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 [Die Steppe] Die feuchte Steppe

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Juserus
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BeitragThema: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Di 23 Jun 2015 - 19:18
Die feuchte Steppe

Über Ayli gibt es ein Gebiet, das an eine Steppe erinnert, aber dessen Luft feucht ist. Man hat dieses Land kaum erkundet und weiß nicht, woher dieses Klima stammt. Die Utgard haben entschieden, dass man sich vorerst nicht hinauswagen sollte, bevor nicht ausgemacht wurde, welche Gefahren dieses Land birgt.
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Lay
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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Fr 24 Jul 2015 - 9:30

2. Lians

Mit ruhigen Schritten lief die Depek über die Erde. Sie sah sich um. Eine weite Steppe mit recht feuchter Luft. Die Frau wusste nicht, wo sie war. Vor wenigen Momenten war sie erst hier angekommen. Die Schriftrolle sagte Maesa, aber das verwunderte sie etwas. Sie hatte schon mal von diesem Land gehört als das Reich, das durch die Heronagatorpsin zerstört wurde. Wieso war sie hier? Vor allem – wieso wirkte dieser Ort nicht vernichtet? Es sollte angeblich grau, trist und giftig hier sein, obwohl letzteres ihr keine Sorgen machen konnte. Die Frau war nicht in der Lage zu sterben, denn sie war bereits tot.
Schwer schluckend sah sie sich um. Sie konnte nirgends etwas finden, das hier half. Es war weit und einsam. Wo war sie? Wo befand sich ihr toter Körper.
Kurz stockten ihre Gedanken. Wenn sie wirklich in Maesa war, dann konnte sich ihr hier Hilfe erbieten. Eros war ein Kontinent voller Magie. Vielleicht fand sich hier jemand, der den Fluch von ihr nehmen konnte und ihr endlich die Erlösung schenkte, die sie brauchte. Lay war auf keinen Fall bereit, aufzugeben. Auf Krätau war ihr magische Hilfe verwehrt geblieben, aber sie war nicht mehr dort. Hoffentlich war dies ein Segen.
Ihre Füße führten sie voran. Sie musste schließlich irgendwohin laufen. Glücklicherweise brauchte sie weder Wasser noch Nahrung, so dass sie nicht darunter litt. Sie brauchte auch keine Ruhe oder Schlaf. Lay war einfach... tot. Und doch merkte sie eine leichte Erschöpfung, die von der Verwandlung zum Menschen herrührte. Drachen waren sonderbare Wesen. Wieso hatten sie überhaupt die Möglichkeit, sich in andere Wesen zu verwandeln? Kratzte das nicht an ihrem Stolz?
Die Frau warf einen Blick auf den Boden und sah plötzlich eine Pflanze. Interessiert beugte sie sich herab. Eine Feuerschlinge. Mit einem Lächeln griff sie danach und packte die Pflanze ein.
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Yarra
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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Mo 17 Aug 2015 - 12:33
cf: [Ayli] Wendeltreppe

Korven ließ ein mal mehr den Gentleman raushängen, was absolut im Widerspruch zu dem war, was sie zuvor in seiner Ansprache vernommen hatte. Er griff sich eine Tasche des Forschers, der sich sofort dafür bedankte und machte sich auf den Weg, die Treppe hinauf. AUh Yarra konnte man jetzt nicht mehr halten. Sie wäre am liebsten gesprintet. Den ganzen Tag. Aber das ging leider nicht. Sie passte sich dem gemäßigten Tempo der andere an, griff sich also eine weitere Tasche des Forschers und warf sie sich über die Schulter. Ihr machte körperliche Betätigung nichts aus. Außer Korven verlangte während der Mission jetzt von seinem Team, dass sie Mathetests bestritten, dann würde sie wohl eingehen. Aber so war alles einwandfrei. Sie ging direkt hinter Korven und war vr dem Engel in den schmalen Gang der Treppe gegangen. Sie wollte einfach nur schnell ganz oben sein und diese stickige Luft hinter sich lassen. Hans hingegen machte keine Anstalten, wie ein Marathonläufer die Stufen hinauf zu sprinten.
Die Baustelle an der Oberfläche hatte sich nur geringfügig verändert, besonders jedoch an der Besatzung, die sich hier sammelte. Wachen, Soldaten, Rutuv ... Auch einen Utgard erkannte sie wieder, ignorierte ihn aber, weil er und sie sich nicht besonders verstanden, nachdem er ihr mal an den Hintern gefasst hatte. Naja, jeder andere hätte ebenso wie sie gehandelt und dem Kerl den Kopf an die Nase gedonnert. Aber das war inzwischen auch schon zwei Jahre her. Die Baustelle brachte die Gruppe auch allmälig hinter sich. Dabei betrachtete die Utgard genau die Richtung, in welcher sie das letzte mal auf zwei Gefallene getroffen war. Miss Kreisch und Lady Sense ...
Die Baustelle hatten sie hinter sich gebracht und erreichten so die feuchte Steppe. Das angrenzende Gebiet  war bisher noch nicht erforscht, weil die Luftfeuchtigkeit so extrem hoch war. Man wusste nicht, woher das kommt und was das anlocken würde. Recht plötzlich fiel der Gestaltwandlerin daher das Atmen schwer. Eine solche Luft kannte sie nicht. "Meine Güte, die Luft steht ja förmlich ... Was ist das?" fragte sie und wusste, dass irgendwer meistens eine Antwort auf ihre Fragen wusste. Zur Not gab es ja noch Hans, der ihrer Meinung nach der klügste Kopf in der Gruppe war.
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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Mo 17 Aug 2015 - 12:51
CF: [Ayli] Wendeltreppe

Er sah zu, wie Korven eine Tasche und Yarra eine andere nahm, während er sich zu schade war, um dem Forscher zu helfen. Der konnte ja selbst etwas tragen und das Schwarzhaar war nicht als Packesel hier, sondern als Schutz und den hatte er zu leisten, ohne ein volles Handtäschchen tragen zu müssen. Abgesehen davon sollte sich der Mann bewusst werden, dass man nicht allzu viel brauchte, um die nähere Umgebung zu erforschen. Neenoth sah sich selbst als gutes Beispiel, wenngleich er hier nur als Beschützer dabei war. Er trug nichts weiter mit sich, als seine Art Rüstung, die jedoch nicht viel Haut bedeckte und seine Sichel, die er zum Kampf einsetzen konnte. Proviant konnte er sich auch außerhalb besorgen, abgesehen davon war er lange Strecken ohne Wasser und Brot gewohnt und wenn er etwas benötigte, konnte er es sich selbst jagen. Notfalls würde er eben das schwächste Glied hier essen, da hätte er auch nichts einzuwenden.
Der Soldat nahm als Schlusslicht die Treppe nach oben, man hatte ihm beigebracht, dass die schwächsten in der Mitte gingen, da Gefahr sowohl von vorne als auch von hinten lauern könnte. Und gerade der hinterste Mann wurde gerne vergessen und nicht beachtet, da brauchte es jemanden, der sich zu wehren wusste. Als sie gerade die Treppe hinauf schritten war Neenoth beeindruckt von dem Tempo des Rotschöpfigen, er hatte ihn doch nicht etwas unterschätzt? Er schüttelte leicht den Kopf und kam endlich oben an, wo die Siedlung erbaut wurde. Sie schlängelten sich an den Baustellen vorbei, trafen auf einige Soldaten, Utgard und Rutuv. Aber sie schritten schnell weiter, um die angrenzende Steppe zu erreichen.

