkrampft. Aber das lag wahrscheinlich in der Natur der Utgards. Sie legten viel zu viel Wert auf Ränge und Titel. Der Utgard war nur wenige Jahre älter als sie und sie wusste noch nichts über ihn, wieso sollte sie also mehr Respekt vor ihm haben?
Sie betrachtete ihn etwas ausführlicher. Er war recht gross und sah eigentlich nicht schlecht aus. Mit dem schwarzen Haar und den markanten Gesichtszügen erinnerte er sie an ihre Heimat. Yarra hatte ihn Oberst genannt, die Rüstung die er trug, liess aber auf einen weitaus höheren Posten schliessen. Aber als Herrscher über eine ganze Stadt konnte er vermutlich tragen was immer er wollte.  
Yarras Frage nach den Krähen, riss sie aus ihren Gedanken. Die Frage bekam sie in letzter Zeit öfters zu hören. War es wirklich so seltsam Vögel, anstatt Katzen oder Hunde als Begleiter zu haben? Langsam ging Freyja die Neugier der Leute auf die Nerven.
"Die beiden stammen aus meiner Heimat. Sie sind mir zugelaufen."

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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   Mo 29 Jun 2015 - 16:47

Jetzt hieß es also warten. Warten auf einen Mann, wie Korven sagte. Einen Mann, der offensichtlich ein schlechteres Zeitmanagement hatte, als Yarra. Das wollte schon etwas bedeuten. Yarra mochte es nicht, warten zu müssen. Klar, sie war gedulgi in der Jagd, aber das war jedes Raubtier. Sie war nicht geduldig m Alltag. Da sie ohnehin nicht der Typ war, der lange still halten und ruhig warten konnte, sollte dies wahrscheinlich auch schon die erste Herausforderung an der Mission sein. Während sie mit Freyja sprach, begann sie damit, unbewusst ihr Gewicht zu verlagern. Von einem Bein auf das andere, dann irgendwann verkreuzte sie die Beine, stand einen Moment so und dann stellte sie sich durch minimales Anheben eines Fußes nur noch auf ein Bein.
"Okay." entgegnete sie der knappen Antwort Korvens und wandte sich dann wieder an die Blonde.
Die beiden Vögel waren ihr also zugelaufen, wohl eher geflogen wollte die Gestaltwandlerin meinen, und hatten sich nun bei ihr ein neues Zuhause eingerichtet. Interessant. Yarra wusste nicht viel von den Bewohnern der Lüfte, jedoch konnte sie sich laut dem, was die Bücher ihr verraten hatten, nicht allzu gut vorstellen, dass sie wie Hunde und Katzen an menschliche Nähe gewöhnt waren. Nun ja, vielleicht war das in anderen Ländern, in denen Städte nicht abgeschlossen von der Außenwelt unter der Erde lagen, ja ganz normal.
"Aus deiner Heimat? Also kommst du wirklich nicht von hier, richtig?" hinterfragte sie und mustere mit freundlicher Mine die junge Frau erneut. Flechtfrisuren waren hier nicht allzu häufig anzutreffen, ebenso wenig wie der Kleidungsstil der Frau.Yarra kannte die Welt oben nur aus Geschihctsbüchern und die waren nie wirklich ihre Freunde gewesen. Lesen war etwas für die, die sich nicht bewegen wollten. Daher las sie einfach nicht gerne oder viel. Infogedessen war sie eigentlich eine sehr unwissende Frau, der man Vieles, was in der unterirdischen Stadt nicht normal war, erklären musste. Obgleich ihr Stolz das nicht immer wollte, sodass sie nicht so direkt fragte.


Zuletzt von Yarra am Mo 29 Jun 2015 - 21:43 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Korven
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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   Mo 29 Jun 2015 - 18:59
Krähen. Ja die hatte er tatsächlich oft in Tanseru gesehen. Nervige Biester, diese Dinger. Sie tauchten auf, wo man viele Leichen fand und klebten den Wölfen am Arsch, damit diese für sie jagten. Selten hatte Korven eine Krähe gesehen, ohne in der Nähe irgendwo Spuren von Wölfen zu finden. Sie waren nie für etwas zu gebrauchen gewesen. Wobei man Krähen sogar ab und zu als Nachrichtenvögel nutzte, da Tauben einfach zu schwach waren. Aber das war nur für große Strecken.
Yarra fragte Freyja, ob sie wirklich nicht aus Maesa kam. Etwas, das dem Utgard schon längst klar war. Er erkannte seine Landsleute. Sie verhielten sich alle ähnlich und hatten eine ungefähre Linie in ihrem Aussehen. Wenn es nicht die blonden Haare und hellen Augen waren, dann ihr meist etwas raues Verhalten.
Der Mann schabte mit seinen gepanzerten Füßen auf dem Boden. Er wollte endlich los. Wo blieb dieser verdammte Idiot? Sie warteten schon mehr als genug auf ihn und wenn er nicht bald auftauchte, würden sie ohne den Mann losziehen. Korven hatte zwar immer noch keine Ahnung, auf wen sie warteten, aber es sollte etwas setzen, wenn er endlich auftauchte. Den neuen Anführer der Stadt ließ man nicht einfach so warten.
Er seufze und schaute zu Yarra. Eigentlich ein hübsches... was dachte er denn da? Der Mann ballte seine Fäuste und richtete seine Gedanken auf etwas anderes. Das Warten machte ihn schon wahnsinnig.

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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   Mo 29 Jun 2015 - 20:24
Langsam wurde ihr die Situation unangenehm. Musste das Mädchen soviel Fragen stellen? Hoffentlich kam der letzte Teilnehmer bald. Sie hatte nicht vor ein Kaffeekränzchen mit der Utgard zu halten. Schliesslich ging es niemanden etwas an woher sie kam. Wieso wollte das Mädchen das überhaupt wissen? Immerhin war es auch ziemlich offensichtlich woher sie ursprünglich kam. Weder ihre Haare, noch ihre Kleider hatte sie dem einheimischen Stil angepasst.
Mit einem leisen Seufzer antwortete Freyja: "Nein ich komme nicht von hier."
Hoffentlich war es das mit der Fragerei. War sie hier etwa in einem Verhör? Demonstrativ wandte sie sich von Yarra ab und sah sich um. Keiner der Menschen auf dem Platz schien zu ihrer Gruppe stossen zu wollen. Vielleicht sollten sie einfach losgehen. Selbst schuld wenn man so viel zu spät kam.
Sie strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und scheuchte mit der Bewegung Mór auf, der empört in die Luft flog. Freyja beobachtete wie er ein paar Runden über den Platz drehte und dann auf einem der Dächer landete. Sie hielt nach Maith Ausschau und entdeckte den weissen Raben ebenfalls auf einem der Dächer.
Sie blickte wieder ihre Mitstreiter an, die beide recht ungeduldig wirkten. Vielleicht war es doch eine blöde Idee gewesen, an der Mission teilzunehmen. Warum war sie nicht einfach an der Oberfläche spazieren gegangen. Da hätte sie zumindest ihre Ruhe gehabt! Jetzt stand sie hier mit einem offensichtlich ziemlich schlecht gelaunten- und einem viel zu neugierigen Utgard und wer wusste was der vierte Teilnehmer für einer war!

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Yarra
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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   Mo 29 Jun 2015 - 21:38