Man bemerkte schnell, wie sich das Klima und die Luft veränderte und es war ungewöhnlich für eine Steppe, so eine hohe Luftfeuchtigkeit zu haben, die einem das Atmen erschwerte. Es war ein wirklich unangenehmes Klima, wie der Engel bemerken musste, aber noch lange keine Probleme hatte. Er war ausgebildeter Soldat und kein weinerliches Geschöpf.
Als Yarra sich zu Wort meldete, wurde er skeptisch, denn mittlerweile nahm die Luftfeuchtigkeit dermaßen zu, dass auch er das Atmen nicht mehr als angenehm bezeichnen konnte. Anstatt ihre Frage zu beantworten, ließ er den anderen jedoch den Vortritt. Nicht, dass er dumm war, aber er hatte schlichtweg keine Antwort darauf und es war auch nicht sein Auftrag, wissenschaftliche Erklärungen zu liefern, während Hans doch gerade deswegen dabei war. Er sollte eine Antwort darauf haben.
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Korven
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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Di 18 Aug 2015 - 12:50
CF: [Ayli] Wendeltreppe

Die feuchte Steppe machte ihren Namen alle ehre. Die Luft war stickig und ließ kaum einen ordentlichen Atemzug zu. Sowohl Yarra als auch Hans schien das Atmen schwer zu fallen, bei Neenoth war sich Korven nicht sicher. Wahrscheinlich ging es dem Soldaten so wie dem Utgard. Keinerlei Sorgen. Korven hatte schließlich Jahre in dem kalten Klima von Tanseru gelebt. Dort schneite es nur und die Luft schnitt einem Kerben in die Lunge, so dass diese abhärtete. Im Vergleich zu der kühlen Luft war diese Atmosphäre erträglich.
Yarra meldete sich zuerst zu Wort und blickte direkt zu Hans. Natürlich wollte sie eine Erklärung. Warum auch nicht? Das Mädchen war neugierig und Korven konnte es ihr kaum verübeln.
Hans aber wirkte so, als könnte er nicht wirklich sagen, was hier vor sich ging. Er murmelte etwas, ehe er aufschaute. "Im Unterirdischen Immerherbst gab es viele Flüsse die mit Lava gefüllt waren. Die Hitze stieg auf prallte am Gestein ab. Vielleicht haben wir etwas Ähnliches hier, nur dass kein Gestein den Weg an die Oberfläche versperrt, sondern tatsächlich die reine Erde vorhanden ist. So könnte das Grundwasser verdampfen und dieses Klima schaffen", meinte er selbstbewusst und entspannt. Der Marsch machte ihm bisher keine Probleme, aber Korven wusste, dass er als erstes schlapp machen würde.
Der Utgard räusperte sich, so dass der Mann ihn ansah. "Kann man hier Ackerbau betreiben?"
"Ich fürchte nein. Der Boden scheint unfruchtbar zu sein, so dass viel gedüngt werden müsste. Aber man könnte Viehzucht betreiben, wenn man resistentes Getier hat", erklärte er.
Korven nickte. Das war gut. Auf diese Weise hätte die Stadt zumindest etwas Fleisch. Aber wichtiger war ihm gerade tatsächlich der Anbau. Mit Fleisch konnte man nicht durchgehend eine Bevölkerung versorgen.

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Yarra
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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Di 18 Aug 2015 - 17:39