Hatte sie etwas falsches gefragt? Yarra widerholte ihre Frage gedanklich ein zweites mal und schließlich ein drittes mal. Auch beim vierten mal empfand sie dabei nichts als unangenehm, sodass jemand sich so verhalten müsste. Freyja hingegen schien sie gerade auf dem falschen Fuß erwischt zu haben, wie man so schön sagte. Dabei sprach die Körpersprache der Frau Bände. Sie kehrte sich um und begutachtete die nähere Umgebung. Na wenn das mal keine Abfuhr war. Yarra war etwas verblüfft darüber, dass die Konversation sich so schnell in die falsche Richtung entwickelt hatte, das war eigentlich nicht ihre Absicht gewesen. Aber wahrscheinlich war die Rabenfrau einfach eine Person, die Dramen mochte und dabei selbst gerne eines war. Nein, solche Gefühle verstand die Wölfin einfach nicht. Sie war lieber der direkte Typ und quittierte die Körpersprache der Blondine mit einem verwunderten "Okay." Dann wandte auch sie sich von der anderen ab und ging ein paar Schritte am Stadttor entlang. Bevor die Oberfläche quasi offen war, hatte sie das Tor oft angestarrt und gehofft, dassei ne der zahlreichen Wachen, die pausenlos hier quartierten, umfallen und das Bewusstsein verlieren würde. Sie wäre ausgebückt, sobald man ihr die Gelegenheit bot. Jetzt wartete sie ebenfalls, durch das Tor schreiten zu können, nur eben nicht als Flüchtige. Sie begutachtete die ihr wohl bekannte Machart des Tores. Die Zwerge waren ihrer Meinung nach elegante Baumeister, die rustikale Bauwerke wie dieses wohl mit am besten herstellen konnten. Sie ließ es sich nicht nehmen, auch mal mit den Fingerspitzen über das eiserne Tor zu fahren. Entgegen ihrer Erwartungen war es nicht so kalt, wie eine Klinge es wäre.
Manche Menschen sagen, man könne es spüren, wenn man beobachtet wurde. So wirklich ist es schwer, das zu glauben. Aber etwas Wahres ist durchaus dabei, wenn man sich urplötzlich so fühlt, als wäre man nicht allein. Dass sie das sowieso nicht war, wusste die Nanhra. Aber als sie sich mit einem Blick über die Schulter herumdrehte, sah sie wirklich, dass der oberste Utgard sie gerade ansah. Der verschwiegene Mann ballte seine Fäuste und zugleich wandte Yarra sich, peinlich berührt, wiederzum Tor um, welches sie noch ein mal kurz antippte, dann aber mit einem Schritt nach Hinten wieder Abstand gewann.
Sie drehte sich zu ihren Zwangskameraten herum und lehnte sich schließlich mit dem Rücken gegen das Tor. Wenn sie schon warten sollte, dann sollte man das auch sehen können ...
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Korven
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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   Mo 29 Jun 2015 - 22:51
Die Stimmung kühlte rasch ab. Da konnte nicht mal die offene Art Yarras etwas tun. Sie schien es nicht gewohnt zu sein, mit Menschen aus Krätau zu verkehren. Der ewige Winter dort hat die Gemüter aller Bewohner bis in die Seelen abgekühlt. Obwohl die Zwerge den Menschen die Schuld daran gaben, dass der Schnee die Länder eingenommen hat, wussten Utgard es besser. Es waren nach wie vor die Magier, die Schuld daran trugen. Diese verdammten Guarul.
Yarra hatte sich von dem Trio gelöst und lehnte sich an das massive Tor, während sich Freyja wohl mit ihren Krähen beschäftigte. Es war stummes Warten angesagt, was den Mann nicht weiter störte. Je mehr Stille er hatte, desto besser war es.
Und doch bemerkte er einen Schatten aus dem Augenwinkel. Ein junger Soldat stolperte zu den dreien heran und er hatte eine Akte in den Händen. Unbeholfen blieb er vor Korven stehen und atmete schwer. Wie lange und schnell er wohl gerannt war?
"Frostherr!", rief er erschöpft aus und stützte seine Hände auf den Knien ab, damit er sich erholen konnte. "Ich habe dringende Nachrichten", fuhr er weiter fort und es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis er fertig gesprochen hatte.
Der Utgard zog skeptisch eine Augenbraue hoch und entriss dem Jungen die Akte. Wie alt war der Knirps überhaupt? Älter als vierzehn konnte er nicht sein.
Korven öffnete den Ordner und schaute sich die wenigen Seiten an. Es war ein Bericht über die Gefangennahme von zwei Diplomaten aus Sume. Sume bedeutete automatisch, dass es Magier waren und sie hatten ihre Kräfte auch demonstriert, als sie sich der Festnahm widersetzt hatten. Der Frostherr nickte. "Haben sie etwas gesagt?"
"Nur, dass sie verhandeln wollen. Sie sollen Handelsbeziehungen mit uns aufbauen."
"Handelsbeziehungen?" Er fuhr sich seufzend durch das Haar. "Wer ist momentan Panre in Sume?" Sume war eines der wenigen Länder, die ihren Herrscher nicht 'König' nannten. Bei ihnen hieß es Panre. Die Königin war die Pasa. Kuräsch fiel dem Mann noch als weiteres Beispiel ein. Dort gab es einen Kaiser als oberste Instanz.
Der Kleine blinzelte verwirrt. Ihm schien der Name auf der Zunge zu liegen, aber ihm fiel es wohl nicht ein.
"Genau. Panre Lann Nuc, nicht wahr? Diese ewig junge Kerl, wie es heißt", antwortete er dann selbst auf seine Frage. Er konnte nicht glauben, dass dieser Lann ein Mensch war, wie jeder es behauptete. Er alterte nicht und überstand angeblich jede Verletzung. Das war niemals menschlich. "Ich möchte, dass du zu den Diplomaten gehst, verstanden?" Der Junge nickte. "Sie sollen ihren Panre kontaktieren, mir egal, ob sie dafür Guar anwenden. Und dann sollen sie ihn fragen, was sie getan haben, dass er sie in den Tod schickt. Verstanden?" Mit weit aufgerissenen Augen nickte der Junge eifrig. Korven drückte ihm die Akte in die Hand und grinste breit. "Mach, dass du abhaust. Krümmt den Diplomaten aber kein Haar, bis ich wieder da bin. Das übernehme ich persönlich."
Wankend und zitternd trottete der Junge davon. Diese Situation hatte seine Ungeduld noch mehr geschürt. Er wollte unbedingt wissen, dass der Panre von Sume zu sagen hatte. Hätte er sich nicht denken können, dass es so endet?
Korven verschränkte die Arme. Ja. Er war gnadenlos mit den Guarul. Aber sie waren auch einst gnadenlos mit ihm gewesen.
"Wenn der Kerl nicht bald auftaucht, ziehen wir ohne ihn los."

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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   Di 30 Jun 2015 - 1:04
Na toll! Jetzt hatte sie wieder etwas falsches gemacht. Aber warum waren die Menschen hier in Maesa auch so empfindlich? Da kennt man sich seit fünf Minuten und sie wollen schon über dein ganzes Leben informiert sein. Und wenn du dann zurückhaltend reagierst sind sie beleidigt! Aber wenigstens stellte Yarra keine weiteren Fragen. Stattdessen entfernte sie sich beleidigt von der Gruppe und ging zu dem grossen Tor.
Korven Frostherr stand immer noch schweigend da. Auf einmal kam jemand angerannt. Freyja hoffte schon auf den letzten Mitstreiter, doch der Junge, der da plötzlich vor ihnen stand, war dafür definitiv zu jung. Völlig ausser Atem reichte er dem Utgard eine Akte, die anscheinend dringende Nachricht enthielt. Der neue Herrscher sah stirnrunzelnd auf das Papier. Den Informationen nach, die Freyja aus dem Gespräch zwischen Korven und dem Jungen mitbekam, handelte es sich eine Festnahme. Anscheinend ging es um mehrere Menschen aus Sume. Und das bedeutete, dass es sich um Magier handelte. Weshalb sollte man sie sonst gefangen nehmen? Aus der weiteren Unterhaltung erfuhr sie, das die Gefangenen Diplomaten waren. Der junge Herrscher schien davon allerdings nicht sehr beeindruckt zu sein, den er machte klar, dass er die beiden töten würde. Persönlich. So einer war er also. Soweit Freyja das einschätzen konnte, und sie hatte immerhin ihre halbe Kindheit unter ihnen verbracht, gab es zwei Arten von Utgard. Jene, die schon von Kind an eingetrichtert bekommen hatten, wie ehrenvoll die Utgards waren und in deren Reihen nach Ruhm und Ehre suchten, und jene, denen Magier etwas angetan hatten und die Magie und alles was dazugehörte nun aus ganzer Seele verabscheuten. Korven gehörte mit ziemlicher Sicherheit zu letzteren. Vor so einem musste man sich doppelt in acht nehmen. Aber es war auch nicht das erste Mal, dass Freyja einem der zweiten Sorte begegnete und sie wusste wie sie sich zu verhalten hatte.
Wie blöd war der Panre von Sume auch, zwei Magier nach Ayli zu schicken? Die Nachricht hatte Korven nur noch ungeduldiger gemacht. Anscheinend wollte er die Sache mit den Tunneln schnell hinter sich bringen. Warum kam der Herrscher der Stadt auch auf eine solch unwichtige Mission mit?
Wenigstens schien er ihre Gedanken, auch ohne den Zuspätkommer loszugehen, zu teilen.
Freyja nickte ihm kurz zu. In diesem Moment landete der weisse Rabe Maith auf ihrer Schulter. Mit dem goldenen Schnabel pickte er gegen ihre Wange und zog an ihrem Ohrläppchen. Nicht so fest, dass es wehtat, aber dennoch unangenehm. Noch so etwas, dass sie an Ayli störte. Hier in den unterirdischen Gängen, konnten ihre Raben kein eigenes Futter suchen. Immer wenn sie Hunger hatten, kamen sie nun zu ihr, um sie zu nerven. Und sie hatten ständig Hunger! Zum Glück hatte sie daran gedacht Korn mitzunehmen. Sie holte einige Körner aus einer Tasche in ihrem Kleid und streckte sie dem Vogel hin. Dieser pickte sie gierig aus ihrer Hand.
Während sie ihm dabei zusah, dachte sie wehmütig an ihre Heimat. Maesa war schön. Vor allem jetzt da der Himmel wieder blau war. Und Freyja mochte das Reisen und kennenlernen neuer Orte eigentlich. Aber dennoch... sie vermisste die Kälte, die gnadenlose Natur, den Schnee, die Einsamkeit. Selbst in den grösseren Städten hatte stets eine eigenartige Stille geherrscht. Hier in Ayli dagegen war es ständig laut. Überall waren Menschen. Zuhause dagegen... Sie unterbrach ihre Gedanken. Jetzt war definitiv nicht der richtige Zeitpunkt um nostalgisch zu werden.