Ihre Frage blieb nicht unerhört und es schien so, als hätte Hans eine Idee, woher die schreckliche Luft kommen könnte. Er erklärte irgendetwas von Lavaströmen und davon, dass sie auch in irgendeinem anderen Land so existierten. Sie zog eine Braue hoch und bedachte den Mann mit einem ungläubigen Blick.
"Naja, aber der Boden ist nicht heiß. Also ich bin noch nicht auf Lava rumgelaufen... aber ich stelle es mir irgendwie heißer vor." sie zuckte mit den Schultern. "Aber solange das Vieh irgendwann hier zurechtkommt, ist ja alles prima." Dabei stellte Yarra sich eine Kuh vor, die schwer atmend und schwitzend über dieses Gebiet schlenderte. Irgendwie absurd, leben Kühe nicht unter der Erde?
Die Gestaltwandlerin ging die nächsten Meter weiter und betrachtete dabei inständig den Fußboden. Knochiges Gras pieckste in ihre unbegleideten Fußsohlen. Steinchen und Matsch waren ebenfalls mehr als genug vorhanden. Die Welt hier oben bot einfach viel mehr an, als der unterirdische Unterschlupf, den die bekloppten Zwerge einst ihr Zuhause genannt und dabei Stolz empfunden haben. Irgendwann blickte sie hoch und erkannte immer mehr Getier auf dem Fußboden. Ameisen kannte sie, die waren auch in Ayli nicht wegzudenken. Aber viele andere der Käfer, die inzwischen über den Boden krabbelten, waren ihr fremd. Spinnen, blau schillernde Käfer, Ameisen, braune Käfer .... Wo kamen die denn alle her? Hans bemerkte das offenbar auch und tippselte zwischen den Viechern hindurch. Hatte er etwa Angst vor Insekten? Sie war gerade ein weiteres mal auf einen Käfer getreten, da sah sie auf und boxte dem Forscher gegen die Schulter.
"Du bist doch Wissenschaftler! Stell dich mal nicht so an ..." Dabei sah der Mann zu Yarra und erkannte in seinem Augenwinkel, dass eine Spinne gerade über seine Schulter krabbelte. Noch ehe er aber in einen Panikanfall ausbrechen konnte, nahm die Utgard das zappelnde Tier von dessen Schultern und ließ es auf dem Boden weiterkrabbeln.
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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Di 18 Aug 2015 - 21:14
Auch Neenoth lauschte den Erklärungen des Wissenschaftlers und war sich nicht sicher, ob er es wirklich wusste oder lediglich die Neugier der Utgard besänftigen wollte. An sich waren die Erklärungen jedenfalls plausibel, er verstand ohnehin nicht so viel von dieser Wissenschaft, war aber nicht naiv genug, alles zu glauben, was man ihm sagte oder alles infrage zu stellen, wenn es plausibel erschien. Er überlegte eine Weile bezüglich des Ackerbaus und der Viehzucht. Das Klima schien weitaus angemessener für den Ackerbau, als für eine Viehzucht, bei der ein Großteil der Tiere mit Sicherheit ein ganz anderes Klima gewohnt waren und bei dieser Luft umkommen würden, während Pflanzen, zumindest einige, gedeihen konnten. Aber er war nicht hier, um seinen Senf dazu abzugehen, er war hier, um Schutz zu leisten, mehr nicht.
Der Erdkern ist glühend heiß, du Narrin, davon merkst du auch nichts, ging es ihm durch den Kopf, ohne es auszusprechen.
Als sie weiterschritten, bemerkte der Engel erst die ganzen Insekten und Spinnentiere, als der Archäologe zu tänzeln begann und beinahe einen Panikanfall bekam. Ein Forscher, der Angst vor Krabbeltieren hat, amüsierte er sich innerlich über das Verhalten des Rotschopfes. Er fand es ironisch, insbesondere, weil die Frau ihm auch noch die Spinne von der Schulter nehmen musste, nachdem sie mehrere der Insekten mit ihren bloßen Füßen zertreten hatte. Auch Neenoth passte nicht sonderlich auf, wo er hintrat, auch wenn ihm diese Wesen irgendwie leid taten. Sie waren so winzig und hatten sicherlich nichts verbrochen, noch dazu waren Tiere diejenigen, die ihn eher beruhigten, anstatt ihn in Aufruhr zu bringen.
"Wissenschaftler, aber kein Entomologe!", merkte er an, als Hans beruhigt die Schultern wieder sacken ließ, jedoch weiter die Füße tänzelnd hob, um den Kriechtieren auszuweichen.
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Korven
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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Fr 21 Aug 2015 - 12:29
Korven hatte keine Ahnung, ob Hans nun recht hatte oder nicht, wie Yarra ihn in Frage stellte. Seine Erklärung hatte für den Mann logisch geklungen, so dass er nichts hinzuzufügen hatte. Die Gestaltwandlerin war aber immer noch ein Fall für sich. Manchmal zweifelte Korven tatsächlich an ihrer Intelligenz.
Kaum waren sie weiter gekommen, begann der Boden auch schon zu Leben. Käfer. Spinnen. Yarra hatte scheinbar ihren Spaß daran, während Hans sich nicht sonderlich wohl fühlte. Korven und Neenoth kümmerte das kaum. Yarra pflückte eine Spinne von Hans Schulter und einen Moment dachte Korven, sie würde sich das Tier in den Mund stecken, doch sie ließ es dann doch auf den Boden herab. Gepasst hätte es.
Hans wich den Tieren aus. Wollte nicht auf sie treten. Wenn er solche Angst hatte, dass seine Schuhe durch diese Insekten dreckig wurden, konnte er sich schon mal daran begnügen, dass er sie ohnehin nach der Reise in die Tonne treten dürfte. Wissenschaftler.
Korven blickte hinauf zum Himmel. Die Sonne war etwas weiter gewandert, aber noch lange war keine Zeit für eine Pause. Sie hatten eine weite Strecke vor sich. Der Mann hoffte, dass sie sich schnell außerhalb dieser Steppen fanden und ein anderes Gebiet aufsuchten. Das wäre nur im Interesse der Stadt. Dennoch blickte er vor sich und fand kein Ende. Wie weit die Steppe wohl ging?
Dann hielt er inne. "Yarra", knurrte er. Von Zeit zu Zeit achtete Korven darauf, ob er Magie fühlte. Gerade, als er seine Sinne wieder ausgefahren hatte, merkte er einen großen Anstieg. Etwas war nah. "Guar", zischte er und zog seine Klinge. Seine Augen suchten die Umgebung ab. Er konnte nicht sehen, was sich ihnen näherte. "Umkreist Sandgrab", sagte er und stellte sich neben den Forscher, damit er von seiner Seite aus geschützt war. Die anderen sollten es ihm nachmachen.
Die Energie kam von links. Wer auch immer links von Korven stand, sollte zuerst mit der Quelle konfrontiert werden.
Es dauerte keine zehn Sekunden und eine Horde Untoter brach aus dem Boden hervor. Zwanzig Leichen, die sich aus der Erde gruben.
"Hier muss ein Nekromant sein", brummte der Mann und war bereit, sich gegen die Wesen zu stellen.