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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   Mi 1 Jul 2015 - 7:21
Der junge Wolf fläzte auf einem Dach, die Arme unter dem Kopf verschränkt, den Rücken nachlässig an einen Schornstein gelehnt. Die Augen hatte er leicht geschlossen und die Rute zuckte leicht. Die Augenlieder zuckten leicht, doch es führte nicht zu dem Ergebnis das man erwarten würde. Die hellen Augen öffneten sich nicht, zumindest die eine Hälfte nicht. Ein Auge schloss sich vollkommen und das andere öffnete sich nach kurzem Flattern. Am liebsten hätte er das Auge zuckend wieder geschlossen weil ihn das helle Licht der Sonne geblendet hatte doch hier unten gab es keine Sonne, kein Licht. Stets war es dunkel und kein kühles Lüftchen zauste einem das Fell. Der Wolf streckte sich und ließ sich am Schornstein hinab gleiten bis er flach auf den Schindeln lag. Gähnend wand er sich auf dem Dach und nutzte die Unebenheiten um sich den Rücken zu kratzen. Mit einem letzten Gähnen rollte er sich auf die Seite und stemmte sich hoch. Mit klackernden Krallen machte Tikaani einen Schritt auf die Dachkante zu und sprang mit einem großen Satz aufs nächste Dach. Mit einem lauten Scheppern landete er und fing sich etwas unbeholfen. Lautes Zetern kam aus dem Raum unter ihm. Genervt verdrehte der Wolf die Augen und beschleunigte, wodurch er um einiges galanter am nächsten Dach landete. Ohne zu bremsen rannte er weiter und arbeitete sich so quer über die halbe Stadt.

Erst als das Stadttor langsam in Sichtweite kam wurde er langsamer und wieder etwas unbeholfener. Als Tikaani auf dem letzten Dach landete duckte er sich und schlich auf die Dachkante zu. Kurz bevor man ihn von unten sehen könnte ließ er sich flach auf den Bauch sinken und robbte sie letzten Meter. Wenn man direkt in seine Richtung sah hätte man gerade einmal ein Paar Ohrspitzen sehen können, die man auch einer Katze zuschreiben hätte können.

Tikaani musterte die Szene. Ein Mann und eine Frau standen nahe dem Tor und redeten. Obwohl Tikaani gute Ohren hatte konnte er nicht jedes Wort hören. Schon nach kurzer Zeit trat eine zweite Frau zu dem Duo. Der Wolf konnte sich denken das man auf ihn wartete, doch er wollte so viel wie möglich über seine zukünftigen Reisegefährten wissen bevor sie auch nur sein Aussehen kannten.

Erstaunt beobachtete Tikaani wie die eine Dame ihre Raben einfach davon fliegen ließ. Seine Lefzen verzogen sich zu einem schelmischen Grinsen. Seine Krallen klackerten leise auf den Schindeln als er wieder rückwärts robbte, sich an der Dachkante herab hängen und auf den Boden fallen ließ. Unauffällig sah er sich um und entdeckte einen kleinen Stand. Ein dicker Verkäufer stand dahinter und ein voller Geldbeutel hing an seiner Hüfte. Das Grinsen auf seinen Lippen verbreiterte sich und er schlich sich hinter den Mann. Mit flinken Pfoten erleichterte er den Mann um seinen Geldbeutel und trat dann vor den Stand. "Guter Mann, haben Sie vielleicht ein paar Körner? Das ist ja gut. Das sollte reichen." Tikaani wartete nicht einmal auf eine Antwort und ließ den Beutel auf den Stand fallen. Noch bevor der Händler etwas sagen konnte nahm er sich einen kleinen Beutel mit Körnern und verschwand in der Menge.
Am Rand des Platzes zum Tor blieb er stehen und fing an den schwarzen Raben anzulocken. Es musste ein belustigendes Bild sein, ein Wolf der einen Raben anlockte.