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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   So 23 Aug 2015 - 11:31
Ein mal mehr hätte sie gerne augenblicklich übertrieben gestikuliert salutiert. Aber das passte gerade weder zeitlich noch sonst in die Situation, als Korven Guar erwähnte. Sie kniff die Augen zusammen. Wieso war hier oben bitte alles so extrem verseucht?! Es war echt an der Zeit, dass die Ayli sich aus ihrem Loch wagten und damit begonnen, die Welt von diesem Übel zu befreien. Sie nickte und hatte dabei komplett ihre naive Losgelöstheit abgelegt, welche sie und ihr Handeln eben noch begleitet hatten. Cheffe hatte gesprochen. Sie war nicht rund um die Uhr damit beschäftigt, Guar aufzuspüren, weshalb sie erst nachdem Korven es gesagt hatte, ebenfalls bemerkte, dass da eine ganze Menge Guar im Anmarsch war. Hätte sie nur etwas besser aufgepasst, dann hätte man vielleicht schon früher reagieren können ... Aber so waren die vier irgendwie in eine Falle geraten. Sie drehte sich sofort herum und deckte die Rechte Seite Korvens ab. Wann sie ihre Dolche gezogen hatte, wusste sie gar nicht, es musste einfach instinktiv geschehen sein. Jetzt jedefalls stand sie mit dem Rücken zu Hans Sandgrab und war bereit, sein Leben zu verteidigen und der Gruppe ihres zu widmen.
Der plötzliche Gestand war widerwertig! Ihr feine Nase rümpfte sich, als der modrige Gestand intensiver wurde. Was war das bitte? Dem Gestank folgten gequälte Laute, die sie so noch nie gehört hatte. Irgendwie kamen sie einem Betrunkenen gleich, waren aber dennoch irgendwie anders. Als sie sich umsah, erblickte sie hinter sich ein Dutzend dreckiger Leichen, die sich aus dem Boden gruben und wankend auf die Gruppe zu taumelten. Was war das?! Sie packte die Griffe ihrer Dolche fester. Die sahen eindeutig tot aus, wie tötet man etwas, was schon tot ist? Ihr erster Impuls sagte, dass es immer die Kehle war, die heruasgerissen werden musste. Aber wahrscheinlich war das auch eher der animalisch geprägte Gedanke der Frau. Ohnehin verspürte sie jetzt ganz stark den Drang, sich einfach zu verwandeln, weil sie sich so viel wohler und stärker fühlte, als sie es als Mensch gerade tat. Unsicher war sie nicht, aber sie hätte auch mehr Kraft ausgestrahlt, wenn sie Reißzähne nutzen könnte ...
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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   So 23 Aug 2015 - 13:49
Die Alarmglocken klingelten, als der Herrscher meldete, Magie wahrzunehmen und Neenoth konnte sich sicher sein, dass nicht er damit gemeint war, nein. Er hatte ja auch gar keine Magie gewirkt und solange die Utgard jemanden beauftragten, herauszufinden, ob sich Magier in Ayli aufhielten, konnte er sich auch sicher sein, dass sie Magier an sich, solange sie keine Magie wirkten, nicht riechen konnte – gut so.
Genau wie die anderen trat auch er mit dem Rücken zu Sandgrab und befand sich somit zu Korvens linker Seite, machte sich bereit zum Kampf, auch wenn er diese Magie nicht spüren konnte und noch lange nicht sagen konnte, um was für eine Art Magie es sich handelte, bis plötzlich etwa zwanzig Leichen aus dem Boden brachen und der andere Mann seine Vermutung äußerte. Er hatte seine Sichel mit beiden Händen gepackt und würde die Untoten wegschnetzeln wie ein Fleischwolf, wenn sie noch näher kamen und sie angriffen. Noch dazu befanden sich allesamt auf seiner Seite, er sollte also der erste sein, der mit ihnen konfrontiert war. Böser Fehler, aber besser für die anderen.
Er nahm den Geruch tief in sich auf, als er ihn wahrnahm. Während er sich gut vorstellen konnte, dass die anderen die Nase rümpften, machte sich in ihm eine wohlige Wärme breit. Er mochte diesen Leichengeruch, diesen Muff, den modrigen Gestank, den jeder andere verabscheute und bei dem nicht selten viele brechen mussten. Anderen klappten die Fußnägel hoch, bei ihm war es etwas anderes. Ein leichtes Lächeln machte sich in seinem dunklen Gesicht breit, als er die Untoten beobachtete, wie sie taumelnd und wankend auf ihn zuschritten, dabei Laute von sich gaben, die mehr ein Stöhnen oder Röcheln waren. Einer tanzte dabei aus der Reihe und schrie schrill, bewegte sich dadurch aber auch nicht schneller. Wer auch immer diese Magie wirkte, er wollte sie mehr erschrecken, denn richtig angreifen. Oder der Engel unterschätzte einfach diese Untoten, die sich in einem Tempo auf sie zubewegten, das einen beinahe ungeduldig werden ließ. Vielleicht war es auch gerade das, was in anderen eine Unsicherheit bewirkte, dieses langsame Tempo, die Ungewissheit, was nun wirklich auf sie zukam und die Unsicherheit, ob und wie man es am besten mit bereits Toten aufnehmen sollte.
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Korven
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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   So 30 Aug 2015 - 15:20
Die beiden Krieger griffen nicht an. Korven wusste nicht, ob es Unsicherheit war oder Taktik. Er hatte ihnen aber auch nicht befohlen, etwas zu tun, weshalb es zur Zeit Gehorsam war.
Innerlich fluchte er wieder. Untote kannte er aus Tanseru häufig. Nicht nur das. Aktive Utgard erschufen sie in Reihen, denn sie brachten viele Guarul um, bevor ihre Zeit gekommen war. Und manchmal gab es nicht genug Engel, um die Seelen weiter zu begleiten. Am Ende mündete es in wandelnden Leichen.
"Enthaupten", zischte der Frostherr. "Man muss sie enthaupten. Nur dann geben sie Ruhe." Er schaute sich um. Die kamen von Neenoths Seite, weshalb der Mann erst absichern wollte, ob von seiner oder Yarras Gefahr lauerte. Aber er sah niemanden. Das war gut.
Er löste sich von seiner Position und umklammerte den Griff seiner Klinge. Die Platten seiner Rüstung schepperten leise, während er auf die Toten zu rannte. Es waren Leichen. Leichen von Menschen, die vor einiger Zeit gestorben waren. Keine Guhle, über die er schon schreckliches gehört hatte. Diese Untoten mussten dumm und zerbrechlich sein.
Korven sprang in die Luft und ließ seine Klinge auf den vordersten Leichnam herabsausen. In der Mitte zerteilte er ihn. Das ging natürlich auch. Kaum hatte er seinen Streich vollbracht, eilte er wieder zurück und sah sich nach seinen Kameraden um. Sie sollten am besten auch kämpfen. Korven konnte das schließlich nicht alleine Regeln.
Weiter ließ er seine Sinne schweifen. Die Magie, die diese Menschen wiederbelebte, war überall. Er konnte nicht die Quelle ausmachen.
Ein flüchtiger Blick fiel auf Yarra. Als Wolf hätte sie eine bessere Nase. Sie könnte das Lebende vom Toten unterscheiden. "Yarra. Verwandelt Euch und sucht den Nekromanten!", rief der Oberst, bevor er sich bereit machte, den nächsten Untoten anzugreifen.

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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Di 1 Sep 2015 - 22:21