Mit dem Raben auf der Schulter, ein paar Körner in der Hand schlenderte der Wolf über den Platz auf das Tor zu. Als er nah genug an den Fremder dran war um sie anzusprechen stieg ihm ein vertrauter Geruch in die Nase. Tikaani stieß ein verwirrtes Schnauben aus und verscheuchte damit beinahe den Vogel. Beruhigend grollend trat er an die Leute heran. "Wenigstens werden wir nicht an Migräne sterben." Der Wolf verzog die Schnauze und atmete sehr flach.
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Yarra
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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   Mi 1 Jul 2015 - 9:37
Yarra gab sich Mühe, ruhig zu bleiben und runter zu kommen. Nicht, dass sie besonders aufgedreht war oder dergleichen, sie war einfach nicht der Typ Mensch, der lange stillhalten konnte. Je länger man sie dazu zwang, desto mehr wehrte sie sich dagegen. Jetzt träumte sie an das Tor gelehtn vor sich hin und sah sich die steinige Decke der Stadt an, während sie zunehmend die kleinsten und leistesten Geräusche wahrnahm. So hörte die Krähen zu ihrer Linken, das klappernde Geräusch der Rüstungen der Soldaten des Stadttores und schließlich das gehetzte Atmen eines Jungen. Da sah sie nun hin, in der Hoffnung, er war das fehlende Mitglied der Gruppe. Aber ein Blick reichte aus. Nein, der sicherlich nicht. Der Junge überbrachte dem in schwarz gekleideten Anführer der Stadt eine Akte und erzählte etwas von gefangen genommenen Magiern. Dabei horchte Yarra auf. Es waren Magier in der Stadt? Sie kniff die Augen zusammen, damit hätte auch sie sich lieber befasst, als mit der Tunnelinspektion. Aber leider stand es ihr nicht zu, das in dem Ton zu äußern. Dennoch lauschte sie und beobachtete von hinten, wie der Herrscher sich daraufhin gab. Na der will doch auch lieber Magier beseitigen, als das hier ... Aber dann machte das Kind sich auch schon wieder auf den Weg und die drei Wartenden waren wieder alleine. Die neugierige Anspannung, welche sich in Yarra aufgebaut hatte verabschiedete sich rasch wieder und sie konzentrierte sich darauf, nicht los zu rennen und etwaige Turnübungen zu machen.
Die Augen geschlossen und die Arme verschränkt nahm sie dann nach wenigen Minuten einen Geruch wahr, der ihr direkt irgendwie bekannt vorkam. Nicht speziell dieser Geruch, aber die Art des Geruches. Die braunen Augen öffneten sich und erblickten einen Tiermenschen. Ein grauweißer Wolf, wie sie bei den Lichtverhältnissen erkannte. Na, wenn das mal nicht eine schöne Überraschung war. Der Kerl hatte einen von Freyjas Raben angelockt, sodass das Tier auf seiner Schulter saß und somit das Bild der beiden ein absurdes Ausmaß annahm. Eigenartiger konnte es nicht aussehen. Er kam näher und anstatt sich direkt und unterwürfig zu entschuldigen, dass er alle hier hatte warten lassen, erklärte er, dass man wenigstens nicht an Migräne sterben würde. Sie runzelte die Stirn und wartete auf eine Reaktion des Gruppenchefs, ehe sie sich wieder zu Wort meldete.
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Korven
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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   Do 2 Jul 2015 - 15:43
Kaum war der Botenjunge gegangen, tauchte schon eine weitere Person auf. Korven war sich nicht sicher, ob man so jemanden Person nennen konnte. In Tanseru gab es neben den Menschen nur Zwerge und die sah man nur in ihrem abgeschiedenen Bezirk, in dem sich auch Guarul zurückzogen. Aber einen humanoiden Wolf hatte Korven noch nie gesehen. Nicht mal hier in Ayli. Sie mussten selten sein.
Doch. Ein Mal hatte er ihn gesehen. Heute Morgen in den Akten. Er hatte sie zwar nicht gelesen, aber die des Tiermenschen hatte ganz oben gelegen und so hatte der Utgard wenigstens die Zeichnung des Freiwilligen gesehen. Sogar an seinen Namen erinnerte er sich.
"Du kommst reichlich spät, Tikaani", sagte der Führer der Stadt und entspannte sich nun. Sie waren vollzählig. Es konnte losgehen. Ein kurzes Lächeln strich über seine Lippen. "Dann können wir los", meinte er und sah sich um. Wo blieb der Informant? Er sollte doch...
"Juhuuuuu", rief eine fröhliche, schrille Stimme, die dem Mann die Haare zu Berge stehen ließ. Wenig später entdeckte er eine Elfe mit kunterbuntem Haar, die auf die Gruppe zu lief. Ihre Bewegungen waren leicht, fast so, als hielte sie nichts am Boden und sie hatte ihren Arm winkend gehoben. Sie lachte breit, was auf den wunderschönen Zügen ihres Gesichts zauberhaft wirkte. Der Utgard lächelte ebenfalls einen Moment, bevor er sich zusammenriss. Heute war nicht die Zeit, um sich nach schönen Frauen umzusehen.
Die Elfe kam schnell auf die Gruppe zu. Sie trug ein enges Kleid, das aber zum Reisen geeigneter war als die meisten Stoffe, die die Damen in der Stadt trugen. Ihre Wangen waren rosig und ihre Augen leuchteten verführerisch. Korven war froh, dass er seine Brille trug, denn so konnte man nicht erkennen, wie er sie anstarrte.
"Oh Oberst Frostherr", säuselte sie und blieb vor dem Mann stehen, bevor sie alle anderen aus der Gruppe musterte. Sie lächelte jeden freundlich an, bevor sie sich an den Utgard wandte. "Ich habe die Daten gesammelt. Wie man es mir befohlen hat." Sie lachte wie eine der Sieben. Korven verkniff sich ein Lächeln, denn ihre Freude war ansteckend. "Hier." Sie reichte dem Mann einen versiegelten Umschlag, den er schnell öffnete und alles wichtige durchlas.
"Das ist alles?", fragte er skeptisch.
Sie nickte vorsichtig. "Mehr konnte ich nicht herausfinden. Es war niemand in den Tunneln. Woher sollen sie dann wissen, was dort vor sich geht."
Er schüttelte den Kopf. Es musste doch zumindest historische Aufzeichnungen der Zwerge geben. Aber da war einfach nichts. Nur eine Beschreibung darüber, dass auf den ersten drei Kilomentern nichts zu finden war, als ein einziger Tunnel, der sich durch das Gestein schlängelte. "Du kannst gehen", sagte er und winkte sie davon. Die Elfe lachte wieder und hüpfte davon. Seltsames Ding. Sein Blick richtete sich nun an die drei anderen. "Wir haben keine Informationen. Wir reisen auf gut Glück. Wer das nicht will, kann hier bleiben." Er drehte sich um und dies nahmen die Wachen als Zeichen, die schweren Tore zu öffnen. Der Mechanismus setzte sich knirschend in Gang. "Alle anderen: Mir nach."

Tbc: [Untergrund] Tunnel

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Freyja
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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   Do 2 Jul 2015 - 22:24
Der Tierling fiel ihr sofort auf. Naja er war ja auch nicht gerade unauffällig. Er musste um die zwei Meter gross sein und überragte damit alle anderen auf dem Platz. Ausserdem war er ein Wolf mit schneeweissem Fell, der auf zwei Beinen ging. Wenn das nicht ihr Zuspätkommer war. Doch anstatt völlig ausser Atem zu der ungeduldig wartenden Gruppe zu stossen und sich mit irgendwelchen Ausreden zu entschuldigen, schlenderte er seelenruhig zu einem der vielen Verkaufsstände. Verwundert beobachtete Freyja, wie der Wolfsmensch einen Säckchen Körner kaufte und damit Mór anlockte. Der Schwarze setzte sich gelassen auf die pelzige Schulter des Fremden und pickte ihm die Körner aus der Hand. Verräter! Diese verfressenen Vögel würden eines Tages zweifellos von ihrer eigenen Dummheit umgebracht werden. Mit dem schwarzen Raben auf der Schulter bot der grosse weisse Wolf ein wirklich schräges Bild, als er langsam zu ihnen herüberkam.
Korven schallt ihn so gleich für sein Zuspätkommen, ging jedoch nicht weiter darauf ein. Wahrscheinlich wollte er so schnell wie möglich los um die Sache hinter sich zu bringen. Da eilte auch schon eine bunt gekleidete Elfe auf sie zu. Sie schien eigentlich recht hübsch, doch mit der schrillen Kleidung und dem Regenbogen auf ihrem Kopf, wirkte sie einfach nur lächerlich. Anscheinend handelte es sich bei der Frau um die Informantin, denn sie begrüsste Korven und gab ihm eine dünne Akte. Dieser sah sich enttäuscht, die offensichtlich mehr als spärlichen Informationen an, bevor er seine Erkenntnisse mit dem Rest der Gruppe teilte. Offenbar wussten sie nichts über die bevorstehende Mission. Korven wandte sich ohne weitere Worte Richtung Tor, woraufhin die Wachen es mühevoll öffneten.
Bevor Freyja ihm jedoch folgte, wandte sie sich an den Tierling: "Danke, dass du Mór gefüttert hast", meinte sie und lächelte ihn an, "Die beiden Raben werden mich mit ihrer Verfressenheit noch in den Ruin treiben. Aber ich muss dich warnen, wenn du einen von ihnen auffrisst, wird sich der andere schon bald von deinem toten Fleisch ernähren." Immer noch lächelnd wandte sie sich ab und ging durchs Tor in die Tunnel.