Die Frau hatte ihr Denken abgeschaltet. Weg waren die Gedanken und IDeen rund um diese Welt, rund um die eigenartige Steppe und das nicht weniger seltsame Team, mit dem sie reiste. Jetzt funktionierte sie, genau so, wie sie es während ihrer Ausbildung gelernt hatte. Mehr nicht. Sie machte, was gemacht werden musste und sollte. Die Dolche mit den Klingen nach hinten in den Händen haltend nahm sie ihren Platz an der Seite des Rothaarigen ein. Der Mann atmete äußerst schnell und wirkte mehr als nervös. Er hatte Angst. Yarra konnte es dem Forscher nicht verdenken. Wäre zum Beispiel ihre im Kampf unerprobte Schwester hier, würde sie wohl genau so scharf atmend hier stehen und die Untoten anstarren. Eine ganz natürliche Reaktion. Korven schritt zur Tat, er hatte nach wie vor seine Sinne geschärft und suchte nach dem Ursprung der Magie. Er sprang auf die fordertste Leiche zu und teilte den Körper in zwei Hälften. Funktionierte wohl auch, ebenso wie Enthaupten. Sie nickte stumm und blieb an ihrem Posten, bereit zum Angriff, wenn die Untoten zu nahe kämen. Aber so weit sollte es für sie gar nicht kommen. Der Oberst hatte da eine andere Idee. Alles klar, Leutnant Suchhund macht sich auf den Weg. Sie nickte ein weiteres mal und ließ noch im selben Moment die Waffen fallen. Ihrer Einschätzung nach waren die Leichen so derbe langsam unterwegs, dass sie sich den unangenehmen Schmerz einer bekleideten Verwandlung nicht antun müsste. Ohnehin brauchte die Frau, die im Allgemeinen nicht so viel Kleidung trug, auch nicht lange, um sich den Rock, das schmutzige Shirt und das Fell vom Körper zu streifen. Das war im Prinzip mit einer geschmeidigen Bewegung getan. Dann wandelte sich auch schon ihr Körper hin zu jener vierbeinigen Gestalt, welche bessere Sinne hatte, als Menschen. Kaum hatte die Utgard sich verwandelt, setzte auch sie ihre Fähigkeit ein, Guar zu erspüren. In ihrer Wolfsform hatte Guar einen eher fruchtigen Geruch, wollte sie meinen. Einer jener Gerüche, welchen sie nicht besonders mochte. Der Geruch war ganz deutlich, nicht nur ihr Geruchssinn konnte ihn wahrnehmen, auch ihr Körper erspürte ganz eindeutig, wie gegenwärtig die Magie gerade war. Sowas abartiges, sie knurrte verächtlich und senkte den Kopf, um hinter dem Rothaarige hervor zu treten und sich der anrollenden Leichenlavine zu nähern. Relativ dicht ging sie an dem Engel vorbei, meinte für einen Moment, dass er ebenfalls nach Guar roch und hielt dann die Nase in die Luft. Kaum ein Lüftchen wehte, die Luft stand wie schon den ganzen Tag. Dennoch dort hinten war der Ursprung. Die Wölfin legte die Ohren an, bereit sich durch die wankenden Trottel zu wagen und dem Magier ihre Zähne in den Hals zu rammen. Dreckiger Magier! Mit einem Bellen bedeutete sie, dass sie jetzt eine Spur hatte und war auch sogleich auf dem Weg zum Nekromanten, welcher sie bedrohte. Sie hoffte einfach, dass die beiden ihr Rückendeckung geben würden, denn sie wollte nicht wirklich von einer Leiche angefasst werden ... Streicheln war nur ... Lebenden erlaubt.
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Korven
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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Mi 9 Sep 2015 - 19:49
Kaum hatte Korven den Befehl gegeben, gehorchte Yarra. Ein Zug, den er ihr hoch anrechnete. Schnell hatte sie sich ihrer Kleidung entledigt, was darauf hinwies, dass sie sich verwandeln wollte. Korven hingegen war dabei, weiteren Leichen den Kopf abzutrennen.
"Neenoth. Bleibt zurück und achtet auf Sandgrab!", rief er aus. So konnte der Forscher in Sicherheit bleiben und Korven musste sich nicht darum kümmern, dass der Mann am Leben blieb. Er wollte dem Engel vertrauen, blieb ihm kaum etwas anderes übrig.
Doch je mehr Untote er niederstreckte, um so mehr schienen zu erscheinen. Es dauerte nicht lange, bis Yarra die Fährte aufgenommen hatte und bellte. Der Utgard zog sein Katana aus dem Leib einer Leiche, die er vertikal zerteilt hatte und suchte nach der Wölfin. Es dauerte einige Momente, bevor er sie fand und merkte, dass sie direkt auf ein Ziel zu hielt. Sie rannte zu schnell für den Mann. Viel zu schnell. Korven fluchte und rannte los. Sprang über die Körper hinweg.
Während des Laufens entfesselte er seine in ihm wohnende Magie. Seine Haut färbte sich dunkler. Seine Glieder streckten sich und sowohl Iriden als auch Pupillen verschwanden. Im Sprung vollendete er die Verwandlung in einen Valaisen und holte Yarra schnell ein.
Er wusste genau. Ein Nekromant, der so viele Untote beschwor, war mächtig genug, um richtige Guhle zu erschaffen, deren Körper nicht an Grenzen gebunden waren. Sie mussten ihn töten, bevor es zu spät war.
Als er auf gleicher Höhe zu der Wölfin war, offenbarte sich ihm eine Szene, die er nicht erwartet hätte. Der Nekromant war nicht allein. Hinter ihn standen zwei Männer mit Schwertern. Sie hielten diese fest in den Händen. Banditen. Sie wurden gerade überfallen. Interessant.
Als die drei die beiden Utgard sahen, stolperten sie zurück. Ein schwarzes Wesen und ein Wolf rannten auf sie zu. Es war klar, dass sie Angst hatten.
"Kümmere dich um den Nekromanten", raunte Korven und hielt mit seiner Klinge in der Hand auf den linken Banditen zu. Diesem schlug er blitzschnell den Kopf ab, bevor er sich dem anderen zu wandte und ihm die Klinge durch das Herz trieb. Korven hatte sie überrumpelt.
Nun musste nur noch Yarra ihre Aufgabe erledigen.