Tbc: (Untergrund) Tunnel

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Zuletzt von Freyja am Do 30 Jul 2015 - 14:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   So 5 Jul 2015 - 12:03
Mit großen Augen betrachtete Yarra das folgende Schauspiel. Der Tiermensch war ein doch recht eigener Kerl, aber ihr in gewisser Weise sympathisch, weil er ebenso wie sie nicht war wie man es erwartete. Das schätzte sie an ihm schon direkt als sie ihn das erste mal sah, was nicht an seiner Gestalt lag - dafür kann man ja bekanntlich recht wenig - sondern an seinem Auftreten. Klar war es nervig gewesen, zu warten, aber es war okay, wenn man für solch einen Kerl wartete. Korven macht ebenfalls keinen großen Aufstand deswegen, erwähnte nur kurz und bündig, dass er - Tikaani vorgestellt - zu spät war. Mehr konnte der Herrscher Yarras Meinung nach auch nicht machen, ohne dabei irgendwie zu übertreiben. Es blieb kaum Zeit für eine weitere Reaktion, da kam eine kunterbunde Elfendame angerannt. Sie sah sehr zierlich aus und wirkte dennoch so, als könnte sie eine ganze Menge Belastung aushalten. Was sie demnach nicht schwach wirken ließ. Yarra stieß sich von der Wand ab und trag ein bisschen näher um sich das Szenario anzusehen. Nicht wirklich spannend, denn auch die Elfenfrau brachte keine neuen Erkenntnisse über die Tunnelmission. Ungeduldig schnaubte Yarra daraufhin und drehte sich gemeinsam mit Korven zum Tor herum, welches sich bebend in Bewegung setzte.
"Na endlich ..." murmelte sie und freute hielt die Nase schnuppernd gen Tor.

tbc: Den anderen nach
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Cynthia
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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   Fr 18 Sep 2015 - 13:03

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Medea & Cynthia

Wenn Tia schon mal in der unterirdischen Stadt Ayli war, dann hatte sie sich dafür entschlossen, die Zeit wenigstens neben der Begegnung mit ihrer Schwester auch anders zu nutzen. Da sie und ihre Schwester sowieso nicht allzu lange auf einem Fleck hocken und das ohne Streit aushalten konnte, war es daher eine ganz gute Idee, sich einer Mission anzunehmen. Zwar war Tia nicht nach Geld her, sonder vielmehr auf der Suche nach einem Sinn des Tages suchte, war das Finden eines Kindes doch passend oder? Als sie sich der Mission annahm, sagte man ihr, wo der Treffpunkt sei und dass noch jemand zweites an der Mission teilnehmen würde. Ein wenig gespannt war sie schon, mit wem sie sich die nächsten Stunden abgeben müsste. Sie war zwar nicht allzu impulsiv, aber dennoch hoffte sie, dass man sie unterhalb der Erde nicht provozierte, was einfach wäre, wenn es sich um einen notorischen Persimisten handelte. Davon sollte es ja bekanntlich recht viele geben und wenn sie mal berücksichtigte, wie unangenehm es sowieso hier unten war, dann mussten solche Charaktere hier eindeutig häufiger vorhanden sein, als anderswo.
Sie kam also am bewachten Stadttor Aylis an und nachdem sie die beiden Männer begutachtet hatte, die am Tor Wache hielten, sah sie sich nach jemandem um, der sich ihr anschließen könnte.

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Medea
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BeitragThema: Re: [Ayli] Stadttor   So 20 Sep 2015 - 0:48
Medea war auf dem Weg zum Stadttor. Auf den Rücken geschnallt, trug sie ihre grosse Sense bei sich. Die Tunnel waren zwar schon erkundet worden, doch man konnte ja nie sicher sein. Deshalb hingen auch die beiden Sicheln links und rechts an ihrem Gürtel. Dieses doch eher ungewöhnliche Erscheinungsbild wurde noch durch ihren kleinen und sehr schmalen Körperbau und ihre freizügige Kleidung verstärkt. Das hautenge Oberteil mit dem fast schon unverschämt tiefen Ausschnitt und die kurze Hose schienen eher weniger für einen Ausflug in die Tunnel zu sein. Aber es musste schon sehr kalt sein, damit Medea fror. Das Kleidungsstück das wohl am meisten bedeckte, waren ihre Handschuhe, die ihr bis über die Ellbogen reichten. Wie der Rest ihres heutigen Outfits waren sie schwarz.
So ging sie Richtung Stadttor. Sie freute sich auf den Auftrag, weshalb ein Lächeln ihr Gesicht zierte, als sie den Platz erreichte. Schon gespannt mit wem sie die nächsten Stunden verbringen würde, sah sie sich um. Schnell entdeckte sie ein junges Mädchen, das vor dem Tor stand. Sie erschien noch recht jung, doch es war die einzige Person auf dem Platz die in Frage zu kommen schien, als ging Medea zu ihr.
"Hey", sprach sie die Fremde fröhlich an, "Bist du auch für die Mission hier?"


Zuletzt von Medea am Mi 21 Okt 2015 - 20:39 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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[Ayli] Stadttor

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