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Yarra
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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Mi 9 Sep 2015 - 20:33
Dass der Engel sich nun auf den Schutz des Forschers konzentrieren sollte, hatte Yarra trotz ihres guten Hörsinns nicht mitbekommen. Sie war fixiert auf ihr Ziel. Korven hatte ihr einen Auftrag gegeben und sie führte diesen aus. Da war keine Zeit, sich mit anderen Gedanken und Sinneseindrücken zu beschäftigen. Die Wölfin sah nur das eine Ziel vor sich und als sie den kleinen Hügel erklommen hatte, erkannte sie direkt, wer der Ursprung der Nekromantie war. Der Guarul stand dort und fuchtelte sachte mit den Armen herum, als würde er die Leichen steuern, wie ein Puppenspieler. Knurrend antwortete die Wölfin ihrem Vorgesetzten zustimmend. Ihr war nicht entgangen, dass der Mann wieder zu einem nach Guar stinkenden Biest geworden war. Der Valaise hatte eine beängstigend unmenschliche Stimme und kurz erinnerte Yarra sich wieder daran, wie sie das letzte mal auf sein Aussehen und Auftreten reagiert hatte. Da hatte sie das Steuer abgegeben. Weniger freiwillig, als aufgrund der Instinkte, welche ihr innewohnten. Jetzt aber konnte sie den Wolf besser beruhigen, weil sie ein anderes Ziel hatte und zugleich um die Art und Weise des Mannes wusste. Er würde ihr nichts tun. Das redete sie sich ein, während sie auf den Mann mit hellblondem Haar herunter stürmte. Er ar sichtlich bemüht, seine Leichen zu ihm zurück zu bewegen und somit seinen eigenen Schutz zu gewährleisten, aber so schnell waren die längst Verstorbenen dann doch nicht. Korven schaltete die Wachen des Guaruls aus und Yarra legte derweile den Hebel von "Mensch" auf "Wolf" um. Die Zähne des Tieres schnappten nach den Versen des Magiers, welcher weglaufen wollte, aber schon nach wenigen Schrtten nicht mehr von seinen Füßen getragen wurde, weil Yarra daran hing, wie eine Klette. Wölfe machten es sich einfach und verhinderten eine Flucht schon bevor sie anfangen würde. Der Mann fiel zu Boden und zappelte wild bei den Versuchen, die Wölfin von sich weg zu bekommen und wieder aufzustehen. Dabei verpasste er Yarra einen kräftigen Tritt gegen den Kopf, sodass sie von seinem Bein abließ und kurz zurückfiel, um dann wieder zu ihm aufzuholen und ihm in die untere Bauchregion biss, ehe er sich wieder zappeln und schreiend vor Schmerz herumwand. Seine Rufe nach Hilfe blieben unbeantwortet. Yarra setzte immer wieder an und so hatte der Mann am Ende mehr Wunden am Körper, als heile Haut, ehe er aufhörte, sich so heftig zu wehren, dass sie seine Kehle nicht erwischte. Ein Magier weniger auf dieser Welt. Durch das Gerangel war ihr Fell ein mal mehr verklebt von Blut und Dreck, am ganzen Körper sah man, dass was sie gemacht hatte. Hätte sie doch schwarzes Fell gehabt, dann würde sie nicht solche Probleme haben. Diesmal aber klappte es schneller, nur einige Sekunden, dass sie wieder ihr menschliches Denken einschaltete. Die Ohren aufmerksam nach vorn gerichtet sah sie sich nach Korven und den anderen beiden um. Sie hatte den Magier wirklich ein ganzes Stück über den Boden gescheucht... Er war ein schlechtes Beutetier gewesen. Sie trablte die wenigen Meter zu Korven, um zu schauen, dass er auch unersehrt war. Irgendwie war es ja klar, er war ja nicht irgendein Neuling. ... Jedoch konnte die Gestaltwandlerin sich nicht erklären, was sie so fühlen ließ, als müsse sie sich um sein Wohlergehen sorgen.
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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Mi 16 Sep 2015 - 21:29
Der blutverschmierte Wolf kam auf den Valaisen zu. Einen Moment sahen sich die beiden Monster in die Augen. Keiner von ihnen gab ein Laut von sich. Die rote, zähe Flüssigkeit tropfte dem Tier vom Fell auf den Boden der Steppe herab und färbte den hellen Untergrund dunkel. Der metallisch süßliche Gestank lag in der Luft, der dem Valaisen so bekannt war. Er zog in seine Nase und setzte sich in seinem Verstand fest. Wenige Momente ließ das Wesen mit der schwarzen Haut sich von dem Geruch einnehmen, bevor sich seine weißen Augen klärten und die blauen Iriden wieder zu erkennen waren. Sein Teint wurde heller, bis sich seine blasse Haut wieder zu erkennen gab und die Glieder des Valaisen zogen sich zusammen.
Korven atmete tief ein, als er seine eigentliche Gestalt wieder annahm. Er fühlte die Erschöpfung, die seine Verwandlung ihn abverlangt hatte. Sein Atem ging schneller und sein Herz schlug schmerzlich in seiner Brust. Es hämmerte gegen sein Fleisch und wollte aus seinem Körper in die Freiheit hinaus brechen. Es dauerte einige Momente, bis der Utgard sich wieder im Griff hatte und doch heftete sein Blick immer noch auf der Wölfin. Yarra hatte den Nekromanten zerfetzt und mit seinem Tod waren auch die Leichen in sich zusammen gefallen. Ihre Feinde waren binnen einiger Augenblicke gefallen und sie hatten keine Verluste hinnehmen müssen.
"Geht es Euch gut?", fragte er das Tier und fuhr sich mit der gepanzerten Hand durch sein schwarzes Haar. Er hatte durch seine Verwandlung irgendwo seine Brille verloren, nach der er nun Ausschau hielt. Sie dürfte nicht weit weg sein.
Das Licht der Sonne spiegelte sich in den Gläsern wieder. Das sich ihm bietende Leuchten war seltsam gebrochen und nach einigen schweren Schritten sah Korven auch warum. Einer der Untoten war auf die Brille getreten und hatte sie so zerstört. Fluchend hob er sie nicht mal auf, sondern trat noch mal nach. Er müsste sich eine neue besorgen.
Korven ließ seine meerblauen Augen zu Hans und Neenoth schweifen. Der Engel hatte tatsächlich dafür gesorgt, dass es dem Forscher gut erging. Aber wenn es eine Bande von Banditen mit einem Magier hier in der Nähe gab, musste es noch mehr geben.
"Neenoth", rief Korven aus. "Geht zurück nach Ayli. Meldet den Vorfall bei den Utgard und sagt ihnen, dass die Patrouillen ihre Wege ausweiten sollen." Diese Banditen waren ihm zu nah an der Stadt gewesen. "Sandgrab, kommt her."
Die beiden Männer reagierten. Neenoth brummte etwas Unverständliches und schien nicht erfreut zu sein, während der Rotschopf auf die beiden Utgard zu stolperte. Jetzt müsste sich nur noch Yarra zurück wandeln und sie könnten weiter. Dieses Mal würde er nicht unvorbereitet die junge Frau anstarren. Er wusste, was ihm bevorstehen könnte, wenn sie ihre Form wieder wechselte.

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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Fr 18 Sep 2015 - 12:40
Yarra fühlte sich trotz des Blutes, welches ihr Fell verklebte wohl in ihrer Haut. Sie und ihr Team hatten erfolgreich einen Magier beseitigt und damit eindeutig etwas Gutes getan. Die Frage war nur, wieso ein solches Gespann, ein Nekromant und seine Gangsterkumpel sich hier draußen im Niemannsland herumtrieben. Immerhin war in den letzten Jahren kein Mensch hier oben gewesen. Yarra war davon ausgegangen, dass das Erkundungsteam eines der ersten Teams seit vielen Jahren war, welches überhaupt hier unterwegs waren. Hatten die Guarul vielleicht schon länger an der Oberfläche gelebt, als die Ayli dachten? Diese Überlegung würde sie sicherlich noch mit ihrem Team teilen, sobald eine ruhige Minute gekommen war. Irgendwie war das spannend, wenn auch nicht im positiven Sinne, denn es könnte manche Gefahr bedeuten, die sie doch lieber eingesperrt oder ausgerottet gewusst hätte.
Der Valaise wandelte sich zurück, was irgendwie eigenartig wirkte, weil die Arme sich zusammenzogen und dann immer kleiner wurden, bis sie ihre normale Größe wiedererlangt hatten. Die Wölfin betrachtete das Schauspiel von ihrer Perspektive aus. Der Mann war irgendwie wie ein Magnet ... Sie legte ein Ohr nach hinten, was zwar eine eindeutige Sprache für Wölfe war, aber wahrscheinlich nicht so gut von Menschen zu verstehen war, also entschied sie sich danach, ein in dieser Form absurd wirkendes Nicken zu zeigen. Ja, es ging ihr gut. Sehr sogar, so neben dem General ... Dann kehrte sie trabend zu Sandgrab und ihrer dort liegenden Kleidung zurück. Der Forscher beäugte die Wölfin ziemlich misstrauisch und war sich wohl nicht ganz sicher, inwiefern er der Sache trauen sollte, was Yarra dem Rotschopf sicherlich noch vorhalten würde. Dennoch war sie so nett und ignorierte seine Unsicherheit gekonnt und machte es somit nicht noch schlimmer. Ein Forscher hatte wohl dieselbe Schwäche, wie eine jede Katze: Neugierde. Eine Katze war der perfekte Jäger, aber ihre Neugier machte das oft zunichte. Ihr Glück, dass sie ein beliebtes Haustier war. Der Forscher war ein schlauer Mann und vorsichtig, was auf jeden Fall etwas Gutes hatte. Dennoch war er neugierig und wahrscheinlich war das wohl auch irgendwann sein Verhängnis. Korven hatte dem Engel einen Befehl gegeben, der ihn zurück in die Stadt schickte. Gut so, sie war dem Engel sowieso nicht allzu positiv gesinnt. Was ihn antrieb, konnte sie nicht einschätzen.
An ihre Kleidern angelangt, verwandelte sich die Utgard wieder zurück in ihre menschliche und eindeutig wortgewandtere Form. Mit dem Rücken zu den beiden Männern war es ihr egal, ob sie guckten oder nicht. Unweigerlich aber erinnerte sie sich daran zurück, dass Korven letztes mal ...
Sie warf sich ihre Kleider über und musste sie etwas grob über die klebrige Haut ziehen. Das Blut war überall ... Sie störte das nicht wirklich, dennoch wischte sie sich mit ihrem Shirt noch ein mal über das Gesicht, sodass dort wenigstens nur noch eine etwas rote Färbung der Haut erkennbar war und keine Schlieren aus Blut.
"Ich danke Euch, Korven. Ihr habt mir den Rücken freigehalten." Sie kam zu den beiden Männern und lächelte.
"Seid Ihr unversehrt, Sandrgrab?" fragte sie dann den Rotschopf und igorierte ein weiteres mal seinen irrigtierten Blick bezüglich des Blutes.
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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Fr 18 Sep 2015 - 16:21
Sandgrab riss seine Augen weit auf, als der das schöne Mädchen sah. Das schöne, nackte Mädchen. Korven legte seine gepanzerte Hand nur auf seinen Kopf und drehte den Blick des Forschers in eine andere Richtung. Es gefiel dem Utgard nicht, dass Hans sie so sah. Etwas in dem Mann sträubte sich, das zu akzeptieren.
"'Tschuldigung", murmelte der Rotschopf und blickte beschämt zu Boden. "Ich..."
"Ruhig Blut. Einfach nicht hingucken und Ihr bekommt kein Problem mit mir", knurrte der Oberst nur und wartete, bis Yarra fertig war.
Sie kam sogleich zu den beiden gelaufen und bedankte sich erst bei Korven, ehe sie sich an Sandgrab wandte. Dieser sah vorsichtig zu ihr auf, bevor er scheu nickte. "J-ja. Ich bin unver-verletzt", stotterte er, woraufhin Korven ihm auf den Fuß trat, damit er sich zusammen riss. War das wirklich die erste Frau, die er nackt gesehen hatte.
"Gute Arbeit", lobte Korven Yarra nur und sah nun auch zu ihr. Sie hatte noch immer Reste des Blutes im Gesicht, welche aber verschmiert und ausgeblichen waren, was darauf hindeutete, dass sie sich versucht hatte, zu säubern. Wenn sie eine Quelle oder einen Fluss fanden, könnte sie sich gänzlich reinigen, wie sie es letztens bereits getan hatte.
Der Utgard ließ seinen Blick auf die Leichen der beiden Banditen fallen. Der Nekromant lag etwas weiter weg und war zu zerfetzt, als dass er daraus etwas ableiten könnte. Korven hockte sich hin und musterte einen der beiden Männer. Seine Haut war blass und seine Kleidung für kältere Gegenden gedacht. Es waren vornehmlich Felle. An einem Gürtel hing ein Jagdmesser und einige Köder. Dieses Aussehen erinnerte ihn stark an die Männer aus seiner Heimat.
"Sie kamen wahrscheinlich aus Frostfall. Etwas muss sie aus ihrer Heimat vertrieben haben, denn sie sind keine wirklichen Krieger gewesen, sondern nur einfache Männer", stellte der Utgard fest und richtete sich wieder auf. Er schaute erst Hans an und dann Yarra. "Wir sollten von nun an wachsamer sein. Wo sie herkommen, könnten noch mehr sein. Frostfall ist ein kaltes Land. Vielleicht flohen sie vor Nahrungsknappheit und der Kälte, welche einen Wiederaufbau erschwert." Das war ihm die logischte Erklärung. Wäre Tanseru durch die Erze und mobilen Kräfte nicht so reich, würde das Land ebenfalls hungern. Er vermutete, dass es Frostfall schlecht ging.
In Anbetracht der Geschehnisse, atmete er tief und ein schaute zu seinen beiden Begleitern. "Können wir weiter oder muss sich jemand ausruhen?", fragte er schon fast freundlich. Ihm wäre eine Weiterreise lieber. Sie hatten nach wie vor einen strikten Zeitplan.

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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Fr 18 Sep 2015 - 23:10
Die Utgard sah Sandgrab mit hochgezogener Augebraue an. Er war ein typischer Forscher. Einer, der als Kind von den anderen Kindern geärgert und aufgezogen wurde, weil er sonderbar war. Und das war er nach wie vor. Die Utgard störte ihre Nacktheit nicht im Geringsten und es störte sie auch nicht, wenn Leute sie ansahen, als gäbe es keine anderen nackten Frauen auf der Welt. Aber irgendwie war die Reaktion des Forschers erbärmlich. Sein Blick verriet ihn und irgendetwas, Yarra hatte es wohl nicht mitbekommen, musste auch zwischen ihm und Korven geschehen sein. Diesmal jedenfalls konnte Yarra nicht sagen, dass Korven gelunst hatte. Oblgeich genau das echt lustig gewesen wäre. Wenn sie ihn ein weiteres mal damit aufziehen könnte, würde sie wahrscheinlich von dem Mann gehasst werden, aber lustig wäre es dennoch. Was sich liebt, das neckt-
Sie schüttelte den Gedanken ab und versuchte ihre Professionalität als Utgard wieder zu finden, fern ab von Nacktheit und dämlichen Floskeln, die man aus dem Alltag kannte.
"Das freut mich." nickte sie Sandgrab dann zu und folgte Korvens Taten. Er wollte nun also aus den Leichen schlau werden. Leichen gab es hier genug und auch Gestank ... Die Leichen der frisch gestorbenen Männer waren zum Glück noch nicht solche Stinker, wie die anderen und daher war es noch nicht so schlimm, sich ihnen zuzuwenden.
"Aus Frostfall? Wenn sie aus Tanseru flüchten, verstehe ich nicht, wieso sie uns einfach angreifen ..." Skeptisch betrachtete sie die Leichen der Männer. Korven hatte sie durch seine Kraft getötet ... Mit ihn wollte man sich wahrscheinlich nicht anlegen, wenn einem das Leben etwas Wert war.
"Von mir aus können wir weiter. Es stinkt ohne Ende nach verrottendem Fleisch ..." sie rümpfte die Nase und sah dann zu dem Forscher in der Hoffnung, dass er nickte und nicht noch länger hier verharren und Leichenduft schnüffeln wollte.
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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Mi 23 Sep 2015 - 20:19
"Verzweiflung vermute ich", meinte der Mann nur und tat damit das Thema ab. Warum ein Mensch einen anderen töten wollte, war oft nicht bekannt. Natürlich kannte man die Gründe der Rutuv und der Utgard, aber was diese Männer zu ihrem Handeln bewegt hatte, wusste Korven nicht. Er wollte es auch gar nicht wissen. Was ihm aber klar sein musste war, dass es mehr von ihnen geben könnte.
Sein Blick ging zu Sandgrab. "Habt ihr Streichhölzer?", fragte er den Mann.
Der Forscher überlegte kurz und nickte schließlich energisch. Er holte eine kleine Schachtel heraus und reichte sie Korven. "Wozu braucht Ihr die?"
"Um die größte Sorge der Rutuv abzuwenden. Untote", erklärte er und zündete das erste Streichholz an. Er warf es auf den Körper des ersten Banditen, welcher dank der vielen Stoffe sofort zu brennen anfing. "Die Leichen des Nekromanten sind kein Problem, aber unsere drei Herren hier schon." Nummer zwei brannte nun auch und Korven suchte sich seinen Weg zum zerfetzten Nekromanten. "Wenn sie irgendetwas hier hält, können sie wiederauferstehen und jede Menge Ärger anrichten. Ich habe auch Geschichten davon gehört, dass mehrere Leichen sich zu wandelnden Fleischbergen zusammenrotten." Nun brannte auch der Nekromant.
Da weder Sandgrab noch Yarra einen Einwand hatten was das Weiterreisen anging, setzte Korven zum weiteren Weg an. Dabei lief er rasch, um die verlorene Zeit wieder einzuholen. Yarra sollte das locker schaffen und wenn Sandgrab nicht mehr konnte, würde er sich schon beschweren.

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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Do 24 Sep 2015 - 21:08
Ein riesiger Vorteil, dass Korven der Mission beiwohnte war, dass er über viel Wissen verfügte. Auf die Idee, die Leichen zu verbrennen wäre Yarra wirklich nicht gekommen. Aber das Thema der Untoten war für sie sowieso ein weiteres Mysterium. Wie konnten Wesen, die kein Leben mehr in sich trugen, deren Seele nicht mehr in ihren Körper hauste, wieder aufstehen und Unheil anrichten? Wenn das durch Magie geschah, dann war das sowieso schlecht ... Naja, sie beobachtete nur den Mann schweigend, der sich die Streichhölzer des Forschers schnappte und sich daran machte, nach und nach alle Leichen abzufackeln. Sie legte den Kopf etwas schief, als der Herrscher sich umdrehte. Eigentlich ein hübscher Arsch. Tadelnd über ihre Gedanken schüttelte sie sofort den Kopf und damit die Gedanken wieder aus ihrem Kopf. Vergebens. Sie drehte sich um und sah in Richtung der unendlichen Weiten der langweilig schwülen Steppe. Die Luft war immernoch grauenvoll, aber inzwischen hatten sich ihre Lungen besser darauf eingestellt und es machte ihr nicht mehr so viel aus. Auch wenn die Verwandlung Kraft gezehrt hatte, kam sie ganz gut klar.
„Jap, weiter geht’s.“ nickte sie Korven und Sandgrab zu. Es war Zeit, dass die Gruppe einen Ort ausmachte, der dem Forscher gefiel, den er erkunden und ... erforschen konnte. Die Gestaltwandlerin folgte Korven, der wie gewohnt einen flotten Schritt vorgab. Das war okay so, wenn es zu langsam war, dann würde sie nur auf dumme Gedanken kommen. Abgesehen von dem Ausblick auf sein Hinterteil auch auf solche, wie dem Herumfuchteln mit Stöcker oder anderen Dämlichkeiten.
„Was versuchen wir eigentlich zu finden, Hans?“ sie sah zu dem Rothaarigen herüber, nachdem schon einige Zeit nichts gesagt worden war. „Mal abgesehen von einer stickigen Steppe und unhöflichen Reisebekanntschaften.“
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BeitragThema: Re: [Die Steppe] Die feuchte Steppe   Do 1 Okt 2015 - 13:25
Hans schaute nach wie vor verlegen zu Yarra. "Wir suchen nutzbares Land", begann er. "Ebenso möchte ich eine Karte der Umgebung erstellen. Über die Jahre ist vieles verloren gegangen. Wir wissen gar nicht, wo sich Ayli wirklich befindet und mit welchen anderen Gefahren wir zu rechnen haben."
Korven hatte währenddessen die Führung ihres Trupps übernommen. Sein Schritt war fest und seine Augen auf den Horizont gereichtet. Dieses Land war warm. Wärmer als Tanseru. Er mochte diese Hitze nicht wirklich, auch wenn sie anderen wohl kalt erschien. Der Utgard hatte kein Interesse daran, sich jemals an dieses Land zu gewöhnen. Er glaubte immer noch daran, irgendwann wieder zurück zu kehren. Zurück in seine Heimat, wenn hier alles lief. Dann konnte man jemanden einsetzen, der weniger fähig war und hier Erfahrungen sammeln sollte. Aber vorerst musste Korven sich damit begnügen, hier alles ins Rechte zu rücken. Er wusste, dass Maesa noch lange nicht bereit für Politik der Utgard war. Hier lebten zu viele Magier. Nanka war eine Stadt voller Magier und somit wollte der Mann sich nicht ausruhen, ehe er das Land nicht gesichert hatte.
Als er in die Ferne blickte, bemerkte er eine Änderung der Umgebung. Der Boden wurde fester und karger. Anders als in dieser Steppe schien es kühler dort zu sein. Korven kannte solch eine Umgebung aus Tanseru. "Der Übergang zu seiner Eiswüste", murmelte er und blickte zu Hans. "Seht Euch das an, Forscher."
Dieser reckte überrascht den Hals und schloss zu Korven auf. Ein Grinsen lag auf dessen Gesicht. "Das ist interessant. Das Klima in Frostfall schient unser Land zu beeinflussen." Aufgeregt begann er die Hände zu kneten. "Ich würde gerne Bodenproben mitnehmen. Eis schließt giftige Stoffe immer fester ein. Vielleicht findet ich mehr über die Heronagatorpsin heraus."
"Tut, was ihr nicht lassen könnt." Korven schaute zu Yarra. Sie sollte genauso aufmerksam bleiben wie er. Das sie sich einer Umgebung näherten, die ihr sicherlich unbekannt war, mussten sie Vorsicht walten lassen. Und doch kam sie wahrscheinlich bald in den Genuss, den ersten Schnee zu sehen.

Tbc: [Die Steppe] Die Eiswüste

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